Die Branchenplattform von x-technik
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anwenderreportage
AVR ist Österreichs einziges Unternehmen, das sich ausschließlich auf die Behandlung und Verwertung flüssiger Abfälle spezialisiert hat und aus diesen wertvolle Rohstoffe gewinnt. Die dafür erforderlichen Anlagen konstruiert das Unternehmen selbst und verbaut darin viele verschiedene Komponenten, die selbstverständlich über eine CE-Kennzeichnung verfügen – die Gesamtanlagen hatten diese jedoch nicht. Um die seitens der Behörde aber sehr wohl auch für die gesamte Anlage geforderte Risikobeurteilung und das Sicherheitskonzept zu erlangen, wandte sich AVR an einen externen Partner. Pilz überzeugte durch hervorragendes Know-how und das branchenspezifische technische Hintergrundwissen.
Mit der konfigurierbaren sicheren Kleinsteuerung PNOZmulti 2 können Anwender ab sofort die Anforderungen der Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 (MVO) umsetzen. Das EU-Baumusterprüfzertifikat nach Artikel 25 bestätigt die Erfüllung dieser Anforderungen durch TÜV SÜD als unabhängige Prüfstelle. Durch die Zertifizierung können Anwender ihre Maschinen- und Anlagenplanung zukunftssicher umsetzen, denn die Anforderungen der MVO sind ab dem 20. Jänner 2027 verbindlich anzuwenden.
Das auf die Prozessanforderungen der Losgröße 1+ spezialisierte ERP-Software- und Beratungshaus ams.Solution hat sich einem freiwilligen, extern durchgeführten Penetrationstest unterzogen und diesen ohne kritische Befunde bestanden. Konzipiert und realisiert wurde die umfassende Analyse von den Cybersecurity-Fachleuten der Koblenzer ProSec GmbH, die neben privatwirtschaftlichen Unternehmen unter anderem auch Bundes- und Landesbehörden im Hinblick auf ihre Incident-Response-Fähigkeit prüft.
Mit NIS2 und der neuen Maschinenverordnung verschärft die EU die Anforderungen an die Cybersicherheit industrieller Systeme. Ab 11. Dezember 2027 gilt zusätzlich der Cyber Resilience Act (CRA). Er verpflichtet Hersteller, Produkte mit digitalen Elementen über den gesamten Lebenszyklus hinweg cybersicher auszulegen – von Entwicklung und Produktion bis zu Updates und Schwachstellenmanagement nach dem Inverkehrbringen. Lenze erklärt, worauf Maschinenbauer bei der Umsetzung achten müssen.
Profibus & Profinet International (PI) stellt ein neues gemeinsames technisches Positionspapier zur sicheren Nutzung industrieller Kommunikationsprotokolle vor. Das Dokument wurde im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit der FieldComm Group, der ODVA und der OPC Foundation erarbeitet.
Die Risiken für die produzierende Industrie durch Cyberattacken und Schadsoftware nehmen immer weiter zu. Regularien wie der Cyber Resilience Act (CRA) und die neue Maschinenverordnung, die hohe Ansprüche an Fertigungsbetriebe und den Maschinenbau formulieren, sollen dem entgegenwirken. Mit PC-based Control und EtherCAT bietet Beckhoff die optimale technologische Basis, um diesen gerecht zu werden und sich auch in Zukunft marktführend zu positionieren.
gastkommentar
Bei einem Maschinenbauer aus Oberösterreich führte eine vermeintlich unbedeutende Netzwerkunterbrechung zu einem kompletten Produktionsstopp. Kein defekter Antrieb, kein fehlerhafter Sensor, sondern eine einzelne, unzuverlässige Verbindung kappte die Datenströme zwischen Edge‑Devices, SPS und Cloud. Der Vorfall machte deutlich, wie stark moderne Fertigungsprozesse von stabiler, qualitativ hochwertiger Kommunikation abhängen, und wie schnell eine unscheinbare Schwachstelle ganze Anlagen lahmlegen kann.
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Das Fachmagazin für Maschinenbau, Anlagenbau und Produzenten.
Schneider Electric , ein global führendes Unternehmen im Bereich Energietechnologie , präsentiert auf der Interpack 2026 vom 7. bis 13. Mai in Halle 5, Stand A24, Innovationen für die nächste Generation der Verpackungstechnik. Unter dem Motto „Welcome to Industrial Automazing“ zeigt das Unternehmen, wie KI-gestützte Software, integrierte Motion- und Robotiklösungen sowie digitale Services die Flexibilität und Leistungsfähigkeit moderner Verpackungsmaschinen erhöhen.
interview
Cybersecurity ist im Maschinen- und Anlagenbau endgültig vom Randthema zur Pflichtaufgabe geworden. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA), der NIS2-Richtlinie und der neuen Maschinenverordnung steigt der regulatorische Druck deutlich. Gleichzeitig zeigt sich in vielen Unternehmen noch Unsicherheit: Wer ist für was zuständig und wo setzt man am besten an? Im Gespräch mit Maximilian Traxler, Industrial Security Consultant, und Andreas Willert, Head of Industrial Security, beide Pilz Österreich, kamen klare Botschaften zu Tage.
Auf der Hannover Messe 2026 präsentiert Siemens die nächste Generation seines Industrial Automation DataCenter. Das maßgeschneiderte Rechenzentrum für die wachsenden IT-Anforderungen in der industriellen Produktion. Die bewährte Turnkey-Lösung ist zu einer KI-ready Plattform weiterentwickelt für die wachsenden Anforderungen der industriellen Künstlichen Intelligenz und Cybersicherheit.
In den vergangenen Jahrzehnten hat die Digitalisierung die Prozessindustrie grundlegend verändert. Der zunehmende Einsatz digital vernetzter Messgeräte und die Cloud-Anbindung bedeuten signifikante Vorteile im Anlagenbetrieb und revolutionieren damit die Branche. Andererseits erhöht die Nutzung moderner Technologien, z. B. von Bluetooth und Webservern, die Anfälligkeit für Cyberbedrohungen.
Die jüngste „Automotive Manufacturing Outlook Survey“ von ABB Robotics zeigt: Cybersicherheit hat sich zum wichtigsten Schwerpunkt für Automobilhersteller rund um den Globus entwickelt. Damit zeichnet sich ein deutlicher Wandel in der Wahrnehmung digitaler Risiken ab – und zugleich ein neues Verständnis dafür, wie essenziell die IT-Sicherheit für stabile Betriebsabläufe und die zukünftige Fahrzeugproduktion ist.
Was, wenn Manipulationen an Maschinen wichtige Sicherheitsfunktionen außer Kraft setzen? Auch dieses Szenario nimmt die in der EU ab Jänner 2027 geltende Maschinenverordnung MVO (Verordnung (EU) 2023/1230) in den Fokus. Sie regelt die Sicherheitsanforderungen für alle Maschinen neu – für die Safety wie für die Security. Um Mensch und Maschine vor Kollisionen mit Transportsystemen und die Systeme selbst vor Manipulation zu schützen, berücksichtigen die Vorgaben der Maschinenverordnung erstmals auch autonome mobile Maschinen.
Der Cyber Resilience Act (CRA) verpflichtet Hersteller, Importeure und Händler, Cybersicherheit über den gesamten Lebenszyklus von Produkten mit digitalen Elementen nachweisbar umzusetzen. Für die industrielle Automatisierung bedeutet das, dass Produkte von Anfang an sicher entwickelt werden (Secure by Design), mit voreingestellten Sicherheitsfunktionen ausgeliefert werden (Secure by Default), bekannte Schwachstellen aktiv behoben werden und über den gesamten Lebenszyklus kostenlose Sicherheitsupdates verfügbar sind.
Offene Systemarchitekturen, Echtzeitfähigkeit und Cybersecurity prägen den aktuellen Wandel in der Automatisierung. Auf der SPS 2025 sprach die x-technik AUTOMATION mit Jürgen Kitzler, Automation Sales-Experte von Weidmüller Österreich, darüber, warum Offenheit zum entscheidenden Faktor wird und zwar von Plattformstrategien bis zur Brownfield-Integration.
branchengeschehen
Maschinen beeinflussen unser Leben täglich – meist ohne, dass wir es merken. Sie produzieren und verpacken unser Essen, mischen Medikamente, prüfen Qualitätsstandards und steuern den Energiefluss, der unsere Haushalte mit Strom versorgt. Doch wie diese Maschinen im Inneren arbeiten und wie sicher sie tatsächlich sind, darüber macht man sich als Konsument*in meistens kaum Gedanken. Dabei kann ein einziger unbemerkter Fehler große Auswirkungen haben.
Mit seiner neuen Myzel Lifecycle Platform bietet der Automatisierungsexperte Pilz ein Software-as-a-Service-Angebot, das Maschinen und Personal zentral verwaltet. Die digitale Plattform unterstützt Produktions- und Sicherheitsverantwortliche dabei, ihre Maschinen über den gesamten Lebenszyklus hinweg safe, secure, effizient und normenkonform zu betreiben.
Die Lenze SE ist seit November 2025 nach IEC 62443-4-1 zertifiziert. Damit bestätigt der TÜV Rheinland, dass Lenze die Anforderungen dieser international anerkannten Norm, an einen sicheren Entwicklungsprozess, für industrielle Automatisierungs- und Antriebsprodukte erfüllt. Die Zertifizierung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des EU Cyber Resilience Act (CRA), der ab Dezember 2027 für Maschinenbauer und deren Zulieferer verbindlich wird.
Rockwell Automation, Inc., Anbieter für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat angekündigt, die kürzlich eingeführte SecureOT™-Suite auf der SPS 2025 – Smart Production Solutions vorzustellen. Die Messe findet vom 25. bis zum 27. November in Nürnberg statt. Bei SecureOT handelt es sich um ein umfassendes Angebot für industrielle Cybersicherheit, mit dem Hersteller ihre kritische Infrastruktur und Betriebsabläufe schützen und sichere Produktionsumgebungen aufbauen können.
Wie lassen sich abgekündigte Hardware ersetzen, IT-Security erhöhen und Wartung vereinfachen? Ein Projekt zur Standardisierung der hauseigenen Palettenfördertechnik führte Knapp zu strategischen Fragen. Die Entscheidung für ein offenes, Linux-basiertes IPC-Konzept mit langfristiger Supportgarantie markierte dabei einen zentralen Schritt. Doch welche Rolle spielt Keba in dem Projekt?
Cybersecurity, vom regulatorischen Muss zum Wettbewerbsvorteil: Zu den drängendsten regulatorischen Herausforderungen für Produktentwickler und -hersteller gehört der neue Cyber Resilience Act. Bis spätestens 11. Dezember 2027 müssen diese die IT-Sicherheit als fixen Bestandteil in ihre Produkte integrieren. Das reicht von sicheren Standardeinstellungen bis zu kontinuierlichen Updates. Über die Hintergründe dazu und die Möglichkeiten, aus der Notwendigkeit einen Wettbewerbsvorteil zu machen, spricht im Interview Frank Behnke, Head of Cybersecurity bei der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH.
Mit über 175 Jahren Erfahrung in der Verbindungstechnik und rund 15 Jahren in der Automatisierung hat Weidmüller mit u-OS ein Betriebssystem entwickelt, das alle Ebenen der Automatisierungspyramide verbindet. Die Plattform ist webbasiert, modular und bietet offene Schnittstellen für eigene Lösungen sowie für Drittanbieter.
Künftig werden OT- und IT-Systeme stärker zusammenwachsen, da sie voneinander abhängig sind. Redundanzen sind entscheidend, um die Verfügbarkeit von OT-Systemen während Patch-Vorgängen zu gewährleisten. Letztendlich werden OT und IT verschmelzen und wir werden nur noch von einer Technologie sprechen, die unser Leben vereinfacht.
Turck hat seine Entwicklungsprozesse für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme nach dem Sicherheitsstandard IEC 62443-4-1 zertifizieren lassen. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV Nord erteilt und bestätigt die Einführung höchster Sicherheitsstandards im gesamten Produktentwicklungszyklus.
Industrieunternehmen und Maschinenbauer stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen: Sie müssen ihre Anlagen zuverlässig und effizient betreiben, dabei steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllen und gleichzeitig die Cybersicherheit ihrer Systeme gewährleisten. Hinzu kommen veränderte regulatorische Rahmenbedingungen sowie der zunehmende Druck, durch Digitalisierung und Artificial Intelligence (AI) flexibler und wettbewerbsfähiger zu werden. ABB zeigt auf der SPS 2025, wie sich diese Anforderungen mit neuen Produkten und Systemlösungen konkret umsetzen lassen.