Die Branchenplattform von x-technik
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Was, wenn Manipulationen an Maschinen wichtige Sicherheitsfunktionen außer Kraft setzen? Auch dieses Szenario nimmt die in der EU ab Jänner 2027 geltende Maschinenverordnung MVO (Verordnung (EU) 2023/1230) in den Fokus. Sie regelt die Sicherheitsanforderungen für alle Maschinen neu – für die Safety wie für die Security. Um Mensch und Maschine vor Kollisionen mit Transportsystemen und die Systeme selbst vor Manipulation zu schützen, berücksichtigen die Vorgaben der Maschinenverordnung erstmals auch autonome mobile Maschinen.
Der Cyber Resilience Act (CRA) verpflichtet Hersteller, Importeure und Händler, Cybersicherheit über den gesamten Lebenszyklus von Produkten mit digitalen Elementen nachweisbar umzusetzen. Für die industrielle Automatisierung bedeutet das, dass Produkte von Anfang an sicher entwickelt werden (Secure by Design), mit voreingestellten Sicherheitsfunktionen ausgeliefert werden (Secure by Default), bekannte Schwachstellen aktiv behoben werden und über den gesamten Lebenszyklus kostenlose Sicherheitsupdates verfügbar sind.
interview
Offene Systemarchitekturen, Echtzeitfähigkeit und Cybersecurity prägen den aktuellen Wandel in der Automatisierung. Auf der SPS 2025 sprach die x-technik AUTOMATION mit Jürgen Kitzler, Automation Sales-Experte von Weidmüller Österreich, darüber, warum Offenheit zum entscheidenden Faktor wird und zwar von Plattformstrategien bis zur Brownfield-Integration.
branchengeschehen
Maschinen beeinflussen unser Leben täglich – meist ohne, dass wir es merken. Sie produzieren und verpacken unser Essen, mischen Medikamente, prüfen Qualitätsstandards und steuern den Energiefluss, der unsere Haushalte mit Strom versorgt. Doch wie diese Maschinen im Inneren arbeiten und wie sicher sie tatsächlich sind, darüber macht man sich als Konsument*in meistens kaum Gedanken. Dabei kann ein einziger unbemerkter Fehler große Auswirkungen haben.
Mit seiner neuen Myzel Lifecycle Platform bietet der Automatisierungsexperte Pilz ein Software-as-a-Service-Angebot, das Maschinen und Personal zentral verwaltet. Die digitale Plattform unterstützt Produktions- und Sicherheitsverantwortliche dabei, ihre Maschinen über den gesamten Lebenszyklus hinweg safe, secure, effizient und normenkonform zu betreiben.
Die Lenze SE ist seit November 2025 nach IEC 62443-4-1 zertifiziert. Damit bestätigt der TÜV Rheinland, dass Lenze die Anforderungen dieser international anerkannten Norm, an einen sicheren Entwicklungsprozess, für industrielle Automatisierungs- und Antriebsprodukte erfüllt. Die Zertifizierung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung des EU Cyber Resilience Act (CRA), der ab Dezember 2027 für Maschinenbauer und deren Zulieferer verbindlich wird.
Rockwell Automation, Inc., Anbieter für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat angekündigt, die kürzlich eingeführte SecureOT™-Suite auf der SPS 2025 – Smart Production Solutions vorzustellen. Die Messe findet vom 25. bis zum 27. November in Nürnberg statt. Bei SecureOT handelt es sich um ein umfassendes Angebot für industrielle Cybersicherheit, mit dem Hersteller ihre kritische Infrastruktur und Betriebsabläufe schützen und sichere Produktionsumgebungen aufbauen können.
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Das Fachmagazin für Maschinenbau, Anlagenbau und Produzenten.
anwenderreportage
Wie lassen sich abgekündigte Hardware ersetzen, IT-Security erhöhen und Wartung vereinfachen? Ein Projekt zur Standardisierung der hauseigenen Palettenfördertechnik führte Knapp zu strategischen Fragen. Die Entscheidung für ein offenes, Linux-basiertes IPC-Konzept mit langfristiger Supportgarantie markierte dabei einen zentralen Schritt. Doch welche Rolle spielt Keba in dem Projekt?
Cybersecurity, vom regulatorischen Muss zum Wettbewerbsvorteil: Zu den drängendsten regulatorischen Herausforderungen für Produktentwickler und -hersteller gehört der neue Cyber Resilience Act. Bis spätestens 11. Dezember 2027 müssen diese die IT-Sicherheit als fixen Bestandteil in ihre Produkte integrieren. Das reicht von sicheren Standardeinstellungen bis zu kontinuierlichen Updates. Über die Hintergründe dazu und die Möglichkeiten, aus der Notwendigkeit einen Wettbewerbsvorteil zu machen, spricht im Interview Frank Behnke, Head of Cybersecurity bei der Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH.
gastkommentar
Mit über 175 Jahren Erfahrung in der Verbindungstechnik und rund 15 Jahren in der Automatisierung hat Weidmüller mit u-OS ein Betriebssystem entwickelt, das alle Ebenen der Automatisierungspyramide verbindet. Die Plattform ist webbasiert, modular und bietet offene Schnittstellen für eigene Lösungen sowie für Drittanbieter.
Künftig werden OT- und IT-Systeme stärker zusammenwachsen, da sie voneinander abhängig sind. Redundanzen sind entscheidend, um die Verfügbarkeit von OT-Systemen während Patch-Vorgängen zu gewährleisten. Letztendlich werden OT und IT verschmelzen und wir werden nur noch von einer Technologie sprechen, die unser Leben vereinfacht.
Turck hat seine Entwicklungsprozesse für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme nach dem Sicherheitsstandard IEC 62443-4-1 zertifizieren lassen. Die Zertifizierung wurde durch den TÜV Nord erteilt und bestätigt die Einführung höchster Sicherheitsstandards im gesamten Produktentwicklungszyklus.
Industrieunternehmen und Maschinenbauer stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen: Sie müssen ihre Anlagen zuverlässig und effizient betreiben, dabei steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllen und gleichzeitig die Cybersicherheit ihrer Systeme gewährleisten. Hinzu kommen veränderte regulatorische Rahmenbedingungen sowie der zunehmende Druck, durch Digitalisierung und Artificial Intelligence (AI) flexibler und wettbewerbsfähiger zu werden. ABB zeigt auf der SPS 2025, wie sich diese Anforderungen mit neuen Produkten und Systemlösungen konkret umsetzen lassen.
Die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ist ab dem 20. Jänner 2027 vollständig verpflichtend anzuwenden. Sie definiert Anforderungen an die Sicherheit von Maschinen und dazugehörigen Produkten sowie unvollständigen Maschinen. Die MVO beinhaltet zahlreiche Neuerungen, auf die sich Hersteller, Betreiber, Händler und Importeure frühzeitig vorbereiten müssen.
Wenn Produktionsanlagen immer länger laufen und zugleich stark vernetzt sind, stehen Industrieunternehmen vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und sich vor Cyberrisiken schützen. Vom 25. bis 27. November 2025 zeigt Copa-Data auf der Smart Production Solutions in Nürnberg in Halle 7, Stand 590, wie die Softwareplattform zenon Unternehmen dabei unterstützt, ihre Produktion sicher, effizient und zukunftsfähig zu gestalten – unabhängig vom Maschinenalter, Herstellern oder Branchengrenzen.
Das Technologieunternehmen Siemens hat heute Sinec Secure Connect vorgestellt – die erste Zero-Trust-Sicherheitsplattform, die speziell für industrielle Netzwerke in der Fertigung (OT) entwickelt wurde. Die Plattform wird erstmals auf der it-sa Expo&Congress 2025 in Nürnberg präsentiert. Die Software-Lösung virtualisiert Netzwerkstrukturen durch Overlay-Netzwerke. Sie ermöglicht Verbindungen zwischen Maschinen, von Maschinen zur Cloud oder zu Rechenzentren sowie sicheren Remote-Zugriff auf industrielle Systeme – alles ohne herkömmliche VPNs.
Weidmüller gibt eine strategische Partnerschaft mit Fortinet bekannt, einem der weltweit führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen, der die Konvergenz von Netzwerken und Sicherheit vorantreibt und robuste Cybersicherheitskompetenzen für OT-Umgebungen bietet. Die Zusammenarbeit zielt auf den wachsenden Bedarf an starker Cybersicherheit aufgrund der zunehmenden Konvergenz von IT und OT ab.
Mit den Secure S1 Routern präsentiert Advantech eine neue Router Generation für industrielle Anwendungen mit höchsten Sicherheitsanforderungen. Durch Funktionen wie Secure Boot, verschlüsselte Firmware und schreibgeschütztes Dateisystem erfüllen die Geräte aktuelle Standards wie IEC 62443 4 2 SL1.
Nicht zuletzt die neue Maschinenverordnung, die 2027 in Kraft treten wird, zwingt viele Maschinenbauer, sich mit dem komplexen Thema Cybersecurity auseinanderzusetzen – so auch den steirischen Engineering-Dienstleister Stadlmann Tec GmbH. Da man das Know-how, wie viele kleinere Unternehmen, aktuell nicht vollständig im Hause abdecken kann, setzt man auf die Safety- und Security-Experten von Pilz: Diese unterstützten Stadlmann Tec bei der Beurteilung von Cybersecurity-Risiken – dank einer hochmodernen Softwarelösung schnell und wirtschaftlich.
Die Digitalisierung industrieller Prozesse und die rasche Vernetzung von IT- und OT-Systemen stellen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen im Bereich der Cybersecurity. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, hat die Siemens AG Österreich sein Partnernetzwerk erweitert und Cancom Austria als offiziellen Solution Partner für die Bereiche Cybersecurity und Industrial Strength Networks zertifiziert.
Die Pepperl+Fuchs-Gruppe stellt bei seinen mobilen Endgeräten nicht nur den Explosionsschutz, sondern auch die Sicherheit vor Cyberangriffen in den Fokus. Laut Verizon Mobile Security-Index haben 53 Prozent der Unternehmen bereits einen Cyberangriff erlebt, bei dem ein mobiles Endgerät oder IoT-Technologien als Angriffsvektor genutzt wurden. Die Firma IBM hat in ihrem Data Breach-Report darauf hingewiesen, dass 2024 weltweit die durchschnittlichen Kosten für eine Datenschutzverletzung bei 4,88 Millionen US-Dollar lagen.
Die Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH erwartet, dass Security-Mechanismen in Produktionsanlagen und Fabriken weltweit in den nächsten fünf Jahren massiv an Bedeutung gewinnen werden. Das hat das Unternehmen anlässlich der Presskonferenz auf der Smart Production Solutions (SPS) Messe 2024 in Nürnberg bekannt gegeben. Das Unternehmen befinde sich bereits mitten in der Umsetzung entsprechender Maßnahmen, um seine Kommunikationslösungen sowie darauf basierende Entwicklungen an kommende Standards wie den Cyber Resilience Act (CRA) der Europäischen Union anzupassen.
Cyberangriffe auf industrielle Steuerungssysteme nehmen weltweit zu. Bachmann electronic setzt seit vielen Jahren auf ein hohes Niveau in der OT-Sicherheit (Operational Technology; Betriebstechnologie) und unterstreicht dies jetzt mit der erfolgreichen Zertifizierung seiner Automatisierungslösung M200 nach IEC 62443-4-2.
Nicht digitalisierte Anlagen haben im Zuge der immer rascher voranschreitenden Konvergenz von Informations- (IT) und operativer Technologie (OT) einen erheblichen Nachteil hinsichtlich Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber digitalisierten Anlagen. Das hat die Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH kürzlich prognostiziert.
Die ehemals isolierten OT-Systeme werden zunehmend mit der IT-Infrastruktur verknüpft, was das Thema Cybersicherheit immer stärker in den Vordergrund rückt. Durch diese Entwicklung wächst der Bedarf an Schutzmaßnahmen, um die Sicherheit der Produktionsumgebungen zu gewährleisten. Gesetzliche Vorgaben, wie NIS2 und der CRA verpflichten Unternehmen dazu, ihre IT- und OT-Netze stärker zu schützen und ihre Produkte gegen Angriffe zu härten. Doch wie?