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Die österreichische Wirtschaft ist im Vorjahr stärker gewachsen als in der WIFO-Frühjahrsprognose vom April 2026 zugrunde gelegt. Damit ist die Ausgangslage für das laufende Jahr günstiger. Der Iran-Krieg hinterlässt allerdings Spuren. Die Inflation ist deutlich gestiegen und die Stimmung hat sich eingetrübt. Mit dem Rückgang der Energiepreise wird die Konjunktur ab der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen.
Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf 85,6 Punkte, nach 85,0 im Mai (saisonbereinigt korrigiert). Die Firmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser. Auch die Erwartungen fielen etwas weniger skeptisch aus. Die Unternehmen schätzen das Umfeld als weniger unsicher ein. Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation.
In den USA ist der Absatz von Industrie-Robotern im Vergleich zum Vorjahr um 11 % gestiegen: 38.000 Einheiten wurden 2025 neu installiert. Die deutliche Erholung beruht auf einem robusten Wachstum in der Lebensmittelbranche und anderen nicht-verarbeitenden Sektoren. Die Autoindustrie bleibt jedoch die größte Abnehmerbranche und liegt mit 13.500 installierten Einheiten nur 1 % unter dem Vorjahresergebnis. Das zeigen vorläufige Ergebnisse der International Federation of Robotics (IFR).
Der Abwärtstrend bei den ausländischen Direktinvestitionen hat sich in den meisten Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas 2025 fortgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw).
Der Materialmangel wirkt sich negativ auf die Industrieproduktion aus und erhöht die Preise langfristig. Dies zeigt eine neue Studie des ifo Instituts. Demnach führen unerwartete Materialengpässe zu einem kurzfristigen Rückgang der Industrieproduktion um 2,4 Prozent.
Der Produktionsindex für Industrie und Bau stieg nach Berechnungen von Statistik Austria im April 2026 im Vergleich zum April des Vorjahres um 0,6 %. Im Vergleich zum Vormonat März 2026 ging der Produktionsindex um 0,1 % zurück.
Robotik, digitale Vernetzung und autonome Fertigungsprozesse verändern die Anforderungen an die industrielle Messtechnik. Von der elektrischen Sicherheitsprüfung über Netzwerkanalyse bis zur EMV-Messung gewinnen durchgängige, datenbasierte Prüfkonzepte zunehmend an Bedeutung.
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Die steigende Importkonkurrenz aus China setzt den Industriestandort Österreich zunehmend unter Druck. Eine neue Analyse des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII), des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) und des Büros des Produktivitätsrates der Österreichischen Nationalbank (OeNB) deutet auf einen verstärkten China-Schock in Österreich hin – also auf einen deutlich zunehmenden Wettbewerbsdruck durch rasch wachsende, preisgünstige und technologisch fortgeschrittene Importe aus China.
Mehr als 80.000 Unternehmen des produzierenden Bereichs (Industrie und Bau) mit rund 950.000 unselbständig Beschäftigten erzielten laut Statistik Austria im Februar 2026 einen Umsatz von 30,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das einen Umsatzanstieg von 0,8 %.
Nach dem Einbruch im März und April hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland leicht erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Mai auf 84,9 Punkte, nach 84,5 im April. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch der Blick auf die kommenden Monate fiel weniger pessimistisch aus. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich vorerst, die Lage bleibt aber fragil.
Die Umweltwirtschaft in Österreich hat im Jahr 2024 mit insgesamt 231.100 Beschäftigten 60,1 Mrd. Euro erwirtschaftet. Davon stammen 18,1 Mrd. Euro aus Exporten. Wie aus den Daten über die umweltorientierte Produktion und Dienstleistung von Statistik Austria weiter hervorgeht, betrug die Bruttowertschöpfung der Umweltbranche, also der Produktionswert abzüglich der Vorleistungen, 2024 23,7 Mrd. Euro.
Siemens setzte seinen profitablen Wachstumskurs auch im zweiten Quartal (endete zum 31. März 2026) des Geschäftsjahres 2026 fort und bestätigt vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung seinen Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2026 trotz gestiegener Unsicherheit im wirtschaftlichen Umfeld.
Die Versorgung mit Vorprodukten in der Industrie hat sich zuletzt deutlich verschlechtert. Im April berichteten 13,8 Prozent der Unternehmen in der Industrie von Engpässen bei der Beschaffung von Materialien, nach 5,8 Prozent im Jänner. Das ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts.
China hat mit seinem 15. Fünfjahresplan die Robotik in das Zentrum seiner neuen Industrie-Strategie gestellt. Ziel soll sein, die KI-Forschung auf physische Anwendungen auszurichten und die Robotik dabei als Haupttreiber des Wirtschaftswachstums einzusetzen. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem ambitionierten Automatisierungspfad des Landes.
Mehr als 82 000 Unternehmen des produzierenden Bereichs (Industrie und Bau) mit rund 938 000 unselbständig Beschäftigten erzielten laut Statistik Austria im Jänner 2026 einen Umsatz von 28,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das einen Umsatzrückgang von 4,5 %. Das Transportaufkommen österreichischer Unternehmen im weltweiten Straßengüterverkehr stieg im 1. Quartal 2026 um 0,3 % im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres.
Dank Innovationen und Fokussierung auf strategische Industriemärkte hat Sick eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz moderat gesteigert. Der internationale Anbieter von sensorbasierten Automatisierungslösungen konnte in einem turbulentem Marktumfeld seine Position behaupten und mit Sensorlösungen Marktanteile gewinnen. Die Profitabilität bleibt auf niedrigem Niveau.
Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionspläne für das laufende Jahr nach oben angepasst. Die ifo Investitionserwartungen sind im März auf plus 0,2 Punkte gestiegen, nach minus 3,1 Punkten im Dezember 2025.
Der österreichische Schaltgerätehersteller Kraus & Naimer richtet seine Produktionsstruktur in Europa neu aus. In diesem Zuge wird das Produktionswerk von Kraus & Naimer in Deutschland geschlossen.
Endress+Hauser hat 2025 erstmals mehr als vier Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Die erfolgreiche Übernahme der Gasanalyse- und Gasmesstechnik des Sensorherstellers Sick ermöglichte gutes Wachstum. Der Schweizer Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik schuf weltweit neue Stellen und investierte in Rekordhöhe. Den Gewinn hielt das Unternehmen auf solidem Niveau, obwohl starke Währungseinflüsse Umsatz und Ergebnis belasteten.
Der Abschluss der laufenden EU-Freihandelsverhandlungen könnte die Wirtschaft in der EU ankurbeln und die negativen Auswirkungen der US-Zölle ausgleichen. Dies zeigt eine Studie von EconPol Europe. Je nach Detailgrad der neuen Handelsabkommen würde sich die Wertschöpfung in der Industrie dauerhaft um bis zu 1,1 Prozent und die europäische Wirtschaftsleistung um 0,43 Prozent erhöhen.
Die Integration von Robotern spielt weltweit eine Schlüsselrolle, um die industrielle Produktivität zu steigern. Westeuropa installierte 2024 im verarbeitenden Gewerbe einen Rekord von 267 Industrierobotern pro 10.000 Arbeitnehmern und führt damit im internationalen Automationsrennen vor Nordamerika mit 204 Einheiten und Asien mit 131 Einheiten. Das sind Ergebnisse aus dem World Robotics 2025 Berichtsband der International Federation of Robotics (IFR).
Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im März etwas eingetrübt. Der Indikator fiel auf minus 18,7 Punkte, von minus 15,7 Punkten (saisonbereinigt) im Februar. „Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen stiegen dagegen“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Der Produktionsindex für Industrie und Bau stieg nach Berechnungen von Statistik Austria im Jänner 2026 im Vergleich zum Jänner des Vorjahres um 0,3 %. Verglichen mit dem Vormonat Dezember 2025 nahm der Produktionsindex um 0,6 % zu.
Die Konjunktur in Österreich ist anhaltend schwach. Der Wifo-Konjunkturtest vom Februar ergab sogar eine leichte Verschlechterung der Unternehmensstimmung gegenüber dem Vormonat. Die Hoffnung auf einen von der Industrie ausgehenden Aufschwung wurde bisher enttäuscht. Die geopolitische Unsicherheit lähmt die Investitionstätigkeit im Euro-Raum. Dies dämpft auch die Nachfrage nach österreichischen Industriegütern. Der Iran-Krieg trübt die Stimmung zusätzlich.
Die Umsätze im produzierenden Bereich sanken im Jänner 2026 im Vorjahresvergleich um 6,7 %, wie Konjunktur-Frühschätzungen von Statistik Austria zeigen. Der Index der geleisteten Arbeitsstunden fiel im gleichen Zeitraum um 5,3 %, der Beschäftigtenindex ging um 1,6 % zurück.