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Festo betrachtet 2021 als Aufholjahr

Die Festo Gruppe hatte im Geschäftsjahr 2020 pandemiebedingt einen Umsatzrückgang zu verkraften, konnte aber insgesamt mit einem operativen Ergebnis über Vorjahr abschließen. Auch die Belegschaft konnte stabil durch die Krise geführt werden. Nach einem starken ersten Quartal rechnet das Unternehmen für 2021 mit einem Aufholjahr.

Am Stammsitz von Festo in Esslingen spürt man positive Impulse für die Zukunft.

Am Stammsitz von Festo in Esslingen spürt man positive Impulse für die Zukunft.

Dipl.-Ing. Dr. h.c. Oliver Jung
Vorstandsvorsitzender von Festo

„Der Strukturwandel in vielen Branchen ist für uns deutlich spürbar von der Elektronikindustrie über die Elektromobilität bis hin zu LifeTech. Wir verzeichnen eine starke Nachfrage nach Automatisierungslösungen für die Produktion von Elektrofahrzeugen und Fahrzeugelektronik sowie die Batteriefertigung. “

Festo steht wirtschaftlich stabil da und hat die Pandemie bislang gut gemeistert. Die Festo Gruppe hatte im Geschäftsjahr 2020 pandemiebedingt einen Umsatzrückgang von 7,5 % zu verkraften. Der Umsatz lag bei 2,84 Milliarden Euro (Vorjahr 3,07 Milliarden Euro). Insgesamt gelang es aber durch vorausschauende Sparmaßnahmen und Beschäftigungssicherung in 2020 mit einem operativen Ergebnis leicht über Vorjahr abzuschließen. „Damit haben wir unsere Belegschaft sicher durch das Krisenjahr geführt und eine gute Basis geschaffen, um für die wieder anlaufende Weltkonjunktur bereit zu sein. Gleichzeitig gibt es uns den finanziellen Freiraum, auch jetzt in unsere Zukunft zu investieren“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dipl.-Ing. Dr. h.c. Oliver Jung.

Die F+E-Quote des Unternehmens lag, wie im Vorjahr, bei acht Prozent vom Umsatz – das sind wichtige Impulse für die Zukunft. Für 2021 rechnet das Unternehmen mit einem Aufholjahr. „Wir sind gut in das Jahr gestartet, mit einem starken Wachstum im ersten Quartal. Dennoch ist das Pandemieende noch nicht abschätzbar. Wir setzen daher unseren Sparkurs fort. Gleichzeitig investieren wir weiter in unsere Wachstums- und Innovationsstrategie“, bekräftigt Dr. Jung.

Strategie 2025+

Schwerpunkte der Festo Strategie sind Wachstum und Performance, Innovation und Zukunftsmärkte, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sowie Nachhaltigkeit. Zudem setzt Festo auf den „Capability Shift“, die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im digitalen Wandel. „Der Strukturwandel in vielen Branchen ist für uns deutlich spürbar von der Elektronikindustrie über die Elektromobilität bis hin zu LifeTech. Die Elektrifizierung in der Automobilindustrie nimmt gerade massiv Fahrt auf. Wir verzeichnen eine starke Nachfrage nach Automatisierungslösungen für die Produktion von Elektrofahrzeugen und Fahrzeugelektronik sowie die Batteriefertigung. Hinzu kommt ein großer Bedarf nach Qualifizierung im gesamten Spektrum der Elektrifizierung. Dies bietet uns für die nächsten Jahre große Wachstumschancen“, erläutert Dr. Jung.

Der Bedarf an virtuellen Trainings in der Aus- und Weiterbildung (Digital Education) wächst in der Pandemie weltweit. Festo Didactic hat daher vor kurzem eine neue digitale Lernplattform, Festo LX, für den technischen Unterricht erfolgreich auf den Markt gebracht. Einen echten Boom erlebt auch das Geschäftsfeld LifeTech mit Medizintechnik und Laborautomation. Hier gibt es Zuwachsraten von über 100 %. Festo baut daher sein 2018 eröffnetes Technical Engineering Center für LifeTech in Boston, einem der weltweit wichtigsten Entwicklungsstandorte für Life Science, fortlaufend aus, um diesen vielversprechenden Wachstumsmarkt zu erschließen.

Starke Impulse vom österreichischen Markt

Auch in Österreich übertraf der Start ins neue Jahr die Erwartungen – LifeTech inklusive. „Der Start ins neue Jahr war deutlich stärker als erwartet. Aus verschiedenen Branchen gab es spürbar positive Impulse – Automobilindustrie inklusive. Das ist ein wichtiges Signal! Vor uns liegt ein spannendes Jahr, das sehr vom Impffortschritt geprägt sein wird. Der beeinflusst letztendlich auch die Gesamtstimmung bei den Menschen und der Wirtschaft. Grundsätzlich spüren wir jedenfalls, dass die Industrie und der Maschinenbau bereit sind, zwei Gänge höher zu schalten“, beschreibt DI (FH) Rainer Ostermann, Geschäftsführer von Festo Österreich.

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