Networking im Zeichen der Sicherheit

Während man sich anfangs mit entsprechenden Produkten, Schulungen und Beratungsangeboten darauf konzentrierte, ein vermehrtes Bewusstsein für Safety-Belange zu wecken, rücken die „Botschafter der Sicherheit“ von der Firma Pilz mittlerweile verstärkt auch Security-Aspekte in den Fokus der Aufmerksamkeit. Bestes Beispiel dafür ist die Anfang September stattfindende „Safety & Security Network Conference for all Industries“. Bei dieser von Pilz organisierten Veranstaltung werden ebenfalls beide Seiten der „Sicherheits-Medaille“ eingehend beleuchtet. Von Sandra Winter, x-technik

Neuer Name, gleiches Ziel: Bei der von Pilz organisierten Veranstaltung werden beide Seiten der „Sicherheits-Medaille“  – Safety und Security – eingehend beleuchtet.

Neuer Name, gleiches Ziel: Bei der von Pilz organisierten Veranstaltung werden beide Seiten der „Sicherheits-Medaille“ – Safety und Security – eingehend beleuchtet.

Safety & Security Network Conference for all Industries

16. und 17. September 2020

Pilz Österreich trat in den letzten Jahren bereits mehrfach als Organisator einer zweitägigen Fachveranstaltung rund um das Thema Sicherheit in Erscheinung. Die erste damals noch „User Conference“ fand in der SichtBAR der Firma Binderholz im Zillertal statt, die zweite in der ehemaligen Minoritenkirche in Wels. Nun wandert der von Pilz gehostete Sicherheits-Event in Richtung Süden. Denn für die am 16. und 17. September 2020 stattfindende „Safety & Security Network Conference for all Industries” wurde der Grazer Flughafen als Location gewählt.

„Neuer Name, gleiches Ziel“, bringt David Machanek, Vertriebsleiter von Pilz Österreich, kurz und knackig auf den Punkt, worum es bei diesem, unterschiedliche Facetten des Themas Sicherheit beleuchtenden Branchentreff gehen wird. „Wir wollen ein motivierendes und inspirierendes Veranstaltungsformat bieten, das den Teilnehmern einen beträchtlichen Mehrwert für ihr tägliches Tun liefert. An diesen beiden Tagen soll der Austausch von Informationen und Erfahrungen im Vordergrund stehen“, liefert der Mann, der für die Neuausrichtung des Events hauptverantwortlich zeichnete, mit seinem Statement gleich auch eine Begründung dafür, warum bei der dritten Auflage aus der User- eine Network Conference wurde. „Diese Umbenennung verdeutlicht nach außen hin, dass es uns ein Anliegen ist, eine offene Plattform für Safety- und Security-Belange zu schaffen“, erklärt David Machanek. Diese Offenheit in unterschiedlichste Richtungen spiegelt sich nicht nur in einem generell sehr breit gefächerten Vortragsbogen, sondern insbesondere auch in dem neuen Programmpunkt „Start-up Pitch“ wider.

Abwechslungsreicher Vortrags-Mix

Kurzfristige Änderungen könnten sich zwar noch ergeben, aber im Grunde steht das Programm für die „Safety & Security Network Conference for all Industries” bereits. Unter den Vortragenden finden sich auch zwei „Branchen-Fremde“, die das Thema Sicherheit aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten werden: Österreichs prominentester Profiler, der Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller, der in seiner Keynote u. a. die Angst vor der Angst thematisieren wird und Extremsportler Wolfgang Fasching, der in seinem Beitrag laut darüber nachdenken wird, ob extrem und sicher ein ungleiches Paar sind.

Zur Abdeckung des Safety-Parts bittet Pilz u. a. den Ziviltechniker Georg König („Explosionsschutz an Bestandsmaschinen“), den „hauseigenen“ Normenspezialisten Gerhard Stockhammer, der den Customer Support bei Pilz Österreich leitet, sowie Christoph Lorenzutti von PJ Monitoring auf die Bühne. Letzterer wird sich dem Thema „Monitoring und Automation in einem digitalen Gesamtsystem“ widmen und die Vorteile einer automatischen Bremsprobe im Güterwagenverkehr hervorkehren. Er bringt ein konkretes Beispiel dafür, wie es mithilfe moderner Technik abzusichern gelingt, was früher manuell geprüft werden musste. Die erfreuliche Folge dieses Schwenks in Richtung intelligenter Sensorik ist in seinem Anwendungsfall eine Zeitersparnis von bis zu 75 %: Denn mit der PJM-Lösung dauert ein Bremsencheck bei einem 500 Meter langen Güterzugs nur noch zehn statt bisher bis zu 40 Minuten.

„Während es bei Safety-Anwendungen darum geht, Leib und Leben vor den Bedrohungen, die von einem technischen System ausgehen, zu schützen, ist es beim Thema Security genau anders herum: Hier geht die Gefahr von einem menschlichen Angreifer aus“, beschreibt Thomas Brandstetter, geschäftsführender Gesellschafter der Limes Security. Einem Unternehmen, das neben Kübler und Andritz als Sponsor bei der von Pilz organisierten Sicherheitskonferenz auftritt. Er wird in seinem Vortrag u. a. folgende Fragen zu beantworten versuchen: Was sind die typischen Einfallstore? Worauf haben es Angreifer üblicherweise abgesehen? Woran lässt sich frühzeitig erkennen, dass sich ein Virus in den eigenen Systemen eingenistet hat? Mit welchen Schutzvorkehrungen lässt sich ein großflächiges Problem verhindern? „Ich möchte den Veranstaltungsteilnehmern praxiserprobte Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, wie sie sich besser für einen etwaigen Hackerangriff wappnen können – als kleine Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen“, verrät Thomas Brandstetter im Gespräch mit x-technik AUTOMATION. Über konkrete Erfahrungen mit einer Cyberattacke sprechen wird auch Klaus Stark, der bei der Firma Pilz das Innovationsmanagement leitet. Er wird aus der Sicht eines betroffenen Unternehmens erzählen, was es bedeutet, selbst Opfer zu sein: Welche Entscheidungen dann zu fällen sind – z. B. Lösegeld zahlen ja oder nein bzw. was nach einem geglückten Angriff alles getan werden muss, um wieder in die gewohnten produktiven Gänge zu kommen. Einen weiteren Input dazu, wie sich Unternehmen sicherer machen lassen, wird in Graz Dr. Philipp Amann, Head of Strategy des European Cybercrime Centre (EC3) von Europol, liefern.

„Bei der Detailplanung des Veranstaltungsprogramms waren vor allem der Informationsgehalt, die Relevanz und die Aktualität der in Frage kommenden Beiträge die ausschlaggebenden Parameter. Außerdem wollten wir Trends und Zukunftsvisionen ihren eigenen Raum geben“, beschreibt David Machanek abschließend, nach welchen Kriterien die diesjährige Agenda zusammengestellt wurde. Der Spaßfaktor soll bei diesem im Zeichen der Sicherheit stehenden Event übrigens auch nicht zu kurz kommen: Diesbezüglich wird mit überraschenden Rahmenprogramm-Elementen, wie einer Game Zone, vorgesorgt.

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