interview

industry.tech18: Impulse für die Zukunft

Die Auftragsbücher der Maschinenbauer sind gut gefüllt. Alles bereit zum Abheben! Dennoch warnen Experten. Denn in Sachen Investitionen in die Zukunft sind viele Unternehmen zurückhaltend. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, Innovationen ins Haus zu holen. Auf der industry.tech18 erfährt man, welche Trends man unbedingt im Auge behalten sollte. Die Veranstalter des Events, Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich, und Helmut Maier, Geschäftsführer von Sick Österreich, gaben x-technik dazu im Vorfeld Ein- und Ausblicke ...

Veranstalter der industry.tech18: Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich und Helmut Maier, Geschäftsführer von Sick Österreich.

Veranstalter der industry.tech18: Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich und Helmut Maier, Geschäftsführer von Sick Österreich.

Termin: industry.tech18

9. und 10. Oktober 2018
Toscana Congress Gmunden am Traunsee
www.industry-tech.at

Herr Ostermann und Herr Maier, Festo und Sick sind heuer wieder Initiator der industry.tech – was veranlasst Sie dazu, die Fachtagung zu veranstalten?

Rainer Ostermann: Viele Bereiche der Industrie werden durch die Digitalisierung auf den Kopf gestellt. Neue Technologien, neue Ideen und Chancen warten, aber auch neue Herausforderungen. Auf der industry.tech bringen wir sie auf den Punkt.

Helmut Maier: Bei unseren Kundengesprächen treten immer wieder Fragen zu wichtigen Industrie 4.0-Themen auf, etwa zur Blockchain, künstlicher Intelligenz oder der Mensch-Roboter Kollaboration. Dazu möchten wir uns mit unseren Kunden austauschen, gemeinsam Lösungsansätze und Zukunftsvisionen entwickeln. Die industry.tech ist der perfekte Rahmen dafür.

Warum sollte man die Fachtagung keinesfalls versäumen?

Rainer Ostermann: Mit dem World Café bieten wir diesmal ein besonders innovatives Format, das zukunftsinteressierte Spezialisten und Experten auf Augenhöhe zusammenführt. In intensiven Gruppen-Gesprächen an rund zehn Tischen geht es um echte Cases, also konkrete Anwendungen von Industrie 4.0 in der Praxis. Die Teilnehmer können aus den angebotenen Stationen frei wählen und sich so ihr ganz persönliches Tagungsprogramm zusammenstellen.

Helmut Maier: Man kann sich über Zukunftsthemen informieren, eigene Impulse einbringen und sich im World Cafe mit Herstellern und anderen Vertretern der Industrie austauschen. Das ist eine wichtige Referenz, um zu erkennen, wo man selber steht und wie es anderen Unternehmen bei der Umsetzung von Industrie 4.0 geht. Das wichtigste in der Geschäftswelt ist es, nie den Entwicklungen und Innovationen nachzulaufen, sondern diese mitzubestimmen und vom regen Austausch zwischen den Unternehmen zu profitieren.

Was sind die wichtigsten Trends in der Sensorik, die die Zukunft der Fertigung maßgeblich beeinflussen?

Helmut Maier: Der Trend zur Dezentralisierung – immer mehr Intelligenz wandert in den Sensor. Hand in Hand damit gehen Sensor Analytics, denn intelligente Sensoren überwachen nicht nur Prozesse, sondern auch sich selbst. Das eröffnet echten Mehrwert. Ein wichtiger Punkt ist auch Active Connectivity, denn intelligente und flexible Gateways sind unerlässlich für Industrie 4.0. Und natürlich innovative Sicherheitskonzepte, die mit der Produktion 4.0 im Einklang stehen.

Welche Vorteile bringt das für die Anwender, die Maschinenbauer und Konstrukteure?

Helmut Maier: Einen einfacheren Maschinenbau, flexiblere Produktionslinien, schnellere Fehlerbehebung und kürzere Stillstandszeiten. Wir bieten auch branchenspezifische Softwarelösungen zur Prozess- und Datenanalyse – die ideale Basis zur Effizienz- und Qualitätssteigerung. Das sind nur einige Beispiele. Unser Experte, Rene Pfaller, wird im World Café auf der industry.tech aufzeigen, was heute schon alles möglich ist. Der Mehrwert durch Smart Sensor Solutions und dezentrale Intelligenz stehen dabei im Fokus.

Ist Industrie 4.0 schon Wirklichkeit – wie digital ist die Automation heute?

Rainer Ostermann: Vieles ist schon möglich – vieles ist gerade im Entstehen. Die Technologien haben sich in den letzten Jahren unglaublich weiterentwickelt. Dabei wird immer öfter über Hersteller-Grenzen hinaus gedacht. Stichwort Vernetzung. Die Fertigung und jede Maschine in ihr werden immer mehr zu einem „Internet of Things“. Das verlangt nach offenen Schnittstellen und gemeinsamen Standards. Diese Vernetzung betrifft aber nicht nur Technologien, sondern auch die Zusammenarbeit von Unternehmen. Kooperationen und das Schaffen gemeinsamer Lösungen werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Darum vernetzen wir uns auf der industry.tech.

Alles digital? Wie steht es um das App-Angebot bei Sick?

Helmut Maier: Intelligente Softwaretools, leistungsfähige, programmierbare Geräte und eine dynamische Entwickler-Community bilden die Grundlage für die individuellen Sensorlösungen der Zukunft. Der Sick AppSpace ist das virtuelle Umfeld dafür. Mit ihm können smarte Sensoren, Kamerasysteme und Gateways individuell programmiert werden. Ein wichtiger Baustein, um kundenspezifische Applikationen rasch und einfach umzusetzen. Erfahrungen, die mit der Entwickler-Community von Sick geteilt werden können. Das eröffnet völlig neue Ansätze bei der Automatisierung und neue Formen der Zusammenarbeit.

Und was tut sich in Sachen Apps bei Festo?

Rainer Ostermann: Apps werden immer mehr in den Fokus rücken – sie weisen standardisierter Hardware individuelle Funktionen zu. Das ist der Schlüssel zu wirklich adaptiven Lösungen und damit zu höchster Flexibilität. Das vor Kurzem präsentierte Motion Terminal und unsere rasch wachsende App World sind die besten Beispiele dafür – sie haben die Pneumatik in die digitale Zukunft katapultiert. Und ab Herbst wird die vorbeugende Anlagenwartung noch digitaler – mit Smartenance präsentieren wir eine App, die die Planung und Dokumentation der Wartung deutlich einfacher macht.

Was sind für Sie dringliche Themen in Sachen Industrie 4.0 – wo sehen Sie besonderen Handlungsbedarf?

Rainer Ostermann: Viele Maschinenbauer stehen in der Startposition für Industrie 4.0. Aber sind sie wirklich bereit für den „Take Off“? Sind sie fit, wenn es um Digitalisierung und neue Technologien geht? Die Ermittlung des Industrie 4.0-Reifegrads ist ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Dabei ist nicht nur eine Innensicht, sondern auch der kritische Blick von außen gefragt. Peter Hladik, unser Didactic-Experte, zeigt auf der industry.tech18, wie das geht – nicht nur theoretisch, sondern praktisch.

www.industry-tech.at

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