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Trendbarometer Industrie 2013

Festo präsentiert bereits zum vierten Mal das "Trendbarometer Industriebetriebe". Nach den Umfragen 2006 und 2008, die sich dem Schwerpunkt „Einsparpotenziale in der Industrie“ widmeten und der Untersuchung 2011 zur Frage „Mitarbeiter – Aus- und Weiterbildung in der Industrie“ heißt das Leitthema heuer „Wachstum – aber wie?“.

Für die Umfrage hat das von Festo beauftragte Gallup Institut Interviews mit Vertretern aus 200 Industriebetrieben in Österreich geführt. Gefragt nach der aktuellen Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein tendenziell ausgewogenes Bild. 23 % der Befragten geben „besser als im Vorjahr“ an, 22 % schlechter und 55 % etwa gleich. Immerhin 43 % erwarten ein Wachstum mit durchschnittlich 7,25 %.

Für das geplante Wachstum sehen rund 2/3 neue Märkte und Produkte, ca. 1/3 Veränderungen bei Produktion und Mitarbeiterqualifikation, 96 % der Produktionsleiter und 66 % der Geschäftsführer im Produktionsprozess einen Schlüsselfaktor. Geht man vom Denkmodell des „Toyota-Produktionssystems“ aus, so liegt das Verhältnis von Wertschöpfung zu Verschwendung bei 1:9. Das heißt rund 10 % der Aktivitäten im Unternehmen sind wertschöpfend und 90 % Verschwendung. Es schlummern also erhebliche Potenziale in der Produktion, die zumindest teilweise durch Optimierungen frei gemacht werden könnten. Immerhin sehen auch 71 % der Befragten die Restrukturierung des Produktionsprozesses als Möglichkeit zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. Mitarbeiterqualifikation, Einsatz neuer Technologien und Prozessoptimierung zählen dabei zu jenen Maßnahmen, mit denen die Restrukturierung optimal umzusetzen ist. Es gilt daher, das Mitarbeiterpotenzial optimal zu nutzen und den Einsatz neuer Technologien zu forcieren.

Für rund 54 % ist der Technikermangel ein Problem. Drei Viertel der Unternehmen investieren in die Qualifizierung bestehender Mitarbeiter. 39 % arbeiten mit Leihpersonal, 29 % wollen Mitarbeiter aus jüngeren EU-Ländern aufnehmen, 24 % suchen ihre Techniker in Nicht-EU-Ländern.

Kostenfaktor Energie und das Bundes-Energieeffizienzgesetz

2/3 der Befragten ist das Bundes-Energieeffizienzgesetz völlig unbekannt, die Wenigsten können dessen Auswirkungen abschätzen. Thomas Müller, zertifizierter Energiebeauftragter bei Festo Österreich, erläutert dazu: „Rund 2/3 des in der Industrie verbrauchten Stroms entfallen auf elektrische Antriebe. Die Wahl der richtigen Antriebe und ihre Optimierung tragen also maßgeblich zum Energiesparen bei“.

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