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Partnerwahl ist Zukunftswahl

Reizthema „Verblendung“

Scharf beobachtend, genau  hinterfragend und kritisch –  T&G-Geschäftsführer Ing. Harald Taschek zeigt sich in diesem Gast-kommentar von seiner „provokanten“ Seite.

Scharf beobachtend, genau hinterfragend und kritisch – T&G-Geschäftsführer Ing. Harald Taschek zeigt sich in diesem Gast-kommentar von seiner „provokanten“ Seite.

Es sind die inneren Werte, die zählen. Klar, wissen wir alle. Trotzdem hat sich wohl jeder von uns schon einmal von diversen Äußerlichkeiten blenden lassen: Vom „Coolness-Faktor“ einer Technologie, die gerade gehypt wird und die sich beispielsweise mit einer Augmented Reality Show besonders eindrucksvoll in Szene setzen lässt. Von der Attraktivität einer bestimmten Funktionalität, die wir unbedingt haben wollen, obwohl sie für das große Ganze eigentlich unbedeutend ist. Oder von verheißungsvollen Versprechungen, die angeblich unsere geheimsten Wünsche und Sehnsüchte wahr werden lassen.

Aber Vorsicht: Falle! Ähnlich wie bei privaten Entscheidungen sollten wir auch bei beruflichen Belangen die berühmt-berüchtigte rosa Brille am besten gar nicht erst aufsetzen oder zumindest rechtzeitig abnehmen bevor wir „zum Traualtar“ schreiten – denn Partnerwahl ist Zukunftswahl. Ein schwacher Moment zum falschen Zeitpunkt oder in die falsche Richtung kann lebenslang nachwirken. Aber wie trennen wir nun die Spreu vom Weizen? Wie schützen wir uns vor voreiligen Entschlüssen? Und wie erkennen wir, was auch langfristig gut und richtig ist für uns? Die beruhigende Nachricht: Meist offenbart sich bereits bei einer eingehenden Betrachtung nach objektiven Gesichtspunkten, welche Investition wohl eher ein Fehler wäre und welche nicht.

Das „Kleingedruckte“ lesen

Derzeit sind viele Unternehmen dabei, ihre Weichen in Richtung Industrie 4.0 zu stellen. Eine besonders rege Nachfrage herrscht nach IoT-Lösungen, wie eine aktuelle Bain & Company-Studie bestätigt: 60 Prozent der befragten Industriekunden wollen spätestens 2020 erste Implementierungen vornehmen. Allerdings sei in den meisten Fällen noch nicht entschieden, mit welchem Anbieter. Bekanntermaßen gibt es viele, die dieses Rennen machen wollen. Auch von IBM, Amazon oder Microsoft selbst wird um die Gunst von Firmenkunden gebuhlt. Aber wer ist denn „wirklich“ der richtige Partner für so etwas? Wer hat die entsprechenden Ressourcen und das erforderliche Know-how, um bei unterschiedlichsten Belangen ein kompetenter und zuverlässiger Begleiter zu sein – bei Produkten und Services, bei Hard- und Software, bei der Umsetzung eines Security by Design Prinzips bzw. eines Defense in Depth-Ansatzes? Ein gut gemeinter Ratschlag von meiner Seite: Vergleichen Sie, sehen Sie wirklich genau hin und lesen Sie auch das „Kleingedruckte“!

Grundsätzlich gilt es beim Thema IIoT den Spagat zu schaffen zwischen zwei Anforderungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite wird nach größtmöglicher Offenheit und einer problemlosen Unterstützung unterschiedlichster Formate, Standards und Schnittstellen verlangt, auf der anderen Seite muss alles, vom einzelnen Edge Controller bis zur gesamten Netzwerkkommunikation, vollkommen „dicht“ gemacht werden – Stichwort Cyber Security. Alleine in den Update-Mechanismen für unsere Field Agents stecken viele Mannjahre Entwicklungsleistung, von denen Predix-User vollautomatisch profitieren.

Bei den Analysten von Forrester Research konnte Predix vor allem mit seinen Fernüberwachungsqualitäten, mit fortschrittlichen Predictive- und Edge-Analysen und mit einer ausgereiften Digital-Twin-Funktionalität punkten. Denn IoT-Plattform ist definitiv nicht gleich IoT- bzw. IIoT-Plattform. Die Unterschiede liegen in den Details. Es stecken auch unterschiedliche Interessen dahinter. Deshalb sollte man bei der Auswahl einer passenden Lösung nicht nur die „technischen“ Faktoren wie die vorhandenen Datenverarbeitungs- und Analysefähigkeiten bzw. mit Blick auf die Zukunft allfällige Erweiterungs-, Konnektivitäts- und Absicherungsmöglichkeiten im Auge behalten, sondern auch das Rundherum: Wer ist oder sind die Treiber dieser Lösung? Versucht eine Firma einen Alleingang oder ziehen gleich mehrere „Player“ an einem gemeinsamen Strang?

Hinter Predix steht nicht nur GE, sondern ein weitreichendes Ökosystem, das sich aus industrieübergreifend kooperierenden, erfahrenen Partnern und bewährten Open Source-Technologien zusammensetzt. Außerdem gibt es eine breite „Community“, die ihre IoT- bzw. Predix-Erfahrungen gerne mit anderen teilt. Dieser Austausch erfolgt in diversen Foren, Blogs oder auf Veranstaltungen. Manch einer entwickelt sogar geprüfte Basisbausteine für bestimmte Anwendungen, sogenannte Microservices, für die Allgemeinheit. Solche „Apps“ sind dann gegen eine entsprechende Nutzungsgebühr zu haben.

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