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Ist Geiz (noch) geil?

Die Welt, wie wir sie kennen, wurde in den letzten Monaten in ihren Grundfesten erschüttert. Ein neuartiges Virus machte nicht nur den bestehenden Gesundheitssystemen, sondern auch der globalen Wirtschaft massiv zu schaffen. Und wie es aussieht, werden uns die Auswirkungen der Corona-Krise über einen längeren Zeitraum hinweg begleiten. Aber wie gehen wir mit dieser Herausforderung um? Machen wir weiter wie gehabt oder brechen wir in eine andere, „nachhaltigere“ Richtung auf? Von Harald Taschek, Geschäftsführer der T&G Automation GmbH

Harald Taschek, Geschäftsführer der T&G Automation GmbH: „Ich bin überzeugt davon, dass auf lange Sicht nur die wahren, auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichteten Werte zählen.“

Harald Taschek, Geschäftsführer der T&G Automation GmbH: „Ich bin überzeugt davon, dass auf lange Sicht nur die wahren, auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichteten Werte zählen.“

„Nach über einem Jahrzehnt der Hochkonjunktur steuern wir nun in ein Jahrzehnt der Besinnung“, heißt es in einer aktuellen Analyse von Advicum Consulting. In so einer herausfordernden Phase brauche es wieder „echtes Unternehmertum“, meinen die Wiener Unternehmensberater. Aber was bedeutet das? Was ist der Maßstab für Erfolg? Das Erzielen schneller bzw. maximaler Gewinne oder das Erreichen von Operational Excellence entlang der gesamten Wertschöpfungskette?

Laut einer Accenture-Umfrage aus dem Jahre 2019 könnte die „Geiz-ist-geil-Bewegung“ künftig sukzessive an Anhängern verlieren. Denn angeblich gibt es immer mehr Menschen, die bereit sind, mehr Geld in die Hand zu nehmen, wenn Produkte nachhaltig produziert werden. Trotzdem geben mir momentan Schlagzeilen wie „Kaufanreize für Autos“ oder „Preisdumping bei Lkw-Transporten“ sowie Medienberichte über Gehälter für Vollzeitmitarbeiter, die maximal für ein Leben an der Armutsgrenze reichen, zu denken. Torpediert nun die Corona-Krise das Streben nach mehr Nachhaltigkeit? Wird sie etwa gar als Ausrede benutzt, um alte Strukturen zu bewahren? Ich hoffe nicht, denn jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, um uns von den Fesseln des grenzenlosen (Mengen- und Volumen-)Wachstums zu befreien und unser Handeln und Wirtschaften neu zu definieren. Zumal die Möglichkeiten dafür dank moderner Technologien – Stichwort Industrie 4.0/Digitalisierung – besser denn je sind.

Optimierung als Prozess

Wie uns die Corona-Krise sehr deutlich vor Augen führte, kann von heute auf morgen alles anders sein. Demzufolge sind Prognosen für die Zukunft mit extremen Unsicherheiten behaftet und nur mit großen Unschärfen zu erstellen. Eines scheint aber gewiss zu sein: Dass wir nicht ewig so weitermachen können wie gehabt. Denn spätestens dann, wenn die Politik auf nationaler und/oder EU-Ebene tatsächlich ernst macht mit jenen Vorhaben, die bereits kommuniziert wurden – wie z. B. Green Deal, CO2-Bepreisung, Investitionen und Förderungen in Richtung Nachhaltigkeit – geraten Unternehmen sehr schnell unter Zugzwang, entsprechende Programme und Lösungen zu forcieren. Zur Erreichung einer Operational Excellence gilt es aber nicht nur solche regulatorischen Vorgaben zum Schutz der Umwelt zu erfüllen und die Effizienz zu steigern, sondern auch die Kundenbindung zu stärken, die eigene Marke bzw. den eigenen Ruf zu schützen und auszubauen sowie eine langfristige Rentabilität zu gewährleisten. In Summe geht es also um eine möglichst holistische Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette und darum, Optimierung als kontinuierlich ablaufenden Prozess zu verstehen.

T&G durfte bereits zahlreiche Kunden mit einem entsprechenden Produkt- und Beratungsangebot bei der Verbesserung ihrer Abläufe unterstützen. Bei einem großen Getränkehersteller wurde mittels unserer OpEx (Operational Excellence)-Lösung eine validierte Stillstandserfassung realisiert und mit Auftragsdaten verlinkt, um eine akkurate OEE Erfassung und Auswertung zu erhalten. In weiterer Folge wurde die automatische Beauftragung der Instandhaltung in die Lösung integriert und damit eine schnellere Problembehebung und eine verbesserte Datenqualität gewährleistet. Mittels Barcodeprüfung wird garantiert das richtige Produkt in die richtige Verpackung gefüllt. Eine automatische Prozessdatenerfassung erlaubt das Protokollieren von qualitätsspezifischen Prozesswerten in der Kundendokumentation aus einem einzigen System. Zusätzlich werden die verschiedensten Informationen auf Großbildschirmen für die Mitarbeiter leicht verständlich dargestellt. Die Integration weiterer Anlagen, Bereiche und Funktionen sind als nächste Schritte geplant – das heißt die Reise in Richtung Operational Excellence bei diesem Kunden geht Step by Step weiter.

Und auch wir als T&G stehen nicht still: Wir arbeiten laufend daran, dass wir einen perfekten Mix aus Hardware, Software und Brainware (Beratung und Know-how) anbieten können. Schließlich sind wir überzeugt davon, dass auf lange Sicht nur die wahren, auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichteten Werte zählen!

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