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Umsatz im produzierenden Bereich im Jänner 2025 um 3,9 % gesunken
Die Umsätze im produzierenden Bereich sanken laut Konjunktur Frühschätzungen von Statistik Austria im Jänner 2025 im Vergleich zum Jänner des Vorjahres um 3,9 %. Der Index der geleisteten Arbeitsstunden ging im gleichen Zeitraum um 3,8 % zurück, der Beschäftigtenindex um 1,4 %.
Der Maschinenbau schwächelt und die Zahlen sprechen für sich: Auf den Aufschwung wartet die Industrie. (Bild AdobeStockAnastasiia)
„Österreich steckt seit knapp zwei Jahren in einer tiefen Industrierezession. Zu Jahresbeginn 2025 sind die Umsätze in Industrie und Bau weiter zurückgegangen. Im Jänner hat der gesamte produzierende Bereich laut einer ersten Schätzung um 3,9 % weniger Umsatz erwirtschaftet als ein Jahr zuvor. Dabei waren die Industrieumsätze um 4,2 % geringer als im Jänner 2024, während es im Bau nur ein kleines Minus von 0,4 % gab.
Die Beschäftigung im produzierenden Bereich verringerte sich im Jänner um 1,4 % und das Arbeitsvolumen sank um 3,8 %“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Die Frühschätzung für Jänner 2025 zeigt im Vergleich zum Jänner 2024 Umsatzrückgänge von 4,2 % in der Industrie sowie ein Minus von 0,4 % im Baubereich. Die geleisteten Arbeitsstunden in der Industrie sanken im Vorjahresvergleich um 4,0 %, im Bau ebenfalls um 3,4 %. Der Beschäftigtenindex für die Industrie wies ein Minus von 1,7 % auf, im Bau sank die Beschäftigung um 0,4 %.
November 2024: rückläufiger Umsatz im produzierenden Bereich
Den vorliegenden nominellen Daten für November 2024 liegen die Ergebnisse von 82 212 Unternehmen des gesamten produzierenden Bereichs (Sachgüterbereich und Bau) zugrunde. Diese realisierten mit 1.018.260 unselbständig Beschäftigten (−1,8 % im Vergleich zu November 2023) Umsatzerlöse in Höhe von 34,0 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominellen Umsatzminus von 7,9 % (arbeitstägig bereinigt: −5,6 %) im Vergleich zu November 2023. Der Umsatz im Sachgüterbereich lag nominell gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls im Minus (−9,2 % auf 27,6 Mrd. Euro). Im Bau lag der Umsatz im November 2024 mit 6,5 Mrd. Euro um 2,1 % unter dem Vorjahreswert.
Produktionsminus im Sachgüterbereich im November 2024
Im Vergleich zum November 2023 verringerte sich der abgesetzte Produktionswert im gesamten Sachgüterbereich (Abschnitte B bis E der ÖNACE 2008) im November 2024 nominell um 9,3 % auf 27,1 Mrd. Euro. Die Mehrzahl der zehn größten Abteilungen des Sachgüterbereichs entwickelten sich nominell negativ im Vergleich zum Vorjahresmonat (siehe Tabelle 3). Besonders deutlich fielen die Rückgänge in der Energieversorgung aus (−21,4 % auf 6,2 Mrd. Euro), wobei die nominelle Entwicklung auch durch die sinkenden Energiepreise geprägt war.
Maschinenbau schwächelt
Besonders starke absolute Produktionsrückgänge gab es außerdem im Maschinenbau (−13,0 % auf 2,5 Mrd. Euro), der Herstellung von Metallerzeugnissen (−7,2% auf 1,6 Mrd. Euro), der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (−7,3% auf 1,2 Mrd. Euro) sowie der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (−7,2 % auf 0,9 Mrd. Euro). Lediglich die Bereiche Getränkeherstellung (+4,3 % auf 0,8 Mrd. Euro), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+1,5 % auf 1,8 Mrd. Euro) sowie Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel; +0,8 % auf 0,9 Mrd. Euro) konnten einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen.

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