anwenderreportage

VEGA Grieshaber VEGAPULS C 21/C 22: Sichere Messwerte trotz beengter Verhältnisse

Im weitläufigen Gebiet des Abwasserverbands AIZ sorgen jede Menge Pumpen dafür, dass das Abwasser in die richtigen Kanäle und letztendlich sicher zur Kläranlage geleitet wird. Damit sich die Pumpen zum richtigen Zeitpunkt in Bewegung setzen, liefern Füllstandsensoren von Vega zuverlässige Messwerte.

Das Versorgungsgebiet des Abwasserverbands Achental – Inntal – Zillertal (AIZ) umfasst 32 politische Gemeinden. Das Kanalnetz ist ca. 161 km lang.

Das Versorgungsgebiet des Abwasserverbands Achental – Inntal – Zillertal (AIZ) umfasst 32 politische Gemeinden. Das Kanalnetz ist ca. 161 km lang.

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Aufgabenstellung: Füllstandmessung in Pumpenschächten eines Abwasserverbands.

Lösung: VEGAPULS C 21/C 22 Füllstandsensoren von Vega.

Nutzen: Exakte Messergebnisse selbst bei schwierigen Bedingungen, wartungsfrei, einfache Handhabung und unkomplizierter Einbau.

Achental, Inntal, Zillertal – die am nördlichen Alpenrand gelegenen Tiroler Täler sind bei Touristen ausgesprochen beliebt. Die einzigartige Natur und idyllische Lage ziehen jedes Jahr rund 8,5 Millionen Gäste an. Unzählige Hotels, Pensionen und Restaurants, aber auch Kleinbetriebe wie Sennereien oder Joghurthersteller sorgen dafür, dass sich die Gäste rundum wohlfühlen.

Kläranlagen stehen jedoch vor einer besonderen Situation. Das Abwasser besitzt einen hohen Fettanteil. Dies zu reinigen und aufzubereiten, ist technologisch zwar kein Problem, für Füllstandsensoren ist das Umfeld dennoch herausfordernd.

Die Füllstandsensoren VEGAPULS C 21/C 22 verrichten u. a. in den Pumpenschächten des Abwasserverbands AIZ zuverlässige Messdienste.

Die Füllstandsensoren VEGAPULS C 21/C 22 verrichten u. a. in den Pumpenschächten des Abwasserverbands AIZ zuverlässige Messdienste.

Infos zum Anwender

Der AIZ-Abwasserverband ist als Körperschaft öffentlichen
Rechts nach den Bestimmungen des Wasserrechtsgesetzes
im Jahr 1979 gegründet worden und hat den Zweck die Gewässerreinhaltung und den Grundwasserschutz im Verbandsgebiet sowie in den empfangenden Wassersystemen (Inn, Donau, Schwarzes Meer) nachhaltig zu verbessern. Das Versorgungsgebiet des Abwasserverbandes Achental – Inntal – Zillertal umfasst 32 politische Gemeinden. Das Kanalnetz des Verbands ist ca. 161 km lang.

Eins mit der Natur

Dabei spielt eine exakte Füllstandmessung in der Abwasseraufbereitung eine wesentliche Rolle. Diese Werte bilden u. a. die Basis für die Pumpensteuerungen. Schließlich wird in der Kläranlage nicht nur das Abwasser der Gäste aufbereitet, sondern auch das Abwasser der ca. 53.000 ständigen Einwohner in weiteren 32 Gemeinden. Letztere sind dem Abwasserverband Achental – Inntal – Zillertal, kurz AIZ, ebenfalls angeschlossen. „Alles in allem bereiten wir zehn Millionen Kubikmeter Abwasser pro Jahr auf“, klärt Josef Brandacher, der beim AIZ zuständig für die Messtechnik ist, auf. „Die Natur ist unser höchstes Gut, daher ist es die Aufgabe des AIZ-Abwasserverbands, dafür zu sorgen, dass die Abwassersammlung und -ableitung sowie die anschließende Reinigung des Abwassers umweltverträglich und ökonomisch sinnvoll erfolgt.“

Das Abwasser wird dem Klärwerk Strass über ein 161 km langes Kanalnetz und vierzehn über das Verbandsgebiet verteilte Pumpwerke zugeführt. „Dank modernster und verfahrenstechnisch fortschrittlichster Anlagen erreichen wir dabei sogar im gesamteuropäischen Umfeld absolute Spitzenleistungen“, erklärt Brandacher stolz. So konnte der Gesamtenergieverbrauch der Kläranlage trotz steigender Belastungen seit dem Jahr 2003 merklich gesenkt werden. Der spezifische Energieverbrauch in kWh pro Einwohner und Jahr wurde durch diese Verbesserungen von anfänglich 30 kWh auf ca. 20 kWh reduziert.

Damit diese Leistungen erreicht werden, benötigen die Betreiber zuverlässige und vor allem genaue Messwerte. Bei den Größen Druck und Füllstand entschied man sich schon vor Jahrzehnten für Sensoren des Schiltacher Unternehmens Vega. „Wir arbeiten seit 1989 mit Vega zusammen und einige der damals eingebauten Druckmessumformer funktionieren immer noch reibungslos“, so die Erfahrung von Brandacher. „Besonders schätzen wir an der Zusammenarbeit, dass sich immer sofort jemand kümmert, wenn ein Problem auftritt.“

In Pumpenschächten gibt es allerhand Widrigkeiten, denen Füllstandsensoren zu trotzen haben: Aerosole, Feuchtigkeit, Kälte, Verschmutzungen etc. und natürlich einen hohen Fettanteil.

In Pumpenschächten gibt es allerhand Widrigkeiten, denen Füllstandsensoren zu trotzen haben: Aerosole, Feuchtigkeit, Kälte, Verschmutzungen etc. und natürlich einen hohen Fettanteil.

Auf dem Weg zur Kläranlage

Im Verbund werden die Abwässer über Kanäle gesammelt und vom Sammelbecken zur Kläranlage Strass geleitet. Insgesamt gibt es im Verbund etwa 100 Pumpwerke, in denen verschiedenste Füllstandsensoren eingebaut sind. Diese überwachen den Füllstand – je nach Pumpwerk bei etwa 50 cm und einem Meter – und setzen die Pumpen je nach Grenzwert in Gang. „Die Pumpwerke laufen manchmal nur zwei- bis dreimal am Tag an, manchmal jedoch auch 50-bis 60-mal“, erklärt Brandacher.

In vielen dieser Schächte ist aus Gründen des Explosionsschutzes der VEGAPULS WL 61 eingebaut. Dieser Sensor gilt als Allrounder im Wasser- und Abwasserbereich. Das Einsatzspektrum des auf die Wasser- und Abwassermessung spezialisierten Radarsensors reicht von der Füllhöhenmessung im Pumpenschacht über die Durchflussmessung in offenen Gerinnen bis hin zur Pegelmessung von Flüssen und Seen oder zur Pegel- und Abschlagsmengenmessung im Regenüberlaufbecken (RÜB). Bewährt hat er sich vor allem durch seine Robustheit: Die Messung wird weder von schwankenden Medieneigenschaften noch von wechselnden Prozessbedingungen wie Temperatur und Druck beeinflusst. Zudem sorgt das überflutungssichere IP68-Gehäuse für einen wartungsfreien Dauerbetrieb.

Selbst bei Schaum und bei Anhaftungen an der Schachtwand arbeiten die Vega-Sensoren zuverlässig.

Selbst bei Schaum und bei Anhaftungen an der Schachtwand arbeiten die Vega-Sensoren zuverlässig.

Neuer Sensor im Einsatz

Obwohl der VEGAPULS WL 61 sehr geschätzt wird, wollte man die neuen kompakten Radarsensoren VEGAPULS C 21/C 22 ausprobieren. „Wir waren schon neugierig. Die Sensoren sind preislich sehr interessant und im Abwasserbereich benötigen wir immer häufiger kontinuierliche Füllstandwerte, gerade bei einfachen Anwendungen“, so Brandacher.

Die neue Kompaktserie gehört seit Anfang des Jahres zur Produktpalette der Radarsensoren von Vega. Die Sensoren sind für einfache berührungslose Füllstandmessungen gedacht, in denen eine hohe Schutzart erforderlich ist. Sie eignen sich besonders zur Verwendung in der Wasseraufbereitung, in Pumpstationen sowie Regenüberlaufbecken, zur Durchflussmessung in offenen Gerinnen und der Pegelüberwachung. Der Sensor liefert exakte Messergebnisse unabhängig von Medium, Prozess- und Umgebungsbedingungen, ist wartungsfrei und bietet daher eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Auch dieser Sensor beruht auf der 80 GHz-Radar-Technologie von Vega, die seit mehreren Jahren die Füllstandmessung revolutioniert hat. Zu verdanken ist dies dem äußerst schmalen Messwinkel, so dass selbst in beengten Messsituationen, bei vielen Einbauten oder in extrem schmutzigen Umgebungen sehr exakte Messergebnisse möglich sind.

Genau solche Umgebungen liegen in den beiden Pumpenschächten in Hart und in Buch im Zillertal vor. „In den Pumpenschächten gibt es eigentlich alle Widrigkeiten, die man sich vorstellen kann. Aerosole, Feuchtigkeit, Kälte, Verschmutzungen etc. und natürlich der hohe Fettanteil“, zählt Brandacher auf. In Hart hat der Pumpenschacht einen Querschnitt von etwa 3 x 2,5 Metern mit einer Tiefe von vier Metern. In Buch gibt es einen Rundschacht mit einem Durchmesser von zwei Metern und einer Tiefe von 5,5 Metern. Hier ist die Situation besonders schwierig, da dort eine geringe Einstauhöhe vorliegt. Die Pumpe ist quasi im Dauereinsatz und muss bis zu 100 Mal am Tag ihren Dienst tun. Ein idealer Einsatzort für die neue Sensorserie VEGAPULS C 21/C 22. Selbst bei Schaum, von dem es im AIZ nun einmal jede Menge gibt, und bei Anhaftungen an der Schachtwand arbeiten die Sensoren zuverlässig.

Beide Sensoren sind seit März 2020 im Einsatz und liefern ohne Probleme kontinuierlich die entsprechenden Daten. Eine Entwicklung, die ganz im Sinne von Brandacher ist: „Sensoren sollen messen und nichts anderes.“ Auch der Einbau gestaltete sich sehr unkompliziert. Die Sensoren lieferten vom Start weg die gewünschten Messwerte. „Der neue Sensor ist natürlich gerade wegen seiner Einfachheit und der leichten Parametrierung besonders interessant. Um die Füllstandmessung müssen wir uns nicht weiter kümmern, sondern können uns mit anderen Aufgaben beschäftigen. Gerade diesen Aspekt hat Vega schon immer sehr gut verstanden und richtig gut in Messtechnik umgesetzt“, sagt Josef Brandacher abschließend.

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