veranstaltung

Rückblick auf die Robotertechnologietage 2025 bei Schunk in Allhaming

Die diesjährigen Robotertechnologietage – Gripping meets Robotics (GMR) 2025 bei der Schunk Intec Österreich in Allhaming standen ganz im Zeichen der Zukunft: „Smarte Automatisierungslösungen mit Robotik und KI-Unterstützung“. Zwei Tage lang drehte sich alles um intelligente Robotiksysteme, die Verschmelzung von KI mit realen Produktionsprozessen und die Frage, wie sich Industrie 4.0 zunehmend zur Industrie mit Köpfchen entwickelt.

Schunk-Geschäftsführer Christian Binder (rechts) und Moderator Wolfgang Steiner eröffneten die GMR 2025 in Allhaming. Im Jubiläumsjahr präsentierte sich die Veranstaltung als fachlich anspruchsvolle Plattform für smarte Automatisierung und KI-gestützte Robotik. (Bilder: x-technik)

Schunk-Geschäftsführer Christian Binder (rechts) und Moderator Wolfgang Steiner eröffneten die GMR 2025 in Allhaming. Im Jubiläumsjahr präsentierte sich die Veranstaltung als fachlich anspruchsvolle Plattform für smarte Automatisierung und KI-gestützte Robotik. (Bilder: x-technik)

Die Robotertechnologietage standen heuer unter einem doppelten Jubiläum: 10 Jahre GMR und 25 Jahre Schunk Österreich. Was vor einem Jahrzehnt als produktbezogene Informationsveranstaltung begann, hat sich längst zu einer hochkarätigen Technologietagung entwickelt. „Wir haben die GMR vor zehn Jahren mit der Idee gestartet, den Robotikherstellern, Systemintegratoren und Anwendern eine Plattform für Austausch und Innovation zu bieten. Heute ist daraus eine etablierte Fachkonferenz geworden, die technische Tiefe, Praxisnähe und Zukunftsvision vereint“, beschreibt Christian Binder, Geschäftsführer von Schunk Intec Österreich, die Entwicklung.

Auch Moderator Wolfgang Steiner vom Mechatronik-Cluster der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur beschreibt treffend: „Was vor zehn Jahren mit der Frage begann, ob kollaborative Robotik die Zukunft ist, hat sich zu einer Veranstaltung entwickelt, die zeigt, welches Potenzial heute in der Robotik und in ihren Anwendungen steckt.“

Schunk zeigt am Standort in Allhaming, wie intelligent vernetzte Systeme, modulare Greiftechnik und KI-Unterstützung heute Hand in Hand gehen.

Schunk zeigt am Standort in Allhaming, wie intelligent vernetzte Systeme, modulare Greiftechnik und KI-Unterstützung heute Hand in Hand gehen.

KI in der Praxis

Zentrales Leitthema der diesjährigen Veranstaltung: „Smarte Automatisierungslösungen mit Robotik und KI-Unterstützung“ – ein Themenkomplex, der sich wie ein roter Faden durch die Vorträge und Diskussionen zog. Mit über 20 Fachvorträgen, Live-Demonstrationen und einer Vielzahl an Best-Practice-Beispielen bot die Veranstaltung erneut eine einzigartige Plattform für Technologieaustausch, Networking und Inspiration. Namhafte Unternehmen aus der Automatisierungs-, Maschinenbau- und Robotikbranche präsentierten zukunftsweisende Ansätze, wie Künstliche Intelligenz Prozesse sicherer, effizienter und flexibler gestalten kann.

Edmund Jenner-Braunschmied, CEO der Nordfels GmbH, erläuterte in seinem Vortrag, wie KI-gestützte Systeme in der End-of-Line-Qualitätssicherung Ausschuss deutlich reduzieren und Effizienz in der Serienfertigung steigern.

Edmund Jenner-Braunschmied, CEO der Nordfels GmbH, erläuterte in seinem Vortrag, wie KI-gestützte Systeme in der End-of-Line-Qualitätssicherung Ausschuss deutlich reduzieren und Effizienz in der Serienfertigung steigern.

Von der Qualitätssicherung bis zum autonomen Greifen

Schon die ersten Vorträge zeigten, dass KI in der industriellen Fertigung längst keine Zukunftsmusik mehr ist. Edmund Jenner-Braunschmied (Nordfels GmbH) demonstrierte eindrucksvoll, wie Maschinelles Lernen in der End-of-Line-Qualitätssicherung den Ausschuss drastisch reduziert. Kameragestützte Systeme erkennen Abweichungen und Fehler selbstständig – ein Paradebeispiel für KI als Werkzeug zur Effizienzsteigerung.

DI Christoph Pimminger (flexSolution GmbH) zeigte in seinem Vortrag „Smart Factory“ auf, wie Maschinen, Systeme und Daten nahtlos miteinander agieren können. Vernetzung und Datenintegration sind der Schlüssel, um Fertigungslinien intelligent zu steuern und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Auch Daniel Schöpf (automation.eXpress GmbH) knüpfte daran an: Mit dem Konzept AX Intelligence präsentierte er smarte Automatisierung als Weg zu maximaler Effizienz und Flexibilität – ein Schritt hin zu vollständig selbstoptimierenden Produktionssystemen.

Ein ABB GoFa kollaborativer Roboter demonstriert seine Flexibilität – hier beim automatisierten Erstellen von Fotos mit einem Smartphone, als Beispiel für die Verschmelzung von Robotik und KI-basierter Bildverarbeitung.

Ein ABB GoFa kollaborativer Roboter demonstriert seine Flexibilität – hier beim automatisierten Erstellen von Fotos mit einem Smartphone, als Beispiel für die Verschmelzung von Robotik und KI-basierter Bildverarbeitung.

Simulation, Deep Learning und Robotik im Zusammenspiel

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der intelligenten Simulation und sicheren Inbetriebnahme von Robotersystemen. Dario Stojicic (ABB AG) zeigte, wie durch Simulation im Vorfeld Planungsfehler vermieden und Inbetriebnahmezeiten deutlich verkürzt werden können – ein entscheidender Vorteil in komplexen Fertigungsumgebungen. Walter Kohlbauer (AGS-Engineering GmbH) beleuchtete die Grenzen und Möglichkeiten von KI in realen Robotiksystemen. Zwischen Prozesssicherheit und Innovationsdrang gilt es, KI so zu integrieren, dass sie den Menschen ergänzt, aber nicht ersetzt.

Mike Mayer (Schunk SE & Co. KG) ging schließlich auf das intelligente Greifen als Schlüsselfunktion autonomer Automatisierung ein. KI-gestützte Greiflösungen ermöglichen es Robotern, Bauteile adaptiv zu erkennen, zu positionieren und zu handhaben – unabhängig von Form oder Lage. Damit wird der Roboter zum lernfähigen Assistenten in der Produktion.

In der begleitenden Fachausstellung präsentierten die Roboterpartner Stäubli, Kuka, ABB und Fanuc ihre neuesten Lösungen im Bereich industrieller Automatisierung – von kollaborativen Robotern über flexible Handling-Systeme bis hin zu smarten KI-gestützten Anwendungen.

In der begleitenden Fachausstellung präsentierten die Roboterpartner Stäubli, Kuka, ABB und Fanuc ihre neuesten Lösungen im Bereich industrieller Automatisierung – von kollaborativen Robotern über flexible Handling-Systeme bis hin zu smarten KI-gestützten Anwendungen.

Reges Interesse und intensive Fachgespräche prägten die begleitende Ausstellung der GMR 2025: Besucherinnen und Besucher informierten sich direkt bei den Robotikpartnern über aktuelle Lösungen und Trends in der Automatisierungstechnik.

Reges Interesse und intensive Fachgespräche prägten die begleitende Ausstellung der GMR 2025: Besucherinnen und Besucher informierten sich direkt bei den Robotikpartnern über aktuelle Lösungen und Trends in der Automatisierungstechnik.

Von der Smart Factory bis zum sensiblen Handling

Der zweite Veranstaltungstag zeigte, dass KI und Automatisierung in nahezu allen Bereichen Einzug halten – von der Schweißautomation bis zur Bauteilbearbeitung mit 3D-Vermessung.

David Kreuzeder (Fronius International GmbH) zeigte, wie Digitalisierung im Bereich der Schweißtechnik die Qualitätssicherung auf ein neues Level hebt. Ing. Horst Hörmann (EEP-Robotics GmbH) präsentierte den „Usecase Kommissionierung“ – ein Praxisbeispiel, wie KI-gesteuerte Roboter den Materialfluss in der Logistik revolutionieren.

In weiteren Vorträgen von Boost Automation, Eberle Automatische Systeme, Heitec Systemtechnik und Alpine Metal Tech wurde die enorme Bandbreite der Anwendungen sichtbar: von kamerageführter Robotik über automatisierte Entgratprozesse bis hin zur Oberflächeninspektion mit KI-gestützter 3D-Bahnerkennung.

Wolfgang Huber (DMG Mori Austria) zeigte in seinem Vortrag „KI in der Produktion“, wie Datenanalyse und maschinelles Lernen bereits heute helfen, Werkzeugstandzeiten zu optimieren und Bearbeitungsprozesse zu stabilisieren – ein Thema, das auch in der zerspanenden Metallbearbeitung zunehmend Bedeutung gewinnt.

Walter Kohlbauer, CEO der AGS-Engineering GmbH, im Gespräch: Ein Beitrag zu KI-gestützten Robotiksystemen und Prozesssicherheit sorgte für regen Austausch und spannende Diskussionen auf der Fachausstellung.

Walter Kohlbauer, CEO der AGS-Engineering GmbH, im Gespräch: Ein Beitrag zu KI-gestützten Robotiksystemen und Prozesssicherheit sorgte für regen Austausch und spannende Diskussionen auf der Fachausstellung.

Gute Stimmung auf der GMR 2025: Daniel Kloimstein (Schunk) und Dario Stojicic (ABB) beim Fotoshooting.

Gute Stimmung auf der GMR 2025: Daniel Kloimstein (Schunk) und Dario Stojicic (ABB) beim Fotoshooting.

Fazit: KI als Enabler der Automatisierung

Die GMR 2025 haben eindrucksvoll gezeigt, dass Künstliche Intelligenz nicht nur Trend ist, sondern bereits auch in der Praxis Einzug gehalten hat. Ob Deep-Learning-basierte Bildverarbeitung, simulationsgestützte Inbetriebnahme oder humanoide Robotik – die Technologien werden reifer, praxisnäher und wirtschaftlicher. Christian Binder bringt es auf den Punkt: „KI ist ein Mittel, effizienter zu werden – und sie wird in allen Bereichen Nutzen stiften, von der industriellen Automatisierung bis zum Büroalltag.“

Mit der GMR 2025 hat Schunk erneut Maßstäbe gesetzt. Der technologische Fortschritt in Kombination mit einem offenen Austausch zwischen Herstellern, Integratoren und Anwendern zeigt: Die Zukunft der Produktion ist smart, vernetzt und KI-gestützt – und sie beginnt jetzt.

Zum Abschluss der GMR 2025 wurde das 25-jährige Jubiläum von Schunk Österreich gefeiert – mit zahlreichen Gästen, Partnern und Freunden, die gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert Innovation und erfolgreiche Zusammenarbeit anstießen.

Zum Abschluss der GMR 2025 wurde das 25-jährige Jubiläum von Schunk Österreich gefeiert – mit zahlreichen Gästen, Partnern und Freunden, die gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert Innovation und erfolgreiche Zusammenarbeit anstießen.

Glückliche Gesichter (v.l.n.r.): Andreas Kühl, Executive Vice President Sales Europe bei Schunk gemeinsam mit Christian Binder und Mike Mayer, Global Key Account Manager bei Schunk – ein gelungener Ausklang des Jubiläumsabends zu 25 Jahren Schunk Österreich.

Glückliche Gesichter (v.l.n.r.): Andreas Kühl, Executive Vice President Sales Europe bei Schunk gemeinsam mit Christian Binder und Mike Mayer, Global Key Account Manager bei Schunk – ein gelungener Ausklang des Jubiläumsabends zu 25 Jahren Schunk Österreich.

Feierliche Geschenkübergabe zum 25-jährigen Jubiläum von Schunk Österreich (v.l.nr.): Bernhard Kraus, Stefan Kostwein (Kostwein Maschinenbau), Christian Schlintl und Christian Binder – ein Symbol für langjährige Partnerschaft und gelebte Zusammenarbeit in der Automatisierungsbranche.

Feierliche Geschenkübergabe zum 25-jährigen Jubiläum von Schunk Österreich (v.l.nr.): Bernhard Kraus, Stefan Kostwein (Kostwein Maschinenbau), Christian Schlintl und Christian Binder – ein Symbol für langjährige Partnerschaft und gelebte Zusammenarbeit in der Automatisierungsbranche.

25 Jahre Schunk Österreich

Den festlichen Schlusspunkt setzte am Abend die Feier zum 25-jährigen Bestehen von Schunk Österreich. Gemeinsam mit Kunden, Partnern und Freunden wurde auf ein Vierteljahrhundert Innovation, Vertrauen und Partnerschaft angestoßen. „25 Jahre Schunk Österreich bedeuten auch 25 Jahre Kundenbeziehungen, Partnerschaften und ein großartiges Team. Wir sind stolz auf die Vergangenheit – und sehen mit Zuversicht in die Zukunft“, so Christian Binder abschließend.

Filtern

Suchbegriff

Unterkategorie

Firmen

Inhaltstyp

Firmentyp

Land