anwenderreportage

Rubner Holzbau setzt bei neuer Sägeanlage auf Radartechnologie von Pilz

Bei Rubner Holzbau in Brixen wurde eine neue Sägeanlage installiert, um Brettstapel effizient zu bearbeiten. Die Herausforderung dabei war, dass ein raues Produktionsumfeld mit Staub, Spänen und manuellen Eingriffen vorlag. Um den Gefahrenbereich normgerecht abzusichern, setzte das Unternehmen erstmals auf Radartechnologie von Pilz. Die robuste Lösung gewährleistet zuverlässige Zutrittsüberwachung und zeigt, wie moderne Sicherheitstechnik produktionsnah und nachhaltig umgesetzt werden kann.

Der Gefahrenbereich der Säge musste nach den entsprechenden Anforderungen abgesichert werden, da er teilautomatisiert betrieben wird. (Alle Bilder: x-technik)

Der Gefahrenbereich der Säge musste nach den entsprechenden Anforderungen abgesichert werden, da er teilautomatisiert betrieben wird. (Alle Bilder: x-technik)

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Aufgabenstellung: Der Gefahrenbereich der neuen Sägeanlage bei Rubner Holzbau sollte normgerecht abgesichert werden; staubige, raue Umgebungsbedingungen und manuelle Eingriffe im laufenden Betrieb mussten berücksichtigt werden.
Lösung: PSENradar von Pilz; umfassende Risikobeurteilung, ein maßgeschneidertes Sicherheitskonzept sowie Inbetriebnahmeunterstützung
Nutzen: Der Nutzen der Lösung lag in einer zuverlässigen Absicherung des Gefahrenbereichs trotz extrem staubiger und herausfordernder Umgebungsbedingungen, erhöhter Personenschutz, verbesserte Maschinenverfügbarkeit und reduzierter Wartungsaufwand. Zudem ließ sich die Radartechnik reibungslos in die bestehende Steuerung integrieren, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen.

Im Werk Brixen der Rubner Holzbau GmbH wurde jüngst eine neue halbautomatische Sägeanlage in Betrieb genommen. Diese dient dem präzisen Ablängen von Brettstapeln auf kundenspezifische Längen. Die Produktionsumgebung stellt hohe Anforderungen an Mensch und Technik, denn sie ist geprägt von Holzstaub, Spänen, wechselnden Lichtverhältnissen und regelmäßigem manuellem Eingriff durch Bedienpersonal. Bis vor Kurzem existierte keine gesonderte Zutrittsüberwachung zum Gefahrenbereich der Säge. Mit dem steigenden Automatisierungsgrad sowie der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden entschied sich Rubner, eine professionelle Absicherung zu realisieren und setzte dabei erstmals auf Radartechnologie zur sicherheitstechnischen Überwachung. „Wir wollten ein System, das in dieser Umgebung zuverlässig funktioniert und unsere Instandhaltung nicht belastet“, betont Stefan Micheler, verantwortlich für die Instandhaltung bei Rubner Holzbau in Brixen beim Rundgang über das Firmengelände.

Die Holzschnitte werden auf das Förderband gelegt und automatisch zur Säge transportiert.

Die Holzschnitte werden auf das Förderband gelegt und automatisch zur Säge transportiert.

Stefan Micheler
Instandhaltung, Rubner Holzbau GmbH.

„„Wir hatten kaum Sensorstörungen. Das war früher bei optischen Systemen anders.“

Raue Umgebung, sanfte Lösung

Die Wahl fiel auf das Sicherheitssystem PSENradar der Firma Pilz, das speziell für raue Industrieumgebungen konzipiert wurde. Neben der Sensorik selbst übernahm Pilz auch die Risikobeurteilung, die Erstellung des Sicherheitskonzepts sowie die Unterstützung bei der Inbetriebnahme. Für Rubner war von Anfang an klar, dass nur eine Lösung in Frage kommt, die zuverlässig unter realen Produktionsbedingungen funktioniert, ohne den Wartungsaufwand signifikant zu erhöhen.

Die neue Sägeanlage kombiniert manuelle und automatische Prozessschritte. Während das Spannen und Ausrichten der Werkstücke durch den Werker erfolgt, läuft der eigentliche Schnittvorgang automatisiert ab. Das Sicherheitskonzept sieht vor, dass der Zutrittsbereich vor dem aktiven Sägeaggregat vollständig überwacht wird. Die klassische optische Sensorik kam aufgrund der Umgebungsbedingungen – insbesondere der hohen Staub- und Spänebelastung – nicht in Frage. Die Radartechnologie von Pilz bietet hier entscheidende Vorteile, da sie auf elektromagnetischer Wellenauswertung basiert und damit unempfindlich gegenüber visuellen Störgrößen bleibt. „Bis zur neuen Installation war der Sägebereich nicht abgesichert. Das war im laufenden Betrieb nicht mehr tragbar“, erklärt Manfred Mair, zuständig für Safety, IMS, Recruiting & Human Resources Development bei Rubner Holzbau GmbH.

In dem Moment ist der Gefahrenbereich abgesichert.

In dem Moment ist der Gefahrenbereich abgesichert.

Schutzräume definieren, Schutz gewährleisten

Im technischen Kern arbeitet das PSENradar-System mit frequenzmodulierten Dauerwellen im 24 GHz-Bereich, wobei volumetrische Schutzräume definiert und individuell an die Maschinensituation angepasst werden können. Die Sensoren erfassen Bewegungen im dreidimensionalen Raum, erkennen Personen zuverlässig auch bei eingeschränkter Sicht und erfüllen alle Anforderungen bis Performance Level d gemäß EN ISO 13849-1. Bei Rubner wurde der Sensor oberhalb der Zuführseite montiert und so konfiguriert, dass Werker sich sicher im Bedienbereich bewegen können, während bei unerlaubtem Zutritt in den Gefahrenbereich der automatische Sägevorgang sofort unterbunden und ein Wiederanlauf verhindert wird. Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Rubner und dem österreichischen Pilz-Team.

„Die Installation lief reibungslos und wir konnten das System sehr schnell in Betrieb nehmen“, so Mair im Gespräch. Die Integration in die bestehende Steuerungstechnik wurde über das modulare Sicherheitssystem PNOZmulti 2 realisiert, wodurch auch die Diagnosefähigkeit verbessert wurde. Dieter Hufnagl, der als Ansprechpartner bei Pilz Österreich zugegen war, erläutert: „Gerade im Bereich der Holzverarbeitung sehen wir häufig Szenarien, in denen klassische optoelektronische Systeme ausfallen oder zu Fehlabschaltungen neigen. Radar ist hier keine Spielerei, sondern eine robuste und wirtschaftliche Alternative.“ Die Sensoranordnung sowie die Schutzfeldparametrierung wurden gemeinsam vor Ort abgestimmt, wobei besonderer Wert auf eine störungsfreie Prozessintegration gelegt wurde.

Der PSENRadar von Pilz dient der sicheren Schutzraumüberwachung in rauen Einsatzbedingungen.

Der PSENRadar von Pilz dient der sicheren Schutzraumüberwachung in rauen Einsatzbedingungen.

Stefan Micheler ist überzeugt: Für die schnelle Inbetriebnahme erfolgt die Auswahl und Konfiguration der Sensoren einfach über den passenden Konfigurator.

Stefan Micheler ist überzeugt: Für die schnelle Inbetriebnahme erfolgt die Auswahl und Konfiguration der Sensoren einfach über den passenden Konfigurator.

Manfred Mair
Safety, IMS, Recruiting & Human Resources Development, Rubner Holzbau GmbH.

„„Sicherheit darf keine Bremse sein – im Gegenteil. Sie muss uns ermöglichen, effizienter und sicherer zu arbeiten und genau dies ist nun mit der Lösung von Pilz mehr als gegeben.“ “

Reduzierte Störanfälle

Nach der Inbetriebnahme läuft die neue Anlage im Normalbetrieb. Die Sicherheitsüberwachung funktioniert stabil und ohne störende Fehlauslösungen. Die Instandhaltungsabteilung zeigt sich zufrieden, insbesondere aufgrund des deutlich reduzierten Wartungsaufwands. Auch im Hinblick auf die Anlagenverfügbarkeit konnte eine Verbesserung festgestellt werden, da es zu weniger sicherheitsbedingten Stillständen kommt. Die robuste Funktion bei Staub, Spänen und starker Nutzung bestätigt die Eignung der Radartechnologie in dieser Umgebung.

Neben dem rein sicherheitstechnischen Aspekt sieht Rubner das Projekt als strategisch bedeutsam im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Fertigung. Sicherheit wird dabei nicht als isoliertes Kriterium verstanden, sondern als integraler Bestandteil eines modernen Produktions- und Unternehmensverständnisses. Manfred Mair meint hierzu: „Sicherheit ist für uns kein regulatorisches Muss, sondern ein Qualitätsmerkmal. Sie trägt zum Schutz unserer Mitarbeitenden ebenso bei wie zur Stabilität unserer Prozesse.“ Und er ist sich seiner Verantwortung bewusst. „Wir arbeiten täglich mit der Säge und müssen darauf schauen, dass unser wertvollstes Gut – nämlich unsere Mitarbeiter – bei möglichen Gefahrenbereichen sicher arbeiten können.“

Zudem ist die Lösung leicht zu installieren.

Zudem ist die Lösung leicht zu installieren.

Radartechnologie stellt auch bei äußeren Einflüssen wie Staub, Schmutz, Licht, Funkenflug oder Erschütterungen eine hohe Verfügbarkeit sicher.

Radartechnologie stellt auch bei äußeren Einflüssen wie Staub, Schmutz, Licht, Funkenflug oder Erschütterungen eine hohe Verfügbarkeit sicher.

Teamwork: Die Zusammenarbeit zwischen Pilz und Rubner Holzbau verlief optimal. Die Beratung und Durchführung wurden auf Augenhöhe durchgeführt.

Teamwork: Die Zusammenarbeit zwischen Pilz und Rubner Holzbau verlief optimal. Die Beratung und Durchführung wurden auf Augenhöhe durchgeführt.

Ing. Dieter Hufnagel
CMSE, CESA, Regional Sales Manager, Austria South, Pilz.

„„Gerade in staubintensiven Industrieumgebungen wie der Holzverarbeitung stoßen klassische optische Systeme rasch an ihre Grenzen. Mit unserer Radartechnologie bieten wir eine robuste, normgerechte Lösung, die auch dort zuverlässig schützt, wo andere Technologien ausfallen, ohne die Prozesse auszubremsen.“ “

Teamwork und Sicherheit

Die Zusammenarbeit bewerteten beide Seiten als partnerschaftlich und effizient. Das Sicherheitskonzept ist modular aufgebaut und kann bei zukünftigen Erweiterungen oder Modernisierungen angepasst werden. Bereits heute denkt Rubner über die Nachrüstung weiterer Maschinenbereiche nach. Die Kombination aus technologieoffener Sensorik, normkonformer Integration und praktischer Alltagstauglichkeit macht Radar dabei zu einem festen Bestandteil in den Überlegungen zur Maschinensicherheit. „Wir sehen Sicherheit als Beitrag zur Qualität, zur Mitarbeitermotivation und zur Zukunftsfähigkeit unserer Produktion“, schließt Mair sein Fazit.

Der Einsatz des PSENradar-Systems bei Rubner Holzbau in Brixen zeigt, wie wichtig es ist, Sicherheitstechnik an reale Produktionsbedingungen anzupassen. Moderne Radarsensorik bietet hier nicht nur eine zuverlässige Lösung unter schwierigen Bedingungen, sondern auch eine hohe Verfügbarkeit bei gleichzeitigem Schutz von Mensch und Maschine. In der Summe ergibt sich daraus ein überzeugendes Beispiel für funktionale Sicherheit in der Holzindustrie und dies nicht als Pflicht, sondern als unternehmerische Verantwortung.

Anwender: Rubner

Mit sechs Standorten in vier Ländern zählt Rubner Holzbau zu den führenden und leistungsfähigsten Ingenieurholzbauunternehmen Europas. Die Leistungsfähigkeit umfasst 85.000 m³ Sonderbauteile aus Brettschichtholz, 10.000 m² Brettsperrholz und 250.000 m² Dach- und Wandelemente. Das Holz von Rubner Holzbau stammt ausschließlich aus regionalen, ökologisch und sozial nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. An den Standorten verarbeitet das Unternehmen dieses schonend und effizient zu hochwertigen Holzprodukten, bevor es bei der Realisierung von Holzbauprojekten in den verschiedensten Ländern zum Einsatz kommt.

Rubner Holzbau GmbH - Srl
Alfred Ammon Str. 12
I-39042 Brixen
https://www.rubner.com/de/holzbau/kontakt-beratung/italien/

Produkt im Einsatz

<b>Pilz PSENradar: </b>Sichere Schutzraumüberwachung in rauen Einsatzbedingungen:
Sichere Radarsensoren finden ihren Einsatz, wenn optoelektronische Sensoren an ihre Grenzen stoßen: raue Umgebungen, wie beispielsweise im Outdoor-Bereich oder bei der Materialverarbeitung lassen sich mit PSENradar sicher überwachen. Denn Radartechnologie stellt auch bei äußeren Einflüssen wie etwa Staub, Schmutz, Regen, Licht, Funkenflug oder Erschütterungen eine hohe Verfügbarkeit sicher.

Pilz PSENradar

Sichere Schutzraumüberwachung in rauen Einsatzbedingungen: Sichere Radarsensoren finden ihren Einsatz, wenn optoelektronische Sensoren an ihre Grenzen stoßen: raue Umgebungen, wie beispielsweise im Outdoor-Bereich oder bei der Materialverarbeitung lassen sich mit PSENradar sicher überwachen. Denn Radartechnologie stellt auch bei äußeren Einflüssen wie etwa Staub, Schmutz, Regen, Licht, Funkenflug oder Erschütterungen eine hohe Verfügbarkeit sicher.

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