interview

Christian Binder über 25 Jahre Schunk Intec Österreich

25 Jahre Schunk Österreich: Ein Vierteljahrhundert Schunk Intec Österreich – ein Meilenstein, den man nicht oft feiert. Gemeinsam mit DI (FH) Christian Binder, der seit 2004 die Geschicke der österreichischen Niederlassung leitet, blicken wir in einem besonderen Interview zurück auf bewegte Jahre und voraus auf spannende Entwicklungen. Im Gespräch wird schnell klar: Hier spricht jemand, der nicht nur lenkt, sondern gestaltet – mit Weitblick, Bodenhaftung und echter Begeisterung für Technologie und Menschen.

Christian Binder leitet seit 2004 die österreichische Niederlassung der Schunk Intec GmbH – mit Leidenschaft, Weitblick und einem starken Fokus auf Kunden- und Mitarbeiterorientierung.

Christian Binder leitet seit 2004 die österreichische Niederlassung der Schunk Intec GmbH – mit Leidenschaft, Weitblick und einem starken Fokus auf Kunden- und Mitarbeiterorientierung.

Meilensteine aus 25 Jahren Schunk Intec Österreich

2000 : Gründung der österreichischen Niederlassung von Schunk SE – Start mit kleinem Team und großen Zielen.
2004 : Christian Binder übernimmt die Leitung – strategischer Ausbau beginnt.
2010 : 10-Jahres-Feier mit der Familie Schunk – der Weg zum eigenen Standort in Allhaming wird geebnet.
2015 : Einzug in das neue Firmengebäude inklusive Tech Center – gleichzeitig Premiere von „Gripping meets Robotics“.
ab 2016 : Erweiterung der Vertriebsverantwortung auf Slowenien, Kroatien und die östliche Adria-Region.
2024 : Eröffnung des CoLab in Allhaming – eines der modernsten Applikationszentren für kollaborative Robotik und kundenspezifische Tests.
2025: Vertriebsstart für die neuen Dienstleistungs- und Produktbereiche Schunk Engineering und die modularen, schlüsselfertigen Grow Automationszellen.
Heute : Schunk Intec Österreich zählt zu den umsatzstärksten und technologisch führenden Niederlassungen des Konzerns – mit hoher Marktdurchdringung, einem starken Team und klarer Zukunftsstrategie.

Herr Binder, 25 Jahre Schunk Intec Österreich – ein besonderer Meilenstein. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie persönlich?

Es ist ein passender Moment, um einmal innezuhalten und zurückzublicken. Auf 25 Jahre, in denen wir viel erreicht haben – gemeinsam als Team, als Unternehmen, mit und für unsere Kunden. Für mich ist dieses Jubiläum eine schöne Bestätigung, aber auch ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg mit Innovationskraft und Verlässlichkeit weiterzugehen. Und natürlich auch ein Anlass, Danke zu sagen – an Schunk, an meine Kolleginnen und Kollegen sowie an unsere langjährigen Partner, die uns vielfach von Beginn an begleiten.

Technologie trifft Verantwortung: Mit dem Leitmotiv „Hand in Hand for Tomorrow“ steht Schunk für partnerschaftliche Innovation, smarte Automation und eine klare Vision für die Produktion der Zukunft.

Technologie trifft Verantwortung: Mit dem Leitmotiv „Hand in Hand for Tomorrow“ steht Schunk für partnerschaftliche Innovation, smarte Automation und eine klare Vision für die Produktion der Zukunft.

Wie hat Ihr persönlicher Weg zu Schunk begonnen?

Ich war zu diesem Zeitpunkt schon einige Jahre in Konstruktion und Vertrieb tätig, hatte parallel ein berufsbegleitendes Studium abgeschlossen und war bereit für eine neue Herausforderung. In einer Zeitung bin ich auf eine kleine Stellenanzeige gestoßen – Schunk suchte einen Niederlassungsleiter. Ich habe mich beworben, ein einziges Gespräch geführt und offenbar mit meiner Antwort überzeugt: „Ich möchte für unsere Kunden eine problemfreie Zone schaffen.“ Das passte damals genau zum Selbstverständnis der Firma, geprägt durch Heinz-Dieter Schunk und seine Philosophie des Kümmerns. Und das gilt bei uns bis heute.

Seit 2015 befindet sich der Standort von Schunk Intec Österreich in Allhaming: ein modernes Firmengebäude mit integriertem Tech Center und CoLab.

Seit 2015 befindet sich der Standort von Schunk Intec Österreich in Allhaming: ein modernes Firmengebäude mit integriertem Tech Center und CoLab.

Wie sahen die Anfänge der Niederlassung aus?

Wir waren ein kleines Team mit vier Mitarbeitenden und hatten große Ziele. Unsere Aufgabe war es, Strukturen zu schaffen, die Marke am Markt zu etablieren und Vertrauen aufzubauen – intern wie extern. Das war fordernd, aber auch ungemein motivierend. Wir wollten einfach zeigen, was in uns steckt.

Im Dialog über Technologietrends und den Wandel in der Automatisierung: Christian Binder (rechts) spricht über smarte Greiferlösungen, das CoLab in Allhaming und die Bedeutung von „Hand in Hand for Tomorrow“ als gelebte Unternehmensphilosophie.

Im Dialog über Technologietrends und den Wandel in der Automatisierung: Christian Binder (rechts) spricht über smarte Greiferlösungen, das CoLab in Allhaming und die Bedeutung von „Hand in Hand for Tomorrow“ als gelebte Unternehmensphilosophie.

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Team?

Sehr wichtig. Ich schätze die Mischung aus jungen, dynamischen Kräften und erfahrenen Mitarbeitern. Mir ist wichtig, dass man bei uns alt werden kann – das ist ein klares Zeichen für ein gesundes, stabiles Arbeitsumfeld. Und ich denke, wir leben das auch wirklich vor.

Ein Blick hinter die Kulissen: Dreharbeiten zum Video- und Podcast mit Christian Binder bei Schunk Intec Österreich. Entstanden ist ein persönliches und spannendes Gespräch über Innovation, Teamgeist und 25 Jahre Erfolgsgeschichte.

Ein Blick hinter die Kulissen: Dreharbeiten zum Video- und Podcast mit Christian Binder bei Schunk Intec Österreich. Entstanden ist ein persönliches und spannendes Gespräch über Innovation, Teamgeist und 25 Jahre Erfolgsgeschichte.

Welche Stationen waren für Sie besonders prägend?

Ganz sicher unsere Zehnjahresfeier im Jahr 2010, mit der Familie Schunk als Ehrengäste. Kurz danach fiel die Entscheidung zum Bau unseres heutigen Standorts in Allhaming, der 2015 bezogen wurde. Das Tech Center war und ist ein klares Signal für Marktpräsenz, Kundennähe und Zukunftsorientierung. Im selben Jahr fand auch die erste „Gripping meets Robotics“-Veranstaltung statt. Und kurz darauf übernahmen wir die Verantwortung für die östliche Adria-Region – ein bedeutender Schritt für unser weiteres Wachstum.

Christian Binder (rechts) und Robert Fraunberger (links) im Gespräch über 25 Jahre Schunk Intec Österreich, technologische Entwicklungen und die Zukunft smarter Automation.

Christian Binder (rechts) und Robert Fraunberger (links) im Gespräch über 25 Jahre Schunk Intec Österreich, technologische Entwicklungen und die Zukunft smarter Automation.

Sie sprechen „Gripping meets Robotics“ an – das Event feiert heuer sein zehnjähriges Bestehen. Was macht es so besonders?

Die Idee entstand in einem informellen Gespräch mit den Geschäftsführern der großen Roboterhersteller, ABB, Fanuc, Kuka, Stäubli und Yaskawa. Alle waren sich einig: Es fehlt an einer Plattform für gemeinsames Know-how. Ich habe angeboten, unser neues Gebäude zur Verfügung zu stellen und so ist die Idee zu „Gripping meets Robotics“ entstanden. Heute ist es eine etablierte Veranstaltungsreihe, bei der Systemintegratoren, Technologiepartner und Kunden ihr Praxiswissen teilen – ein echter Know-how-Hub für die Robotik.

Ein weiteres Highlight ist das CoLab in Allhaming. Was passiert dort?

Das CoLab ist unser Zentrum für Validierung und Zusammenarbeit. Kunden kommen mit konkreten Aufgabenstellungen zu uns. Wir testen automatisierte Anwendungen an kollaborativen bzw. Leichtbaurobotern, dokumentieren die Ergebnisse und liefern Entscheidungsgrundlagen. Damit sind wir sehr früh im Projektverlauf involviert, was zu besseren Lösungen und schnelleren Entscheidungen führt. Das Feedback unserer Kunden ist sehr, sehr positiv.

Was sind für Sie aktuell die spannendsten technologischen Entwicklungen?

Ganz klar: die zunehmende Intelligenz in unseren Produkten. Unsere Komponenten werden smarter, elektrisch und sensorisch ausgestattet – Stichwort „Smart Products“. Besonders stolz bin ich auf unser Grasping Kit: ein elektrischer Greifer mit integrierter Kamera und KI-Chip, der selbstständig lernt und seine Greifstrategien anpasst. Für mich ein Meilenstein in der Greifertechnologie.

Die Schunk SE feiert heuer ihr 80-jähriges Bestehen. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie auch mit Blick auf Ihre Niederlassung?

80 Jahre Schunk – das ist ein beeindruckender Meilenstein und zeigt vor allem eines: Nachhaltigkeit, Kontinuität und eine konsequente strategische Entwicklung. Für mich persönlich – und für uns in Österreich – ist das auch eine Bestätigung, Teil eines Familienunternehmens zu sein, das mit großem Verantwortungsbewusstsein geführt wird. Diese gelebte Stabilität spüren wir im Alltag. Es ist schön, dabei zu sein – und es macht auch stolz, einen Beitrag zu dieser Erfolgsgeschichte leisten zu dürfen.

Was macht die Schunk SE für Sie als Leiter eines Tochterunternehmens besonders?

Die Kombination aus Innovationsstärke und familiärer Unternehmenskultur. Bei Schunk hat man das Gefühl, gehört und ernst genommen zu werden, auch als internationale Niederlassung. Entscheidungen werden mit Weitblick getroffen, es gibt flache Hierarchien und ein starkes Miteinander. Das 80-jährige Jubiläum zeigt auch, dass man langfristiges Denken und wirtschaftlichen Erfolg sehr gut vereinen kann.

Was zeichnet die Unternehmenskultur bei Schunk aus Ihrer Sicht aus?

Sie ist geprägt von Bodenhaftung, Verantwortung und Menschlichkeit. „Hand in Hand for Tomorrow“ steht bei uns nicht nur für Technologiepartnerschaften, sondern auch für unsere Werte: Wertschätzung, Offenheit, Diversität, Nachhaltigkeit. Wir wollen ein modernes Familienunternehmen bleiben und gleichzeitig international Maßstäbe setzen.

Was treibt Sie persönlich an?

Ich habe ein hohes Maß an innerer Motivation. Ich arbeite gerne, gestalte gerne und suche stets nach Möglichkeiten, Dinge besser zu machen. Schunk gibt mir den Freiraum, Verantwortung zu übernehmen und Ideen umzusetzen – das schätze ich sehr.

Wie schaffen Sie den Ausgleich zum beruflichen Alltag?

Reisen ist eine große Leidenschaft von mir, beruflich wie privat. Ich besuchte einmal innerhalb eines Jahres sogar insgesamt 18 Länder. Mittlerweile finde ich auch im eigenen Garten viel Ruhe. Das hätte ich früher nicht gedacht – aber heute schätze ich diese Balance sehr.

Wo sehen Sie die Zukunft von Schunk Intec Österreich?

In Österreich haben wir eine sehr hohe Marktdurchdringung, ich würde behaupten, eine der höchsten im Konzern. Wachstumspotenzial sehen wir vor allem in der Adria-Region. Wir prüfen gerade den Aufbau eines Vertriebsbüros in Belgrad, das unter unserer Verantwortung laufen soll. Perspektivisch könnte daraus sogar eine eigenständige Niederlassung entstehen.

Wenn Sie sich etwas zum Jubiläum wünschen dürften – was wäre das?

Ich wünsche mir, dass unser Weg als Unternehmen weiter erfolgreich bleibt – mit einem Team, das mitzieht, mit Kunden, die uns vertrauen, und mit einem Umfeld, in dem man sich entwickeln kann. Ich wünsche mir, dass Schunk Intec Österreich ein Ort bleibt, an dem man mit Freude und Stolz arbeiten kann.

Vielen Dank für das Gespräch.

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