gastkommentar
Neue Technologien: Gastkommentar von Christoph Ungersböck
Ob KI oder klassische Technologie – wir befinden uns im „Turbo Mode“. Es geht mit einem unglaublichen Tempo dahin. Dabei stehen jedoch nicht nur Bits und Bytes im Fokus.
DI (FH) Christoph Ungersböck, Geschäftsführer, Sick GmbH
Der Fortschritt in Sachen Künstliche Intelligenz ist beeindruckend. Wer regelmäßig KI-Tools nutzt, der merkt, was sich alle paar Monate verändert. Die Entwicklung ist spürbar. Das gilt jedoch nicht nur für den Einsatz von KI. KI-unterstützt entwickeln sich auch andere Technologien rasant weiter – Stichwort Robotik, Safety oder unser Kernthema: die Sensorik. Entwicklungszeiten werden immer kürzer und die Komplexität steigt – allerdings nicht für die Anwender. Sie können heute – ausgestattet mit der richtigen Technologie – im Handumdrehen erledigen, wofür früher viel Zeit und Fachwissen erforderlich war.
Getrieben vom technologischen Fortschritt ist ein Thema immer mehr in den Fokus gerückt: der Mensch. Wir merken, dass die Geschwindigkeit der technologischen (R)Evolution uns zunehmend überfordert. Selbst die besten Technologien verlangen nach Menschen, die diese Technologien einsetzen können und vor allem auch wollen. Es kommt also auf das richtige Mindset und das zugehörige Know-how an. Beides geht Hand in Hand. Ganz ehrlich: Wer mag schon, was er nicht versteht? Das weckt eher Ängste. Wir wollen Technik beherrschen – nicht ihr ausgeliefert sein. Das ist ein maßgeblicher Unterschied. Darum ist „Upskilling“ entscheidend. Wer sein Team für zukunftsträchtige Entwicklungen begeistern will, der muss rechtzeitig beginnen es darauf vorzubereiten. Das hilft Ängste abzubauen und fördert die Neugier auf das Neue.
Ein weiterer Erfolgsfaktor sind die zugehörigen Prozesse. Sie sind ein integrativer Bestandteil ganzheitlicher Lösungen und auch sie brauchen bei einem technologischen Innovationsschub ein „Upgrade“. Versucht man neue Technologien ohne Rücksicht auf die Menschen und Prozesse mit Druck zu integrieren, dann ist mit einem langen „Learning“ und reichlich „Bauchweh“ zu rechnen. Somit sollte man zuerst Menschen und Prozesse zukunftsfit machen, um dann neue Technologien schrittweise zu implementieren. Das gilt übrigens auch für den Einsatz der meisten KI. Denn vor der KI kommt die Digitalisierung. Sind die Menschen und Prozesse auf Digitalisierung ausgerichtet, dann stehen die Chancen gut, dass der Schritt in Richtung KI klappt – ohne Bauchweh.
Bleiben Sie dran! Ihr Christoph Ungersböck

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