interview

IO-Link Safety – was steckt dahinter, Herr König?

Mit IO-Link Safety hält ein neuer Standard für die sichere Kommunikation bis ins Feld Einzug in die Automatisierung. Der Vorteil liegt dabei auf der Hand: weniger Verkabelung, mehr Diagnosemöglichkeiten und hohe Flexibilität beim Einsatz von Sensoren. Pilz hat als Pionier den ersten IO-Link-Safety-Master entwickelt und bietet Unternehmen praxisnahe Lösungen. In einem Kurzinterview mit Markus König, MSc, Head of Product Services & Product Management bei Pilz sprachen wir über Nutzen, Einsatzbereiche und die Bedeutung dieser Technologie für die Zukunft.

„Pilz hat als erstes Unternehmen einen IO-Link Safety Master auf den Markt gebracht.“ Markus König, MSc, Head of Product Services & Product Management, Pilz

„Pilz hat als erstes Unternehmen einen IO-Link Safety Master auf den Markt gebracht.“ Markus König, MSc, Head of Product Services & Product Management, Pilz

Herr König, was genau versteht man unter IO-Link Safety?

IO-Link Safety ist eine Technologie, mit der sich sichere Signale von der Steuerung bis zum Feldbus-Teilnehmer übertragen lassen. Über Profinet und Profisafe realisieren wir einen durchgängigen Kommunikationsstrang von der Steuerung bis zur Maschine. Der Vorteil: Sensoren werden direkt am Modul angeschlossen, ohne dass jeder einzelne Sensor separat verkabelt werden muss.

Welche Rolle spielt Pilz in diesem Umfeld?

Unser IO-Link Safety Master PDP67 PN 8FDIO 4IOLS hat als erstes Gerät seiner Art die Zulassung durch den TÜV erhalten und das noch vor dem offiziellen Marktstart im 3. Quartal 2025. Mit vier IO-Link Safety-Ports bildet er die Basis für eine zukunftssichere Integration sicherheitsgerichteter Sensorik direkt im Feld.

Welche Vorteile bringt IO-Link Safety für Unternehmen?

Wir haben einerseits die geringe Verkabelung. Das heißt, ich habe einen Strang von der Steuerung zu meinem Feldbusmodul und kann dann von dem zu meinen Sensoren gehen. Ich habe zum zweiten eine Vielzahl an Diagnosemöglichkeiten, die mir einfach die Datenmenge von IO-Link Safety bietet. Schlussendlich ist es modular einsetzbar. Das bedeutet, dass wenn ich aktuell vielleicht erst zwei Sensoren benötige und in einem Jahr zwei weitere verwenden will, ist das in der Umsetzung problemlos möglich.

Bedeutet das auch, dass eine Prozessoptimierung in der Praxis vorliegt?

Definitiv. Durch die Modularität lassen sich Maschinen und Anlagen ohne große Umbauten erweitern oder anpassen. Das reduziert Stillstandzeiten und macht Unternehmen flexibler.

Welchen Rat geben Sie Firmen, die IO-Link Safety einführen möchten, aber noch zögern?

Besonders sinnvoll ist IO-Link Safety für Unternehmen, die Maschineninseln mit größeren Entfernungen zwischen Steuerung und Anlage betreiben. Mit nur einem Kabel kann man auf die Maschine gehen, das Modul anschließen und dort die Sensoren stecken. Das reduziert nicht nur die Verkabelung erheblich, sondern verbessert auch die Diagnosefähigkeit der Maschine. Außerdem ermöglicht das System den flexiblen Einsatz verschiedener Sensortypen.

Ist IO-Link Safety für Sie DAS Zukunftsthema?

Absolut. Wir erleben ein enormes Kundeninteresse und viele „warten“ geradezu darauf, dieses System einzusetzen. IO-Link Safety wird für die sichere Kommunikation im Feld in den kommenden Jahren eine absolute Schlüsselrolle spielen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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