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Motek/Bondexpo: Verlässliches Thema in neuem Rhythmus
Im Interview beantwortet Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens P. E. Schall, Fragen zum neu geplanten Zweijahresturnus der Motek, internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, und Bondexpo, internationale Fachmesse für Klebtechnologie.
Bettina Schall, Geschäftsführerin, P. E. Schall GmbH & Co.KG.
Frau Schall, ab 2026 wechselt die internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung zusammen mit der internationalen Fachmesse für Klebtechnologie auf einen Zweijahresturnus. Was sind die Vorteile hierfür?
Mehr Nutzen und mehr Effizienz – so kann man ganz klar die Hauptvorteile nennen, von denen sowohl die Aussteller als auch die Fachbesucher profitieren werden. Der Turnus alle zwei Jahre und jeweils gestrafft auf drei Tage ist ein zeitgemäßer Messerhythmus, der Anbietern und Anwendern mehr Nutzen und Wirkung auf beiden Seiten ermöglicht.
Was hat Sie zu der Veränderung bewogen?
Wir wissen aus vielen Gesprächen mit Unternehmen, dass die derzeit auf Wirtschaft und Gesellschaft wirkenden Belastungen gravierend sind. In Abstimmung mit vielen Branchenbeteiligten und Ausstellern haben wir deshalb entschieden, einen neuen Messeturnus für die Motek/Bondexpo zu initiieren, die dann ab 2026 immer im geraden Jahr stattfindet. Der geplante Termin 2025 wird ins nächste Jahr verlegt.
Bleibt es bei der bekannten Themenstruktur der Motek/Bondexpo?
Ja, die Motek/Bondexpo punktet ganz besonders mit ihrem bewährten Themenportfolio. Hier wird auch künftig die komplette Prozesskette für die wirtschaftliche Produktions- und MontageAutomatisierung, von Komponenten und Baugruppen sowie Teilsystemen bis hin zu Komplettsystemen, abgebildet. Die Zielgruppe ist branchenübergreifend. Die unverzichtbare Klebetechnologie in der Fertigungsindustrie, eine Schlüssel- und Zukunftsindustrie! – ergänzt die Motek auf einmalige Weise, daher ist die Bondexpo ein wichtiger und komplementärer Teil des Messedoppels. Eine besondere Ergänzung findet das Themenportfolio ab 2026 durch die enge Kooperation mit der VISION, die produktionsrelevante Systeme der Bilderkennung und Bildverarbeitung behandelt. So erleben Fachbesucher vom 06. bis 08. Oktober 2026 thematisch eine wirklich runde Sache!
Der Zweijahresturnus ist auch bei anderen Fachveranstaltungen zu beobachten. Glauben Sie, dass Messen ihre Bedeutung auch künftig behalten werden?
Ja, auf jeden Fall! Fakt ist, dass Fachmessen vor allem im Investitionsgüterbereich die wichtigsten Businessplattformen sind und bleiben, weil hier die persönlichen Kontakte geschmiedet und gepflegt werden. Und weil es hier den Überblick über Varianten und Möglichkeiten gibt wie nirgendwo sonst. Beides sind Grundvoraussetzungen für Investitionen. Messen mit dem persönlichen Kontakt auf Augenhöhe sind unverzichtbar für den Vertrieb, das hat uns die Pandemie gezeigt. Zugleich müssen Unternehmen mit ihren Ressourcen umsichtig umgehen, denn es fehlen vielerorts Mitarbeiter, Kosten müssen eingespart werden, und die Zeit für ▪ Dienstreisen ist knapp geworden. All dies muss miteinander in Einklang gebracht werden. Wir als Messeveranstalter sind Dienstleister für Aussteller und Fachbesucher gleichermaßen und erarbeiten deshalb Möglichkeiten, um den Anforderungen bestmöglich gerecht zu werden. Für die Motek/Bondexpo sind wir sicher, mit dem Zweijahresturnus und der Dauer von drei Messetagen den richtigen Rahmen für alle Beteiligten zu schaffen.
So werden Sie demnach mit der Motek/Bondexpo 2026 eine attraktive Fachveranstaltung für die gesamte Fertigungsindustrie vorbereiten?
Ja, so ist es. Die 43. Motek wird zusammen mit der 18. Bondexpo 2026 mit neuem Schwung starten. Aussteller und Fachbesucher werden von mehr Effizienz und mehr Nutzen profitieren. Dieses Messedoppel ist und bleibt eine praxisrelevante Technologie- und Businessplattform für Fertigungsunternehmen aller Branchen! Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Flexibilität sind von existenzieller Bedeutung, um weiter am Markt bestehen zu können. Gesucht werden deshalb praxisnahe Lösungen, um Prozesse zu verbessern und wirtschaftlicher zu machen. Dies alles behandelt die Motek/Bondexpo. Deshalb geht an ihr kein Weg vorbei.
Können Sie schon jetzt verraten, worauf sich die Branche der Produktions- und MontageAutomatisierung vom 06. bis 08. Oktober 2026 in Stuttgart freuen kann?
Neben der klassischen Ausstellung in den Hallen wird die bewährte Start-up-Area ebenso wieder vorbereitet wie ein themenfokussiertes und klar für die Zielgruppe aufbereitetes Rahmenprogramm, das den erfolgreichen Messebesuch ergänzt, das Networking unterstützt und neue Geschäftskontakte generiert. Dazu zählt beispielsweise ein Vortragsforum, ein Fachkongress und weitere Formate, die den Wissenstransfer in die industrielle Praxis unterstützen und die Kommunikation aller Akteure auf Augenhöhe fördert. Wir werden die Traditionsmesse Motek/Bondexpo auf moderne Füße stellen. Daran arbeiten wir jetzt mit allen Partnern und Beteiligten. Die Einladung an die Branche steht – wir freuen uns auf das Wiedersehen 2026!

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