interview

all about automation: Zwei Standorte, ein klares Messekonzept

Ab 2026 kommt die all about automation erstmals nach Österreich – mit zwei Standorten, einem klaren Konzept und hohen Erwartungen. Im Gespräch erläutert Tanja Waglöhner, Messeleiterin der all about automation-Messen bei Easyfairs, warum der Schritt jetzt erst erfolgt, weshalb Wels und Graz die richtigen Austragungsorte sind und warum kompakte, fokussierte Messeformate heute mehr denn je gefragt sind.

„Am Ende geht es nicht darum, die größte Messe zu sein, sondern die wertvollsten Kontakte zu ermöglichen.“ Tanja Waglöhner, Messeleiterin all about automation, Easyfairs

„Am Ende geht es nicht darum, die größte Messe zu sein, sondern die wertvollsten Kontakte zu ermöglichen.“ Tanja Waglöhner, Messeleiterin all about automation, Easyfairs

all about automation

20. + 21. Mai 2026
Wels
https://www.allaboutautomation.de/de/wels/

Frau Waglöhner, die all about automation ist in Deutschland und der Schweiz etabliert. 2026 kommt sie erstmals nach Österreich – Wels. Provokant gefragt: Warum erst jetzt?

Das ist tatsächlich eine Frage, die mir viele Aussteller schon seit Jahren stellen. Das Format der all about automation – regionale Fachmessen mit klarer Fokussierung und geringem organisatorischem Aufwand – ist sehr gut angekommen, und der Wunsch, dieses Konzept auch nach Österreich zu bringen, war früh da. Es hat bei uns dennoch etwas gedauert, weil wir sicherstellen wollten, den richtigen Standort und den richtigen Zeitpunkt zu finden. Mit Wels haben wir nun einen Messeplatz, der infrastrukturell hervorragend passt. Und zusätzlich nutzen wir das Jahr, in dem die Smart Automation nicht stattfindet. 2026 war für uns daher der richtige Moment, diesen Schritt zu gehen.

„Es ist absolut legitim, zu erwarten, dass die erste all about automation in Österreich gleich ein Erfolg wird.“ Das betonte Tanja Waglöhner kürzlich im Gespräch.

„Es ist absolut legitim, zu erwarten, dass die erste all about automation in Österreich gleich ein Erfolg wird.“ Das betonte Tanja Waglöhner kürzlich im Gespräch.

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21. + 22. September 2027
Graz
https://www.allaboutautomation.de/de/graz/

Die Premiere findet im Mai 2026 im oberösterreichischen Wels statt, kürzlich wurde auch Graz als zweiter Standort für 2027 angekündigt. Warum gleich zwei Austragungsorte?

Wir sind überzeugt, dass es in Österreich Sinn macht, in zwei starken Industrieregionen präsent zu sein. Auch das ist nicht allein unsere Idee – wir haben in vielen Gesprächen mit Unternehmen sehr klar gespürt, dass die regionale Nähe gewünscht ist. Uns war außerdem wichtig, diese Strategie frühzeitig transparent zu machen, denn der österreichische Messemarkt ist aktuell stark in Bewegung. Unser Ansatz ist klar: Zuerst ein erfolgreicher Auftakt in Wels und darauf aufbauend die Weiterentwicklung mit Graz.

Die erste Österreich-Austragung der aaa findet im Mai in Wels statt.

Die erste Österreich-Austragung der aaa findet im Mai in Wels statt.

Warum fiel die Wahl für die Premiere auf Wels und nicht auf Linz?

Zum einen ist Oberösterreich eine der stärksten Industrieregionen des Landes – das haben auch unsere Aussteller klar signalisiert. Zum anderen bietet das Welser Messegelände ideale Rahmenbedingungen: alle Aussteller in einer Halle, auf einer Ebene, kurze Wege, Parkplätze direkt vor der Tür. Diese Einfachheit und Übersichtlichkeit sind ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts – für Aussteller wie für Besucher.

Die all about automation ist bekannt für ihr praxisnahes Vortragsprogramm. Wird es das auch in Wels geben?

Ja, definitiv. Direkt in der Messehalle wird es ein Vortragsforum geben. Das Programm wird sich aus zwei Teilen zusammensetzen: Zum einen aus Vorträgen der Aussteller, die wir thematisch kuratieren, und zum anderen aus Beiträgen regionaler Partner. Wir arbeiten hier unter anderem mit dem Cluster Mechatronik sowie Automation Austria zusammen. Das Programm ist aktuell – etwa ein halbes Jahr vor der Messe – noch in Entwicklung, wird aber stark auf regionale Themen und Anforderungen ausgerichtet sein.

Blicken wir kurz nach Graz: Wann wird dort die all about automation stattfinden und was spricht für diesen Standort?

In Graz sind wir im September 2027, also bewusst mit Abstand zur Smart Automation in Linz. So können wir im Spätherbst noch einmal einen klaren Akzent setzen. Der Standort Graz ist für uns auch strategisch sehr spannend, weil wir von dort aus gezielt Besucher aus Slowenien und Kroatien ansprechen können. Für viele österreichische Niederlassungen großer Automatisierungsunternehmen gehören diese Märkte ohnehin zum Vertriebsgebiet.

Generell ist auch eine Zusammenarbeit mit dem Automation Forum angekündigt. Wie kam es dazu?

Wir sehen das Automation Forum, das von JU-Connect veranstaltet wird, als sehr gute Ergänzung. Es hat einen anderen Fokus – stärker auf Zukunftsthemen, Austausch und Networking, kombiniert mit einer kleineren Ausstellung. Unsere Formate unterscheiden sich, ergänzen sich aber hervorragend. Deshalb unterstützen wir uns gegenseitig und machen aufeinander aufmerksam. So stärken wir gemeinsam die Präsenz der Automatisierungsbranche in Österreich.

Was macht das Konzept der all about automation insgesamt und aus Ihrer Sicht so erfolgreich – unabhängig vom Standort?

Unser Ansatz ist, in starken Industrieregionen fokussierte Marktplätze zu schaffen, die für Aussteller mit überschaubarem Budget und geringem Aufwand realisierbar sind. Alle Aussteller sind auf Augenhöhe – niemand hat mehr als 30 Quadratmeter, alle präsentieren sich im Systemstandbau. Für Besucher ist das Catering kostenfrei, die Atmosphäre bewusst offen und einladend.

Eine all about automation ist immer eine all about automation – egal, ob in Deutschland, der Schweiz oder künftig in Österreich. Und wir merken deutlich, dass sich der Messegedanke wieder stärker auf das Wesentliche konzentriert: wertvolle Kontakte, konkrete Gespräche und ein gutes Verhältnis zwischen Messebudget und Lead-Qualität.

Qualität statt Quantität ist also das Stichwort?

Absolut. Wir haben unsere Aussteller gezielt gefragt, wie sie die Qualität der Kontakte auf der all about automation im Vergleich zu anderen Messen bewerten – und das Feedback war eindeutig positiv. Es gelingt bei uns, wirklich ins Gespräch zu kommen, sich Zeit zu nehmen und gemeinsam konkrete Lösungen zu erarbeiten. Das ist für viele Unternehmen heute deutlich wichtiger als eine möglichst hohe Besucherzahl.

Gibt es aus Ihrer Sicht besondere Erwartungen des österreichischen Marktes?

Ja, ich glaube, die Erwartungen sind hier durchaus hoch – vielleicht sogar höher als an etablierten Standorten in Deutschland. Österreich ist ein starkes Industrieland und wir kommen mit einer klaren Erfolgsgeschichte. Es ist absolut legitim, dass Aussteller und Besucher erwarten, dass die erste Edition gleich sehr gut funktioniert. Dieser Anspruch spornt uns natürlich an.

Messen wurden in den letzten Jahren oft infrage gestellt. Wie sehen Sie die Zukunft?

Während der Corona-Zeit war das tatsächlich ein echter Lackmustest. Gerade kleinere, fokussierte Formate wie unsere konnten aber schneller wieder stattfinden – und wurden sehr gut angenommen. Heute spielen zusätzlich Themen wie Nachhaltigkeit eine große Rolle. Und bei erklärungsbedürftigen Produkten, die Vertrauen erfordern, bleibt der persönliche Kontakt unschlagbar. Messen sind und bleiben Marktplätze – vielleicht sogar wichtiger denn je.

Zum Abschluss: Gibt es für Unternehmen noch die Möglichkeit, sich für Wels anzumelden?

Ja, aber man sollte schnell sein. Wir haben uns bewusst entschieden, in einer Halle zu bleiben und diese komplett zu füllen. Es gibt noch wenige freie Plätze – Interessierte sollten sich spätestens vor Weihnachten 2025 bei uns melden.

Frau Waglöhner, vielen Dank für das Gespräch.

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