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Siemens und Salesforce vertiefen KI-Partnerschaft
Siemens und Salesforce erweitern ihre Partnerschaft, um agentenbasierte Unternehmen zu schaffen, indem sie industrielle Digitale Zwillinge mit autonomer KI integrieren. Durch die Verbindung von Salesforces autonomer KI-Plattform Agentforce mit Siemens’ Teamcenter helfen Siemens und Salesforce Industrieunternehmen dabei, in großem Maßstab zu agentenbasierten Unternehmen zu werden, indem sie Antworten in Ingenieursqualität direkt in Vertrieb, Service und Kunden-Workflows liefern.
Um Vertrieb und Service in der Industrie neu zu definieren, vertiefen Siemens und Salesforce ihre KI-Partnerschaft. (Bild: AdobeStock_842541017_Nijat)
Das Ergebnis ist ein neues Niveau industrieller Intelligenz im Front Office. Fragen, die früher an die Techniker zurückgehen mussten, können jetzt in Sekunden direkt im Kunden-Workflow beantwortet werden. Ein Servicetechniker kann die passenden Ersatzteile für eine bestimmte Seriennummer bereits vor dem ersten Vor-Ort-Einsatz identifizieren. Ein Vertriebsmitarbeiter kann sich bei seinem Angebot auf solche Upgrades beschränken, die technisch gültig und produzierbar sind. Und ein Kunde kann das richtige Teil finden und bestellen, ohne auf einen Ingenieur warten zu müssen oder eine Hotline anzurufen.
Virtueller Ingenieur in der Hand
„Lange Zeit waren das Wissen der Ingenieure und die tägliche Arbeit der Menschen, die unsere Produkte nutzen und warten, voneinander getrennt. Das ändern wir jetzt“, sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Wir integrieren unseren Digitalen Zwilling direkt in die Arbeitsabläufe unserer Kunden. Damit geben wir den Teams in Service und Vertrieb einen virtuellen Ingenieur an die Hand. Siemens bringt die industrielle KI, Salesforce die Enterprise-KI. Gemeinsam schaffen wir einen entscheidenden Baustein für ein industrielles KI-Betriebssystem, das Produktentwicklung, Betrieb und Geschäftsprozesse miteinander verbindet.“
„Siemens und Salesforce beweisen, was möglich ist, wenn Unternehmen die Zukunft gemeinsam gestalten wollen,“ sagte Marc Benioff, Vorsitzender und CEO von Salesforce. „Gemeinsam zeigen wir die transformative Wirkung von KI, die sich über das gesamte Unternehmen erstrecken kann – indem wir das Beste unserer Technologie, Expertise und unseres Branchenwissens zusammenführen. Dadurch definieren wir die Art und Weise neu, wie Arbeiten erledigt und Kunden bedient werden. Dies ist eine Blaupause für das KI-Zeitalter: enge Zusammenarbeit, die über das bloße Verbinden von Technologien hinausgeht, um Transformation zu beschleunigen, neues Wachstum freizusetzen und völlig neue Werte für Kunden zu schaffen.“
Prozesse von Wochen auf Stunden verkürzen
Für Hersteller sind die Auswirkungen dieser Agent-zu-Agent-Verbindung unmittelbar spürbar und von grundlegender Bedeutung. Die Fähigkeit, Prozesse von Wochen auf Stunden zu verkürzen, eröffnet schnelleren Service, zuverlässigere Angebotsprozesse und neue Chancen, den Aftermarket-Umsatz zu steigern – ein Geschäft, das laut Branchenanalysen etwa sechsmal schneller wächst und ungefähr das Vierfache der Marge beim Neugeräte-Verkauf trägt. Durch die Verbindung verlässlicher Produktdaten mit dem Kundenkontext helfen Siemens und Salesforce Herstellern, sich von Einmalverkäufen von Ausrüstung zu tieferen Kundenbeziehungen zu bewegen und legen den Grundstein für vorausschauende, leistungsbasierte Servicemodelle.
Siemens hat außerdem Agentforce eingeführt und seinen Inbound-Vertrieb mit KI-Agenten modernisiert. Dies gibt Kunden größere Flexibilität beim Einkauf über AIforce, eine vertrauenswürdige Unternehmens-KI-Lösung, die das gesamte Salesforce-Ökosystem – Daten, Arbeitsabläufe, Geschäftslogik, Aktionen und Governance – in jede agentische Schnittstelle integriert.
Siemens erhielt monatlich über 2.500 potenzielle Kundenkontakte, ohne zu wissen, welche davon die Zeit des Vertriebsteams wirklich wert waren. Siemens setzte Agentforce ein, um das steigende Interesse potenzieller Kunden effizient in qualifizierte Vertriebsgespräche umzuwandeln – und das in großem Maßstab für 18.000 Vertriebsmitarbeiter. Die Leads fließen in Sales Cloud, wo sie von zwei KI-Agenten, die eng zusammenarbeiten, betreut, bewertet und weitergeleitet werden: einem Engagement-Agenten und einem Qualifikations-Agenten. Der Engagement-Agent kontaktiert eingehende Leads und verweist interessierte potenzielle Kunden an den Qualifikations-Agenten, der jeden Einzelnen prüft, bevor die aussichtsreichsten Leads dem richtigen Vertriebsmitarbeiter zugewiesen werden.
Der Engagement-Agent nutzt CRM-Daten, um die E-Mail-Kontaktaufnahme zu personalisieren. Jede E-Mail enthält einen sicheren öffentlichen Schlüssel, der den Lead identifiziert, ohne die interne Datensatz-ID offenzulegen. Wenn der Interessent dem Qualifikations-Link folgt, ermöglicht dieser Schlüssel dem Qualifikations-Agenten, den Verkaufsdatensatz abzurufen, Informationen zu bestätigen oder hinzuzufügen und Details wie Budget- und Zeitrahmenbedarfe während des Gesprächs zu speichern. Heute werden 100 % dieser eingehenden Leads in 132 Ländern von Siemens bearbeitet.

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