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Siemens Industrial-Edge-Ökosystem stärkt Daten- und KI-Integration
Siemens hat auf der Hannover Messe 2026 bedeutende Erweiterungen seines Industrial-Edge-Ökosystems angekündigt und beschleunigt damit die Daten- und KI-Integration und stellt erweiterte Cybersecurity-Funktionalitäten bereit. Diese ermöglichen eine nahtlose Integration von IT- und Operational-Technology-Umgebungen (OT), optimieren Prozesse und reduzieren Betriebsstörungen.
Die auf Industrial Edge basierende Industrial AI Suite ist jetzt allgemein verfügbar.
„Siemens Industrial Edge entwickelt sich zu einer umfassenden Plattform, die KI, Sicherheit und Ökosystem-Innovation vereint", sagt Dr. Horst J. Kayser, CEO Factory Automation bei Siemens Digital Industries. „Das gibt unseren Kunden mehr operative Flexibilität, vereinfachte IT/OT-Integration und zertifizierte Sicherheit für kritische Betriebsabläufe – alles auf einer skalierbaren Plattform.“
Siemens Industrial Edge verbindet Datenanalyse, Künstliche Intelligenz und nahtlose Konnektivität auf einer sicheren, skalierbaren Plattform.
KI-Integration und dezentrales Scada für mehr Flexibilität
Die auf Industrial Edge basierende Industrial AI Suite ist jetzt allgemein verfügbar. Sie vereinfacht den gesamten KI-Lebenszyklus und ermöglicht es, industrielle KI über eine vollständige Infrastruktur einzubetten, KI-Modelle einfach zu skalieren und standortübergreifend zu verwalten. Sie unterstützt eine Vielzahl von KI-basierten Anwendungen wie beispielsweise vorausschauende Wartung und visuelle Inspektion, um Ausfallzeiten zu reduzieren und die Produktionsqualität nachhaltig zu steigern. In der neuesten Version ermöglicht die Industrial AI Suite zudem ein deutlich effektiveres KI-Modell-Retraining, indem Kunden Bilddaten mit Produktionsdaten aus MES-Systemen oder Steuerungen kombinieren können.
Überwachung und Datenerfassung mit Scada-Systemen ist jetzt dezentral über Industrial Edge möglich: WinCC Unified ist nun allgemein verfügbar, WinCC Open Architecture gibt es jetzt als Edge App und für die virtuelle SPS (Simatic S7-1500v).
Zertifizierte Sicherheit für kritische Infrastrukturen
Industrial Edge Management in der Version 2.0 kombiniert eine neu gestaltete, benutzerfreundlichere und effizientere Oberfläche mit erweitertem Datenmanagement und erhöhter Sicherheit für verteilte Infrastrukturen. Gleichzeitig unterstützt die Plattform nun weitere Hypervisoren wie OpenShift und Hyper-V, wodurch Siemens Industrial Edge flexibel auf bestehenden IT-Infrastrukturen betrieben werden kann. Siemens erfüllt damit sowohl die Ansprüche der IT als auch der OT-Welt.
IEC 62443-4-2-zertifizierte Sicherheitsfunktionen für kritische Infrastrukturen, inklusive Air-Gapped-Betrieb, bei dem Systeme physisch von externen Netzwerken getrennt sind, sind für die zweite Jahreshälfte 2026 zur Veröffentlichung vorgesehen und sollen voraussichtlich für erhöhte Cybersicherheit sorgen. Die hohen Sicherheits- und Datenmanagement-Fähigkeiten wurden unabhängig bestätigt. Das Prüfinstitut UL Solutions hat Siemens Industrial Edge und die virtuelle SPS mit der Zertifizierung „Smart Systems Verified – Platinum" ausgezeichnet und dabei sechs Schlüsselkategorien evaluiert: Konnektivität und Interoperabilität, Steuerung und Automation, Digital Experience, funktionaler Mehrwert, Resilienz sowie Cybersecurity.
Erweitertes Datenmanagement mit Industrial Information Hub
Der Industrial Information Hub wurde grundlegend erweitert. Die Lösung für Datenmanagement ermöglicht einen bidirektionalen Datenfluss: Datenmodelle können nun parallel zwischen Edge-Gerät und zentralen IT-System in beide Richtungen synchronisiert werden. Dies eröffnet neue IT/OT-Integrationsszenarien. Zudem ist die neue Version des Industrial Information Hub auf ARM-basierten Geräten wie der Simatic IOT2050 verfügbar, die beispielsweise batteriebetrieben eingesetzt werden kann und bei der eine LTE-basierte drahtlose Vernetzung geplant ist. Dank des energieeffizienten Betriebs können Edge-Anwendungen dadurch auch an Standorten ohne dauerhafte Stromversorgung realisiert werden. Besonders relevant sind diese Neuerungen für dezentrale Scada-Anwendungen in der Logistik, in der Wasser- und Abfallwirtschaft oder für erneuerbare Energien.
Ausbau des stetig wachsenden Partner-Ökosystems
Neue Partnerlösungen erweitern darüber hinaus das Industrial-Edge-Ökosystem. Zusammen mit 36Zero Vision, MVTec und Basler entstehen Lösungen im Bereich Machine Vision und Qualitätsprüfung. Von der KI-gesteuerten Defekterkennung über No-Code-Bildverarbeitung bis hin zu modular einsetzbaren Bildverarbeitungs- und Analysefunktionen können Unternehmen Machine-Vision-Anwendungsfälle skalierbar in der Fertigung integrieren. OnLogic tritt dem Industrial-Edge-Ökosystem bei, um leistungsstarke Funktionen in den härtesten Industrieumgebungen bereitzustellen. Durch die Kompatibilität der robusten Industrial PCs von OnLogic mit Siemens Industrial Edge ermöglicht die Partnerschaft eine sichere, zentral verwaltete Digitalisierung im Sektor Öl und Gas, in anspruchsvollen Fertigungsumgebungen sowie an abgelegenen Edge-Standorten, die eine hohe Rechenleistung vor Ort erfordern.


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