Optimal abgesichert – mit MICO, dem intelligenten Strommanagement-System
Moderne 24VDC Installationssysteme, versorgt durch Primärschaltregler, stellen hohe Anforderungen an eine optimale Absicherung der Verbraucher. Primärschaltregler, die aufgrund ihrer kompakten Bauweise und des außerordentlich hohen Wirkungsgrades das Herz eines jeden Schaltschrankes geworden sind, schalten sich bei Überströmen und Kürzschlüssen im Millisekundenbereich ab. Die Folge ist, dass nicht nur der Verbraucher bzw. die Leitung – welche den Überstrom verursacht hat – abgeschaltet wird, sondern auch andere Anlagenteile „vom Netz“ genommen werden.

Durch zeitverzögertes (kaskadiertes) Einschalten der einzelnen Strompfade vermeidet MICO unerwünschte Einschaltstromspitzen. Dadurch können Netzgeräte mit geringerem Ausgangsstrom verwendet werden.
Durch zeitverzögertes (kaskadiertes) Einschalten der einzelnen Strompfade vermeidet...
Im Fehlerfall liefern Primärschaltregler nur für einen sehr kurzen Zeitbereich einen höheren Strom als die Nennstromangabe. Diese Zeit ist in jedem Fall deutlich zu kurz, um Leitungsschutzschalter in 24VDC-Bereich, die in großen Stückzahlen eingesetzt werden, über den elektromagnetischen Schnellauslöser innerhalb kurzer Zeit auszulösen. Leitungsschutzschalter der Charakteristik „C“ benötigen im Gleichstrombetrieb den 10 bis 15fachen Nennstrom, um im Bereich von 100ms bis hin zu mehreren Sekunden auszulösen. Aufgrund der thermischen Abhängigkeit sowie Bauteiltoleranzen kann die Auslösezeit innerhalb dieses doch sehr großen Bereiches liegen und ist nicht genauer spezifizierbar.
Ein weiteres Problem ist, dass sich innerhalb des betroffenen Strompfades der Leitungs-und Innenwiderstand des Netzgerätes sowie die Widerstände der einzelnen Klemmstellen, wie die Klemme an Primärschaltregler und Verbraucher, unter Umständen an verschiedenen Übergabepunkten sowie nicht zuletzt an Reihenklemmen addieren. Dieser sogenannte Schleifenwiderstand begrenzt den tatsächlich maximal fließenden Kurzschlussstrom beträchtlich.
Ein Leitungsschutzschalter des Typ „C2“ mit einem Nennstrom von 2A benötigt also einen Auslösestrom von bis zu 30A um auszulösen. Bei den gängigen 0,34 mm² Aktor/Sensorleitungen kann dieser Strom schon ab vergleichsweise geringen Leitungslängen aufgrund des Schleifenwiderstandes nicht mehr fließen.
Der maximale Strom wird also vom Schleifenwiderstand des Strompfades begrenzt.
Dieser begrenzte Strom reicht im Fehlerfall nicht aus, damit Leitungsschutzschalter 
Da MICO Kapazitäten bis zu 20 000 μF pro Kanal bedient, können zahlreiche Verbraucher mit hoher Eingangskapazität angeschlossen werden.
Da MICO Kapazitäten bis zu 20 000 μF pro Kanal bedient, können zahlreiche...
auslösen können. Jedoch reicht der geringe Überstrom aus, damit der Primärschaltregler den Kurzschluss oder Überlast erkennt und die Ausgangsspannung abschaltet.
Eine selektive Abschaltung ist notwendig! Dies bedeutet: das Sicherungselement welches dem Fehler am nächsten ist muss auslösen. Ein relativ unbedeutender Anlagenteil, wie eine einfache Sensorleitung kann im Fehlerfall eine ganze Anlage „lahmlegen“, da unser Herz des Schaltschrankes - der Primärschaltregler - sofort für alle Verbraucher die Ausgangsspannung abschaltet. Dadurch können unter Umständen gefährliche Situationen heraufbeschworen werden, wenn z.B. die Versorgungsspannung einer SPS ausfällt und verschiedene Aktuatoren nicht in einen sicheren Zustand gefahren werden und somit einen undefinierten Zustand haben.
Die Lösung: abschalten so spät wie möglich, so früh wie nötig
Murrelektronik hat diese Probleme erkannt. Die Gerätefamilie „MICO“ trägt all diesen genannten Problemen Rechnung.
MICO ist ein intelligentes Stromverteilungssystem für den 24VDC Bereich. Es überwacht Ausgangsströme und der vom Fehler betroffene Ausgangskanal wird zielgerichtet und innerhalb kürzester Zeit selektiv und konsequent abgeschaltet. Der klare Vorteil: Nur der fehlerbehaftete Kanal wird abgeschaltet, alle anderen Verbraucher werden nicht beeinträchtigt. Dies optimiert die Maschinenverfügbarkeit drastisch und erhöht 
Die LED weisen den Anwender schon bei der Inbetriebnahme auf erhöhten Strombedarf hin und signalisieren im Betrieb den Schaltzustand.
Die LED weisen den Anwender schon bei der Inbetriebnahme auf erhöhten Strombedarf...
somit die Wirtschaftlichkeit von Maschinen und Anlagen.
MICO ist mit zwei Ausgangskanälen und mit vier Ausgangskanälen verfügbar. Das MICO-System kann dadurch optimal an die erforderliche Anzahl an Ausgangskanälen angepasst werden. Durch ein Brücksystem lassen sich diese Geräte einfach und ohne Verdrahtungsaufwand mit einander kombinieren. Doppelt ausgeführte Klemmen für 24VDC sowie GND bieten die Möglichkeit, falls das bewährte Brücksystem nicht genutzt wird, dass die 24VDC Versorgungsspannung weitergeschleift werden kann.
Bei allen Geräten lässt sich der zu überwachende maximale Ausgangsstrom kanalgenau mittels eines Drehschalters rastend einstellen. Jeder MICO-Kanal bietet 4 verschiedene Einstellmöglichkeiten und lässt sich, je nach MICO-Version einstellen. Es stehen Geräte mit den Strombereichen 1-4A, 1–6A und 4–10A zur Verfügung.
Neu: MICO 4.4.10
Eines der neuen Mitglieder der MICO-Familie, das vierkanalige Gerät „MICO 4.4.10 ACTUATOR-SENSOR“ stellt je zwei Kanäle zur Absicherung von Aktuatoren und Sensoren zur Verfügung. Die rechten beiden Stromkanäle sind im Bereich von 4-10A einstellbar, die linken beiden sind von 1-4A einstellbar. Damit verringert MICO die Variantenvielfalt im Lager: nur noch eine MICO-Variante ist nötig, statt vier verschiedene Leitungsschutzschalter. Somit werden Lagerkosten drastisch reduziert. 
Die Module können für einen wirtschaftlichen und platzsparenden Aufbau des Systems beliebig kombiniert werden.
Die Module können für einen wirtschaftlichen und platzsparenden Aufbau des...
Selbstverständlich lässt sich eine Abdeckklappe über den Drehschaltern, die zur Strombereichseinstellung dienen, verschließen und plombieren. So wird Manipulation bereits bei der Inbetriebnahme ausgeschlossen.
MICO überwacht permanent alle Ausgangskanäle auf den eingestellten maximalen Strom. Überschreitet der Ausgangsstrom eines Kanals für eine gewisse Zeit im Millisekundenbereich den maximal zulässigen Strom schaltet MICO den betroffenen Kanal ab. Kürzschlüsse werden ebenfalls innerhalb kürzester Zeit abgeschaltet.
Was passiert jedoch, wenn eine Eingangskapazität eines Verbrauchers ebenfalls, einen kurzschlussähnlichen Stromimpuls benötigt? Schaltet MICO ebenfalls innerhalb weniger Millisekunden den Verbraucher ab? Weit gefehlt! MICO erkennt mit einer im Gerät hinterlegten Intelligenz Kapazitäten aktiv und schaltet diese nicht ab. Die bekannten MICO-Geräte lassen Eingangskapazitäten von bis zu 20.000 µF pro Kanal zu. Das neue MICO Familienmitglied „MICO 4.10 SPEED-START“ lässt sogar Eingangskapazitäten bis zu 30.000 µF pro Kanal zu. Damit lassen sich zahlreiche kapazitive Verbraucher wie beispielsweise Antriebsregelungen starten und anschließend überwachen.
Lösung für sensible Verbraucher
Bei Antriebsregelungen handelt es sich oftmals um sensible Verbraucher, die ihre eigene Eingangsspannung permanent auf Spannungseinbrüche überwachen. Tritt nun in der Versorgungsspannung der Antriebsregelung ein Spannungseinbruch im Millisekunden bereich auf, erkennt diese bereits in der Hochlaufphase eine unsaubere Spannungsversorgung und schaltet ab. Die Lösung für dieses Problem heißt MICO 4.10 SPEED-START. Durch ein optimiertes Anlaufverhalten gehören Abschaltungen der Antriebsregelungen bedingt durch Spannungseinbrüche der Vergangenheit an.
Würden alle kapazitiven Verbraucher, die ein Primärschaltregler versorgt, zur gleichen Zeit aktiviert, könnte es ebenfalls zu Problemen aufgrund des hohen Einschaltstromes, den die Eingangskapazitäten benötigen, kommen. MICO startet alle Ausgangskanäle um 75 ms zeitversetzt. Dies reduziert die Einschaltspitze um ein Vielfaches. MICO schaltet also nicht nur intelligent ab, sondern schaltet die Verbraucher auch intelligent ein.
Oftmals werden Primärschaltregler überdimensioniert, weil dies aufgrund der Einschaltspitze notwendig ist. Der tatsächlich benötigte Nennstrom liegt meist jedoch weit unter dem maximalen Ausgangsstrom der Primärschaltregler. An dieser Stelle hilft MICO, dass Primärschaltregler mit vergleichsweise geringerem Ausgangsstrom eingesetzt werden können. Leistungsreserven werden zukünftig für Einschaltstromspitzen nicht mehr benötigt.
Um ein Höchstmaß an Flexibilität auch bei einer Instandhaltung zu garantieren lässt sich jeder Kanal einzeln mittels eines leuchtenden Tasters, welcher auch die Kanalzustände wiedergibt, ein- und ausschalten.
Die Kanalzustände von manuell ausgeschalteten Kanälen sowie durch Überstrom oder Kurzschluss ausgeschalteten Kanälen bleiben selbst über einen Spannungsreset der Eingangsspannung hinaus gespeichert. Dies erleichtert im Anschluss die Fehlersuche immens. Es ist genau erkennbar, welcher Ausgangskanal ein Problem erkannt und dann reagiert hat.
MICO kümmert sich aber nicht nur um optimale Voraussetzungen für ordnungsgemäße Instandhaltungen sondern behält auch die Erstinstallation von Maschinen und Anlagen im Blick. Der gesamte Strombedarf einzelner Strompfade lässt sich bei der Planung der Absicherung nur schwer voraussagen. Oftmals werden Verbraucher hinzugefügt oder andere Komponenten eingesetzt. Um diesen Grenzbereich zu signalisieren und den Anwender schon bei der Inbetriebnahme der Anlage auf erhöhten Strombedarf hinzuweisen, hat sich Murrelektronik etwas einfallen lassen. Werden 90 % des eingestellten Strombereiches erreicht, blinkt die LED des Strompfades grün und signalisiert so den Grenzbereich. Ist der Kanal beispielsweise auf 10A eingestellt, blinkt die LED ab 9A grün – der Kanal schaltet jedoch nicht ab. Erst bei Erreichen der 100 % schaltet der betroffene Kanal ab.
Vielleicht kennen Sie diese Geschichte so oder in ähnlicher Form … in einem entlegenen Anlagenteil, vielleicht mehrere hundert Meter vom Leitstand entfernt. Ein Leitungsschutzschalter löst aus, eventuell nur durch kapazitive Überlast. Was nun? Auf das Betriebsfahrrad schwingen, zum ausgelösten Leitungsschutzschalter fahren und diesen wieder aktivieren. Eventuell hat nun an einem anderen Anlagenteil ebenfalls ein Leitungsschutzschalter ausgelöst … Auch hier bietet MICO eine Funktion die derartige Ausflüge zukünftig überflüssig machen. Mittels eines 24VDC Signals lassen sich alle durch Kurzschluss oder Überlast ausgelösten Ausgangskanäle extern aktivieren.
Weitere Features wie die Möglichkeit, über einen potenzialfreien Kontakt im Fehlerfall ein Signal abzusetzen, runden MICO, das intelligente Strommanagement-System ab.

Durch zeitverzögertes (kaskadiertes) Einschalten der einzelnen Strompfade vermeidet MICO unerwünschte Einschaltstromspitzen. Dadurch können Netzgeräte mit geringerem Ausgangsstrom verwendet werden.

Da MICO Kapazitäten bis zu 20 000 μF pro Kanal bedient, können zahlreiche Verbraucher mit hoher Eingangskapazität angeschlossen werden.

Die LED weisen den Anwender schon bei der Inbetriebnahme auf erhöhten Strombedarf hin und signalisieren im Betrieb den Schaltzustand.

Die Module können für einen wirtschaftlichen und platzsparenden Aufbau des Systems beliebig kombiniert werden.
Special Lebensmittelindustrie
Der Lebensmittelbereich weißt noch einen relativ geringen Automatisierungsgrad auf. Naturgewachsene Produkte haben eine große Sortenvielfalt und unterliegen hohen Toleranzen, Produktionen zu automatisieren ist somit eine Herausforderung. Raue Umgebungsbedingungen und höchste Ansprüche an Reinigung und Hygiene erschweren die Anforderungen.
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