„In die Entwicklung der neuen Offshore-Windenergieanlage ist unser technisches Know-howaus drei Jahrzehnten eingeflossen. Wir gehen davon aus, dass die SWT-6.0 sich als Standardfür Offshore-Windkraftwerke auf der ganzen Welt durchsetzen wird. Mit ihrem ausgeklügeltenDesign und geringen Gewicht wird die Anlage die Kosten für Offshore-Windenergie spürbarreduzieren“, sagte Henrik Stiesdal, CTO der Division Wind Power von Siemens Energy.
Siemens kann bei der Offshore-Windenergie auf 20 Jahre Erfahrung zurückblicken. Bereits1991 hatte das Unternehmen das weltweit erste Offshore-Windkraftwerk errichtet. Seitdem hatSiemens mehr als 700 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.000 MW ineuropäischen Gewässern installiert. Derzeit hat Siemens mehr als 1.100 Offshore-Anlagen miteiner Gesamtleistung von mehr als 4.000 MW im Auftragsbestand.
Siemens hat die neue SWT-6.0 speziell für den zuverlässigen Einsatz unter den widrigenBedingungen auf hoher See entwickelt. Die neue getriebelose Maschine wird in zwei Variantenmit unterschiedlich langen Rotorblättern angeboten. Die SWT-6.0-154 ist mit dengrößtenRotorblättern in der 6-Megawatt-Klasse ausgestattet.
Das 75 Meter lange Quantum2Rotorblatt vom Typ B75 zeichnet sich durch hohe Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewichtaus. Das spezielle Blattprofil sorgt für optimale Leistung bei den unterschiedlichstenWindgeschwindigkeiten. Die Maschine des Typs SWT-6.0-120 ist mit den bewährten B58-Rotorblättern ausgestattet, die mit einer Länge von 58 Metern bereits bei den 3.6-Megawatt-Windenergieanlagen von Siemens zum Einsatz kommen. Sie eignet sich für Standorte, beidenen Höhenbeschränkungen die Installation von Anlagen in der 6-MW-Klasse normalerweiseausschließen.Dank des ausgeklügelten Designs der SWT-6.0 kann Siemens die Installationsphase auf demMeer deutlich verkürzen, was zu einer weiteren Reduzierung der Kosten von Windenergie führt.Das gesamte elektrische System der 6-MW-Anlage, einschließlich Mittelspannungssystem undVollumrichter, ist in der Gondel untergebracht. So kann die Anlage bereits vor der Installationauf See, schnell und sicher an Land getestet werden. Dadurch beschleunigt sich auch dieInbetriebnahme deutlich.Die SWT-6.0 bietet für Servicetechniker einen besonders sicheren Arbeitsplatz. Im hinteren Teilder Gondel ist eine Arbeitsplattform integriert, die einen sicheren Zugang zur Anlage von einemHubschrauber aus ermöglicht. Die Gondel bietet den Servicetechnikern viel Raum und gutenZugang zu allen wichtigen Anlagenkomponenten.Siemens hatte den Prototyp der SWT-6.0 im Mai 2011 im dänischen Høvsøre installiert undfährt die Anlage seitdem im Testbetrieb. „Die Tests haben unsere bisherigen Berechnungen vollbestätigt“, sagte CTO Henrik Stiesdal. Zusätzlich zur ausführlichen Prüfung des Prototyps,testet Siemens die Lebensdauer jeder einzelnen Komponente in sogenannten HighlyAccellerated Lifetime Tests (HALT), bei denen in kurzer Zeit eine Betriebsdauer von 25 Jahrensimuliert wird. Siemens wird eine Vorabserie von bis zu 50 SWT-6.0-Windenergieanlagen 2012und 2013 an Land und an Offshore-Standorten in Deutschland, Dänemark, Großbritannien undden Niederlanden installieren.Windenergieanlagen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen imGeschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zueinem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mitentsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong,Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.