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Kartonfördertechnik im Vormarsch

Ein amerikanischer Trend hält Einzug in Europa. Die Nachfrage von heimischen Unternehmen für das Direkthandling von Kartons steigt stetig an. Wurden bisher Waren und Güter für die weitere Verarbeitung meist händisch in Behälter umgepackt, so stehen heute Lösungen für das direkte Handling von Kartons im Vordergrund. Der neue leistungs- und platzoptimierte Staurollenförderer von TGW bewerkstelligt diese Herausforderung.

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Der neue TGW Staurollenförderer befördert Kartons und Behälter in unterschiedlichen Größen und Qualitäten.

Der neue TGW Staurollenförderer befördert Kartons und Behälter in unterschiedlichen...

Effizienter, schneller und zuverlässiger, denn alles was Zeit in Anspruch nimmt, kostet Geld, lautet einer der Grundsätze in der Intralogistik. Als Herzstück der operativen Lieferkette verursacht die Intralogistik für viele Unternehmen beträchtliche Kosten. Die laufende Kostensenkung – bei meist gleichbleibender bzw. höherer Flexibilität der Lagerlogistik, im Leistungsspektrum wie auch im Leistungsvolumen – stellt bei vielen Entscheidungen eine Gratwanderung dar. Das Resultat, die stetig fortschreitende Automatisierung von Anlagen und Prozessen. Im Bereich des Kartonhandlings in der Intralogistik werden jedoch nach wie vor die Mehrheit der Pakete von Hand aus- und umgepackt. Der Grund dafür liegt in der individuellen Größe, im Gewicht und in der Beschaffenheit von Kartons und dies stellt Fördersysteme vor eine gewaltige technische Herausforderung. Insbesondere bei der Staufunktion stoßen viele Systeme, sowohl im Handling als auch bei den Leistungsanforderungen, an ihre Grenzen.


Pneumatiksysteme im Kartonhandling –
Bremsen mit Feder und Fahren mit Luft


TGW zählt weltweit mit seinen Förder- und Lagersystemen im Bereich des Kartonhandlings zu den Technologietreibern. Nun stellt das Unternehmen erneut seine Kompetenz mit einer Entwicklung für das direkte Kartonhandling unter Beweis.

Der Herausforderung folgend, wurde ein leistungs- und platzoptimierter Staurollenförderer
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Die einzelnen Kartons werden dicht an dicht mit geringem Druck aufgestaut.

Die einzelnen Kartons werden dicht an dicht mit geringem Druck aufgestaut.

entwickelt, welcher die unterschiedlichsten Qualitäten von Kartons und Behältern gleichermaßen platz- und leistungsoptimiert befördert. Dabei werden die Ladungsträger dicht an dicht, mit geringem Druck aufgestaut. Die einzelnen Kartons können 150 x 150 mm bis 800 x 600 mm groß und mit 0,2 kg bis 50 kg beladen sein.

Der Antrieb und die Staufunktion werden von einer pneumatischen Rollenandrückleiste übernommen, welche über das spezielle Logik-Modul CRUZ-Control angesteuert wird. Per Tastendruck kann zwischen zwei Betriebsarten des Logikmoduls gewechselt werden, wodurch die Kartons modulweise oder in einem Zug vom Förderer abgezogen und in den weiteren Förderfluss übergeben werden. Durch diese Technologie werden Leistungen von mehr als 5000 Kartons pro Stunde möglich.


Funktionsweisen der Staulogik

Das Logik-Modul CRUZ-Control übernimmt die Ansteuerung der Pneumatikventile. Die Wahl des gewünschten Betriebsmodus definiert die Ansteuerung der Rollenbahnen. Die Einstellung der Betriebsart kann dabei direkt am Logik-Modul vorgenommen werden.
Für die Erfassung der Kartons kommen Reflexions-Lichtschranken von SICK zum Einsatz. Diese geben ein Signal an das Logik-Modul weiter, wenn ein Karton detektiert wird. Die Intelligenz im Logik-Modul wertet das Signal aus und steuert die gewünschte Funktion an. Gemeinsam mit den Entwicklern von SICK wurde ein photoelektrischer Miniatursensor geschaffen, welcher den Anforderungen
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Michael Etlinger, Marketing & Communications Manager der TGW Logistics Group GmbH

Michael Etlinger, Marketing & Communications Manager der TGW Logistics Group...

entspricht und direkt an das Modul angeschlossen werden kann.

Das Logik-Modul „CRUZ-Control“ ist eine Entwicklung von TGW, welche ihren Ursprung in Amerika hat. „In den USA ist Kartondirekthandling schon wesentlich länger üblich als in Europa, weshalb auch die Anforderungen an ein derartiges Stausystem ursprünglich von dort kommen“ erklärt Michael Etlinger, Marketing & Communications Manager der TGW Logistics Group GmbH. „Das Logik-Modul selbst, wie auch die Lösung des gesamten pneumatischen, staudruckarmen Rollenförderers, wurde in enger Zusammenarbeit mit unserem Tochterunternehmen in Michigan (USA) entwickelt.“ Derzeit wird bei TGW an Entwicklungen für Gravitationsfördersysteme gearbeitet, welche über ein ähnliches Logik-Modul, jedoch mit anderen Funktionalitäten, gesteuert werden soll.

Der neue pneumatische Staurollenförderer von TGW transportiert Kartons und auch Behälter unterschiedlichster Qualitäten und Abmessungen. Für die Anwender stehen zwei Betriebsarten der Staulogik zur Auswahl. Die Basic-Logik, d. h. die klassische Einzelplatzlogik oder die Progressiv-Logik, wodurch die Kartons in einem Zug vom Förderer abgezogen und an das nachfolgende System weitergegeben werden können. Während bei der Basic-Logik immer nur ein Segment eingeschaltet und solange betrieben wird, bis der Sensor frei wird, kommt bei der Progressiv-Logik das Abzugsignal von der übergeordneten Steuerung. Das Logik-Modul ist per Tastendruck von Basic auf Progressive umschaltbar. Ein weiterer Vorteil für die Inbetriebnahme, Änderungen zwischen dem Basic- und Progessive-Betrieb können schnell und einfach erfolgen.

Über
die Zusammenarbeit mit SICK sagt Josef Reischl, verantwortlicher Product Manager Conveyor Systems der TGW Mechanics GmbH. „SICK bietet ein rundes Paket – das beginnt bei der Qualität der Produkte und endet beim gebotenen Leistungsumfang auch bei Neuentwicklungen von Produkten für einen speziellen Kunden.“


Fazit

Der pneumatische Staurollenförderer von TGW bietet eine effiziente und sehr kostengünstige Staufunktion auf hohem Niveau. Das Logik-Modul „CRUZ-Control“ garantiert ein intelligentes, direktes Kartonhandling. In der Versorgung von Hochleistungs-Sortern, aber auch als Sorter-Endstelle kommt dieser Stautechnologie aufgrund der hohen Durchsatzleistungen eine große Bedeutung zu. Diese Technologie ist äußerst geräuscharm im Betrieb und kann bei Umgebungstemperaturen von 0 – 50° C eingesetzt werden. Mit dem pneumatischen Staurollenförderer stellt TGW ein weiteres intelligentes Lösungskonzept für seine Kunden bereit.
Der neue TGW Staurollenförderer befördert Kartons und Behälter in unterschiedlichen Größen und Qualitäten.
Die einzelnen Kartons werden dicht an dicht mit geringem Druck aufgestaut.
Michael Etlinger, Marketing & Communications Manager der TGW Logistics Group GmbH
Josef Reischl, Product Manager Conveyor Systems der TGW Mechanics GmbH

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Logistik

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