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Nur integriert ist CAM wirklich durchgängig

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POWERLINK für Intelligente Stromnetze

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Putzen wie aus einem Guss

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Vollautomation im Rohmilchlabor

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Nachhaltigen Kundennutzen schaffen

Nach der stattgefundenen Wirtschaftskrise 2009 hat sich bei Endress+Hauser, Global Player in Sachen industrieller Prozessautomatisierung, sehr rasch ein starker wirtschaftlicher Aufschwung eingestellt. x-technik hat sich dazu über die Hintergründe, die Stärken des Unternehmens sowie deren Strategien mit Herrn Ing. Gerhard Pölzmann, Marketingleiter bei Endress+Hauser Österreich, unterhalten.

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Ing. Gerhard Pölzmann, Marketingleiter bei Endress+Hauser Österreich: „Wir sind in der Lage mit unseren Produkten und Leistungen nachhaltigen Nutzen für unsere Kunden zu schaffen.“

Ing. Gerhard Pölzmann, Marketingleiter bei Endress+Hauser Österreich: „Wir...

Luzia Haunschmidt / x-technik im Gespräch
mit Ing. Gerhard Pölzmann, Marketingleiter bei Endress+Hauser Österreich

Herr Ing. Pölzmann, nach der 2009 stattgefundenen Wirtschaftskrise, hat sich bei Endress+Hauser sehr rasch starker Aufschwung wieder eingestellt. Sehen Sie die Krise generell als überwunden?

Nun, generell denke ich, dass sich wieder eine gewisse Stabilität eingefunden hat und in diesem Jahr mit einem leichten Wachstum zu rechnen ist. Wir erwarten keine sprunghaften Änderungen mit zweistelligen Wachstumsraten wie dies in der letzten Hälfte des vorigen Jahrzehnts zu verzeichnen war. So toll wird es sich nicht entwickeln, da damals sehr viele Produktionsanlagen aufgestockt wurden, nun ausreichend Kapazität verfügbar ist und andererseits auch entsprechender Konsum dafür vorhanden sein muss.

Welche Strategien haben bei Endress+Hauser den raschen Aufwärtstrend nach 2009 ermöglicht?

Endress+Hauser hat generell seine Strategien auf 5-Jahrespläne ausgelegt. Denn, je größer das Unternehmen ist, desto längerfristig müssen die Ausrichtungen auch gelegt werden. Mit der Veränderung der Wirtschaftslage 2009 haben
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wir allerdings die neue Situation intensiv analysiert und unsere eigene Ausrichtung nochmals geschärft.

Dem Thema Energie schenken wir mehr denn je unser besonderes Augenmerk. Moderne Verfahrenstechnik spielt hierbei eine immer größer werdende Rolle. Wir können unseren Kunden helfen, die Dinge besser zu tun – mit kostbaren Rohstoffen sparsamer umzugehen, Energie nicht zu verschwenden und die Umwelt möglichst wenig zu belasten.

Heißt das, dass sich die technische Entwicklung von Endress+Hauser in neue Richtungen bewegt hat? Sprich, wurden evt. Zukäufe für neue technische Produkte getätigt?

Nun, grundsätzlich ist Endress+Hauser mit Übernahmen sehr zurückhaltend, da es schwierig ist, die vermeintlichen Vorteile aus einem Zukauf auf das eigene Unternehmen zu übertragen. Wenn wir Firmenzukäufe tätigen, so lautet die Strategie, diese Unternehmen auch in Endress+Hauser zu integrieren.

Heuer im Frühjahr wurde die strategische Entscheidung getroffen das deutsche Beratungsunternehmen Systemplan in die Endress+Hauser-Gruppe zu holen. Systemplan ist ein Ingenieurbüro, das über große Erfahrung verfügt, Energieströme in Anlagen und Betrieben zu messen, darzustellen, zu analysieren und nachhaltig zu optimieren. Mit Systemplan wird der immer wichtiger werdende Bereich des Energiemonitoring-Managements
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Das Messgerät mit industrietauglicher Zweileitertechnik (4–20 mA HART) für die nahtlose Systemintegration: Coriolis-Massedurchfluss-Messsystem - Proline Promass E 200.

Das Messgerät mit industrietauglicher Zweileitertechnik (4–20 mA HART) für...

bei Endress+Hauser abgedeckt.

Hintergrund dazu ist, dass die produzierende Industrie in den vergangenen Jahren ihre Personalkosten optimiert, sprich in die Automatisierung ihrer Prozesse investiert hat und man versucht, mehr aus dem Rohstoff am Endprodukt zu gewinnen. Und hier wurden auch in den letzten Jahren bei uns die Schwerpunkte gesetzt, denn die Bereiche Rohstoffe und Energie sind derzeit die größten Kostentreiber. Alleine der Energieaufwand eines Unternehmens macht ca. 30 % der Kosten aus – das ist immens! Hier rechnet es sich, genauer hinzusehen, vor allem dann, wenn diese Kosten steigen.

Damit leiten Sie nun zum nächsten Punkt über: Energieeffizienz und grüne Energie sind auch im industriellen Umfeld als Schlagwörter angekommen. Wie unterstützt Endress+Hauser seine Kunden – auf der messtechnischen wie automatisierenden Ebene – beim Einsparen von Energieaufwänden?

Endress+Hauser kann zum Thema Energie recht umfassende Lösungen anbieten. Dahingehend differenzieren wir sehr stark zwischen zwei Bereiche: dem Gebiet der Energiegewinnung, also dem Kraftwerksbereich, und dem Zweig des Energiekonsums, der in der Produktion benötigt wird.
Im Kraftwerksbereich bieten wir für die klassische wie grüne Domäne ein ähnlich breites technisches Angebot nicht nur an Produkten auf der messtechnischen sondern auch auf der Engineering Seite an.

Eine spezielle Lösung von uns ist das bereits erwähnte Energiemonitoring. Geht man an dieses Thema
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Mit FieldXpert marschiert man durch die Anlage und kann per Bluetooth Modem und HART alle nötigen Einstellparameter abholen, die Daten abspeichern und in das W@M-Portal übernehmen.

Mit FieldXpert marschiert man durch die Anlage und kann per Bluetooth Modem...

heran, benötigt man zuallererst die Verbrauchsdaten von Wasser, Gas, Strom etc., die über Zähler stets verfügbar sind. Benötigt werden allerdings genauere Daten aus den verschiedenen Sektoren, wie aus Büro- und oft mehreren Produktionsbereichen. Dazu legt man gemeinsam mit dem Kunden fest, wo welche Ströme bzw. Verbrauche zu erfassen sind. In den Bereichen Druckluft, Flüssigkeiten und Gase ist es für uns einfach, diese Daten mit der eigenen Messtechnik zu erfassen. Für die Datenaufnahme des Strombereichs arbeitet Endress+Hauser mit Partnern zusammen.

Nach dieser Phase folgt ein mehrmonatiger Probelauf der Datenaufnahme und Erfassung. Und währenddessen treten die Verbrauchsklassiker meist schon zutage, wie z. B. ein rund um die Uhr laufender Kompressor, dessen Luftleitung leck ist – ein unnötig teurer Energiefresser, der vermeidbar ist. Oder die Firma steht am Wochenende still und trotzdem sinkt der Energieverbrauchspegel nicht – anhand der Datenaufzeichnung lässt sich rasch die Ursache / der Ort des Missstandes eruieren. Mit dem Energiemonitoring ist ein Unternehmen in der Lage täglich und stündlich seinen Energieverbrauch in sämtlichen Bereichen kontrollieren zu können und kann so auf unnötige Energieausgaben rasch reagieren. Das Einsparungspotential ist in den meisten Fällen überraschend hoch! Dementsprechend gerne wird dieses Angebot auch vom Markt angenommen.

Generell ist unser Ansatzpunkt bei Endress+Hauser nicht nur Produkte, Lösungen und Dienstleistungen anzubieten, sondern dem Kunden einen nachhaltigen Nutzen zu schaffen. Nutzen kann vielfältig sein, beim Monitoring sieht der Eine seine Kostenersparnis und der Andere jeden weniger verbrauchten
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Levelflex FMP54, das Messgerät von Endress+Hauser für Füllstand- und Trennschichtmessung in Flüssigkeiten.

Levelflex FMP54, das Messgerät von Endress+Hauser für Füllstand- und Trennschichtmessung...

Kubikmeter Energie als Umweltentlastung.

Endress+Hauser ist mit der Füllstandsmessung in Feststoffen groß geworden. Später wurde das Portfolio auf den Bereich der Füllstandmessung von Flüssigkeiten sowie auf die Durchflussmessung erweitert. Und heute sind Sie in der Prozessmesstechnik als Komplettanbieter nicht mehr wegzudenken. Mit welchen Automatisierungslösungen im Asset Management können Sie aufwarten?

Im Bereich Asset Management sind wir segmentiert aufgestellt. Mit der Software FieldCare bieten wir auf der Anlagenseite ein Asset Management Tool mit vielen Funktionalitäten. Das geht los bei der Geräteparametrisierung bis hin zu Lösungen für die Zustandsüberwachung. Mit FieldCare ist man in der Lage alle intelligenten Feldgeräte in einer Anlage zu konfigurieren sowie in Betrieb zu nehmen. Selbst die Verfügbarkeiten von Geräten lässt sich über eine Statutsinformation feststellen (NAMUR NE107).

Die FieldCare Software ist aber auch ausbaufähig, denn sie ist eine Schlüsselkomponente für das W@M-Programm (Anm.: Life Cycle Management Programm) von Endress+Hauser, das über den ganzen Lebenszyklus einer Anlage Service und Unterstützung bietet. D. h. der Anwender kann alle spezifischen Geräteinformationen einer Anlage auf Knopfdruck abrufen, wie z. B. die Betriebsanleitung eines Gerätes oder die entsprechenden Kalibrierzertifikate, Sicherheitsinformationen usw. Weiters bietet W@M auch alle Informationen, wann ein Gerät z. B. instand gesetzt wurde, inklusive mit der hinterlegten Reparaturbeschreibung sowie eines dazugehörigen Wartungsplanes mit
Terminabruf.
Der Kunden-Nutzen ist in diesem Bereich ein rückwirkender Nutzen, da dieses Portal im Vergleich zu herkömmlicher Anlagenwartungssoftware bereits mit einer Gerätebibliothek von Endress+Hauser (beginnend mit dem Jahr 2000) ausgestattet ist. Das bedeutet, dass der Kunde schon Informationen und Daten über die in seinem Haus bereits befindlichen Messgeräte mit der W@M-Software mit erhält und falls ältere Geräte (mit Baujahr von dem Jahr 2000) in Betrieb sind, diese in der Software einpflegen kann. Das bedeutet für unsere Kunden in der Datenerhebung und deren Einpflegung eine erhebliche mehrmonatige Arbeitsersparnis.

Allerdings muss man für die Einpflegung alter Geräte dann doch noch mit Block und Bleistift durch die Anlage marschieren um diese in das W@M-Portal aufnehmen zu können, oder gibt es dafür auch eine praktikablere Lösung?

Ja, das funktioniert mit dem industrietauglichen Handheld-PC von Endress+Hauser, dem FieldXpert, recht einfach. Mit diesem marschiert man durch die Anlage und kann per Bluetooth Modem und HART alle nötigen Einstellparameter abholen, die Daten abspeichern und in das W@M-Portal übernehmen.

Erleichterungen finden Kunden aber sicherlich nicht nur auf der Hard- und Softwareebene bei Endress+Hauser. Können Sie auch im Servicebereich in dieser Hinsicht punkten?

Was mehr und mehr verlangt und von uns auch geboten wird, sind weitere Asset Management Leistungen wie die Auswahl von Messgeräten, messtechnische Kalibrierungen in einer Anlage selbst, Montageleistungen – auch sämtliche Hookups wie Absperrventile oder Schutzkästen samt deren Installation – bis zur Inbetriebnahme und in Folge mitunter gewünschte Wartungs- und Instandhaltungsleistungen.

Auf
der Automatisierenden Ebene bieten wir neben den Messgeräten auch die Steuerung und Visualisierung auf der Geräte-, Anlagen- und Bereichsebene an, wie z. B. Dosierungssteuerungen für Füllmaschinen, FDA-konforme Reinraumüberwachungen oder Abwasseraufbereitung. Nur stellen wir nicht selbst Steuerungen und Visualisierungshardware her, sondern arbeiten hier mit – oft von Kundenseite vorgegebenen – Steuerungsanbietern zusammen, in Österreich meist mit Bernecker & Rainer.

Nun verschwimmen ja die Grenzen zwischen Prozess- und Fabrikebene in steuerungstechnischen Belangen immer mehr – ist das im messtechnischen Bereich ebenso?

Ja, auch hier verschwimmen die Grenzen. Dies wird einerseits von den Herstellern selbst betrieben, da sich mit höheren Stückzahlen bessere Preise erzielen lassen. Dem gegenüber stehen von verschiedenen Industriebetrieben unterschiedliche technische Anforderungen. Von unserer Seite ist hier natürlich der Spagat zu schaffen, d. h. wir müssen und können oftmals mit einem Produkt möglichst viele Varianten abdecken, um mehrere Industriebereiche beliefern zu können. Und trotzdem dürfen wir uns dabei nicht „verzetteln“ und den Schwerpunkt auf unser Kerngeschäft nicht vernachlässigen. Aber wir stellen uns dieser Herausforderung, kommen den Wünschen der Kunden nach und bieten das „Rundherum“ um die Produkte, wie Serviceleistungen etc. ebenso an.

Endress+Hauser ist übrigens einziger Anbieter einer SCS-akkreditierten Kalibrierung vor Ort (SCS: Swiss Calibration Service) für die Themen Durchfluss, Druck und Temperatur.

Schwenken wir zum Thema der Digitalen Kommunikation. Bietet Endress+Hauser neben den Kommunikationsverbindungen über HART, Profibus und Wireless auch Geräte-Verbindungen über Ethernet?

Ja eine Erweiterung gibt es, wir bieten eine Verbindung über Ethernet-IP von Rockwell Automation an, da dieser Standard von vielen Unternehmen mehr und mehr favorisiert wird. Wir haben hierfür die zwei Durchflussmesser Promag und Promass auf den Markt gebracht, die mit Ethernet-IP ausgestattet sind. Es gibt dazu auch Überlegungen diesen Kommunikationsstandard auf eine breitere Produktebene auszuweiten.

Wie bleibt Endress+Hauser innovativ und woher wissen Sie so genau, was Ihre Kunden wirklich wünschen?

Das ist eine Herausforderung der wir mittels verschiedener Wege begegnen. Einer davon ist der direkte und intensive Kontakt zu unseren Kunden über unseren Vertrieb, der allein in Österreich 30 Mann stark ist. Dieser erhält sehr viele Informationen und Wünsche direkt von den Klienten, die dann mit unseren Produktentwicklern zusammen gebracht werden. Außerdem veranstalten wir etwa drei Kundenforen pro Jahr, bei denen wir die Anregungen, Ideen und Anforderungen unserer Kunden aufnehmen, diskutieren und auch in Folge behandeln.

Entwicklung hat bei Endress+Hauser einen hohen Stellenwert. Mit welchen neuen Produkten punkten Sie im Herbst 2011?

Im Bereich der Füllstandmessung bieten unsere Levelflex-Geräte nun zwei mA Ausgänge, die ab sofort verfügbar sind und auf der Messe Smart Automation 2011 ausgestellt werden. Im Sektor der magnetisch-induktiven Durchfluss-Messsysteme werden wir 2012 eine neue Serie auf den Markt bringen. Auch die Plattformen werden mit neuen Funktionen weiter vorangetrieben.
Ing. Gerhard Pölzmann, Marketingleiter bei Endress+Hauser Österreich: „Wir sind in der Lage mit unseren Produkten und Leistungen nachhaltigen Nutzen für unsere Kunden zu schaffen.“
Das Messgerät mit industrietauglicher Zweileitertechnik (4–20 mA HART) für die nahtlose Systemintegration: Coriolis-Massedurchfluss-Messsystem - Proline Promass E 200.
Mit FieldXpert marschiert man durch die Anlage und kann per Bluetooth Modem und HART alle nötigen Einstellparameter abholen, die Daten abspeichern und in das W@M-Portal übernehmen.
Levelflex FMP54, das Messgerät von Endress+Hauser für Füllstand- und Trennschichtmessung in Flüssigkeiten.

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