22.04.2008

Von Spänen befreit durch wässerige Teilereinigung

In der bei IMS:Gear installierten MAFAC-Maschine werden täglich zwischen 70 und 80 Reinigungsgänge gefahren. „Wir haben uns für die PALMA entschieden, weil die Firma MA-FAC mit ihrem technischen Know How, unter anderem dem patentierten Spritzreinigen, viel weiter ist als andere Anbieter“, sagt Helmut Meister, General Manager der Firma IMS:Gear.

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Die bei IMS:Gear installierte PALMA wird von einem speziell hierfür zuständigen Mitarbeiter beschickt.

Die bei IMS:Gear installierte PALMA wird von einem...

Seit Februar 2007 läuft das auf wässeriger Basis arbeitende Zwei-Bad-System des Alpirsbacher Reinigungsmaschinenherstellers in der Fertigung von IMS:Gear in Donaueschingen. Vorrangig Stanz- und Biegeteile aus Stahl sowie Dreh- und Frästeile ebenfalls aus Stahl werden in der Maschine gereinigt. Dabei werden Rückstände in Form von Öl und Emulsion, vor allem aber Späne in allen Grö-ßenordnungen entfernt.

1863 in Eisenbach gegründet, hat sich das mittelständische Unternehmen IMS:Gear zu einem internationalen Spezialisten für Zahnrad-, Getriebetechnik und Systemlösungen entwickelt. Das Leistungsspektrum des Fachbetriebs umfasst die Konzeption, Entwicklung und Produktion von definierten Anwendungsfeldern kundenspezifischer Getriebe, Baugruppen und Komponenten. Die Produktpalette reicht von Getrieben und Einzelkomponenten für die elektromotorische Sitzverstellung über Komponenten für die Lenksäulenkomfortanpassung bis hin zu Komponenten für elektri-sche Fensterheber. Seit 1980 hat IMS:Gear seinen Firmensitz in Donaueschingen, wo ergänzend zur Produktion 2001 ein Technologiezentrum entstanden ist. Darüber hinaus gibt es Produktionsstandorte in den USA, in Mexiko und in Eisenbach. In Deutschland sind etwa 1.000 Mitarbeiter bei IMS:Gear beschäftigt. Hauptkundenkreis des Unternehmens sind die führenden ...
Hersteller der Automobilindustrie, für die etwa 80 Prozent der Produkte gefertigt werden.

Eine interne Umstrukturierung der IMS:Gear zu Geschäftsbereichen rückte das Thema industrielle Reinigung in den Vordergrund. Zunächst wurde ein Waschkonzept erarbeitet, in dem man sich für die Reinigung auf wässeriger Basis entschied. Grund hierfür waren die Verschmutzungen der bei IMS:Gear zu reinigenden Werkstücke. „Sehr feine Späne sind die Rückstände, die bei uns vor allem abgereinigt werden müssen und die uns bisher die größten Probleme bei der Reinigung bereitet haben“, so Helmut Meister. Somit war die zentrale Anforderung an das Reinigungssystem die Spänefreiheit und diese Anforderung erfüllten die wässerigen Reinigungsanlagen am besten, „weil sie mit höheren Geschwindigkeiten fahren“, sagt Helmut Meister. Zudem gab es keinerlei Probleme beim Entfernen von Ölen und Emulsionen.

Ein überzeugendes Reinigungsergebnis in den Vorversuchen, die räumliche Nähe zum Hersteller und die kompakte Bauweise gaben den Ausschlag für die Anschaffung einer MAFAC-Maschine. Da eine Vorreingung der Werkstücke aufgrund der zum Teil sehr groben Verschmutzungen notwendig ist, fiel die Wahl auf das Zwei-Bad-System PALMA. Ein weiterer Grund war das Ultraschallsystem, das optional in die PALMA eingebaut werden kann. „Ohne den Ultraschall hätten wir die feinen, oft kaum sichtbaren Späne nicht aus den Bohrungen herausbekommen und damit nicht das hervorragende Reinigungsergebnis erzielt“, so Helmut Meister.

Derzeit werden Stanz- und Biegeteile sowie Dreh- und Frästeile, die alle aus Stahl gefertigt sind, in der PALMA gereinigt. Sie weisen unterschiedliche Verschmutzungen auf. So müssen an den Stanz- und Biegeteilen Rückstände in Form von Öl und Spänen abgereinigt werden, während die Dreh- und Frästeile je nach Fertigungsphase mit feinen Spänen, Emulsion und Öl verschmutzt sind.

Insgesamt fünf Programme, deren Laufzeit zwischen acht und 15 Minuten ...
liegt, sind bei IMS:Gear in der PALMA eingespeichert. Die beiden Bäder kommen in der Reihenfolge Vorreinigen, hier erfolgt die Entfernung des Grobschmutzes, und Reinigen zum Einsatz. Da derzeit alle Werkstücke für die Reinigung im Korbaufnahmesystem fixiert werden, kann die von MAFAC entwickelte und patentierte Verfahrenstechnik des Spritzreinigens bei der Reinigung aller Teile genutzt werden. Dabei rotiert das Korbaufnahmesystem gegenläufig zu dem mit Vollstrahldüsen ausgestatteten Spritzsystem. Während der gesamten Reinigung wird die Kammer geflutet. Das dies auch beim Einsatz des zweiten Bades möglich ist, ist eine Weiterentwicklung der Firma MAFAC, die derzeit nur die PALMA bietet. Zudem kommt die Ultraschallreinigung zum Einsatz. Die Temperatur des Reinigungsmediums liegt bei 70 Grad.

An die Reinigung schließt sich die Trocknung an. In einem ersten Schritt werden die Werkstücke mittels des Impusblassystems mit Druckluft über ein rotierendes Blassystem impulsartig abgeblasen. Der zweite Trocknungsabschnitt erfolgt über das Heißblassystem. Dabei werden die Teile über eine im oberen Bereich der Reinigungskammer befindliche Schlitzdüse mit erhitzter Luft beaufschlagt. Das Korbaufnahmesystem rotiert bei der Trocknung
ebenso wie in der Nassphase.

Derzeit liegen die Badstandzeiten der im Zweischichtbetrieb laufenden PALMA bei etwa zwei Monaten. „Dies hängt auch von den Ölrückständen ab“, so Helmut Meister. Täglich werden etwa 70 bis 80 Reinigungsgänge gefahren. Beiden Bädern ist ein Reinigungsmedium zugesetzt. Dessen Konzentration liegt im Vorreinigungsbad, dem 720 Liter umfassenden Mediumtank eins, bei drei Prozent. Dem Reinigungsbad, Mediumtank zwei, mit einem Fassungsvermögen von 600 Litern ist dasselbe Reini-gungsmedium in 0,5 prozentiger Konzentration beigegeben. Fette und Öle werden im Mediumtank eins durch einen Koaleszenzabscheider mit Oberflächenschlürfer abgeschieden und in einem separaten Behälter gesammelt. Die Abscheidung von Partikeln erfolgt über eine Rücklauffiltration mit Unterwasser-filter.

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Die PALMA ist bei IMS:Gear an einem separaten, aber zentral gelegen Platz installiert, so dass die Werkstücke aus den unterschiedlichen Bearbeitungsbereichen gereinigt werden können. Sie wird von einem speziell hierfür zuständigen Mitarbeiter beschickt. Dieser aktiviert die eingespeicherten Programme über die Maviatic, das neue Bedienerkonzept von MAFAC, mit dem die PALMA als erste Maschine ausgestattet wurde. Die Steuerung, die wie ein normaler PC zu handhaben ist, basiert auf Windows CE und bietet dank ihrer komfortablen Oberfläche vielfältige Möglichkeiten zur effizienten Verwaltung und Aktivierung von Reinigungsprogrammen. Das Touchpanel macht eine Tastatur überflüssig.

Kontakt:

Map Pamminger

Krottenseestraße 45

A-4810 Gmunden

Tel. +43-7612-9003-2603

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