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Frauen an der TU Wien

Seit mehreren Jahren setzt die TU Wien Aktivitäten, um mehr Mädchen und Frauen für die Technik zu interessieren und damit den Frauenanteil an der TU Wien in einem ersten Schritt bei den Studierenden und in weiterer Folge auch unter den MitarbeiterInnen signifikant zu erhöhen. Mit einem Durchschnitt von rund 25 % bei den Studierenden liegt die TU Wien durchaus im Rahmen gängiger Quotenregelungen. Bei genauer Betrachtung einzelner Studienrichtungen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik ist ein Frauenanteil von rund 5 - 7 % aber eher ernüchternd.

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Bianka Ullmann studiert Technische Physik und war im Zeitraum vom Juli 2009 bis Juni 2011 Vorsitzende der HochschülerInnenschaft an der Technischen Universität Wien. WANTED hat Frau Ullmann gebeten einen Einblick und Informationen über ihre Erfahrungen und Erwartungen an der TU Wien zu geben:


Frau Ullmann, warum haben Sie sich für eine technische Ausbildungsrichtung entschieden?

Aufgrund meiner handwerklichen Begabung und meinem Interesse für Mathematik habe ich mich nach dem 14 Lebensjahr entschieden, an der HTL in Mödling Elektronik zu studieren. Die ersten Jahre musste ich gegen versteckte Vorurteile ankämpfen und beweisen, dass ich gute Noten nicht nur bekommen habe weil ich eine Frau bin, sondern weil ich gute Leistungen erbracht habe. Erst in den letzten Jahren wurde ich auch als einzige Frau in der Klasse akzeptiert und als gleichgestellt betrachtet.


Wie sind Sie an die TU Wien gekommen?

Es lag die Vermutung nahe, nach der abgeschlossenen HTL ein Studium

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Bianka Ullmann studiert Technische Physik und war im Zeitraum vom Juli 2009 bis Juni 2011 Vorsitzende der HochschülerInnenschaft an der Technischen Universität Wien

Bianka Ullmann studiert Technische Physik und war im Zeitraum vom Juli 2009...

an der TU Wien zu belegen. Mich interessierten die Hintergründe und daher entschied ich mich für die Technische Physik?


Wie geht es Ihnen als Frau an der TU?

Sehr gut. Ausgrenzungen, Anfeindungen oder auch versteckte „Fauls“ kenne ich aus persönlichen Erfahrungen nicht. Es ist allerdings bedauerlich, dass sich nicht mehr Frauen durchringen, ein technisches Studium zu beginnen.


Woran kann das liegen?

Großteils am Elternhaus und der sozialen Umgebung. Auch heute fragen Eltern noch: „Dürfen auch Mädchen an der TU Wien studieren?“ An Aufklärungsarbeit und Information muss noch viel gearbeitet werden und daher engagiere ich mich auch in der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies an der TU Wien. Der Weg ist steinig und es müssen veraltete Strukturen aufgebrochen werden.


Können Sie das präzisieren?

Das Bewusstsein zu schaffen, dass Frauen technisch mindestens so begabt sind wie Männer ist das eine, aber um eine wirkliche nachhaltige Änderung herbeizuführen, bedarf es eines gesellschaftlichen Umschwungs.


Was fällt Ihnen zum Schlagwort „Networking“ ein?

Das Networking von Frauen an der TU Wien funktioniert, aber eben anders als männliche Netzwerke. Die Kommunikation ist anders und auch deren Wege. Gemeinsame Umgangsformen, Arbeitsweisen usw. und damit ein gemeinsames Netzwerken mit den männlichen Kollegen wäre sinnvoll und erstrebenswert. Wir arbeiten daran.


Danke für das Gespräch.



Studie - Leaky Pipeline

Wo leckt die Frauen-Karriereleitung an der TU Wien?


style="font-size: 10.0pt; font-family: Verdana;">- Weibliche Studierende weisen – bei fächerspezifischen Unterschieden – bei identen Voraussetzungen verglichen mit ihren männlichen Studienkollegen insgesamt eine 30% höhere Abbruchsquote auf.


- Bewerben Frauen sich für eine ausgeschriebene wissenschaftliche Position an der TU Wien, dann zeigt ein Experiment, dass ihre Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, sinken, wenn ihr Geschlecht aus dem Lebenslauf ersichtlich ist. Für diese Auswahlentscheidungen werden in starkem Maße geschlechterstereotype Begründungen herangezogen.


- Schließlich zeigen Biographieanalysen von (ehemaligen) Wissenschaftlerinnen der TU Wien, wie Frauen aus allen Hierarchieebenen in ihrem Minderheitenstatus von Assimilationsdruck und Konflikten betroffen sind und dass ihre Karrieren durch starke Abhängigkeit von (männlichen) Förderern gezeichnet sind.


Für die designierte TU-Vizerektorin für Personal und Gender, Mag. Anna Steiger, liefern die umfassenden Erkenntnisse über Studien-, Einstellungs- und Aufstiegsbedingungen für Frauen die Grundlage für nachhaltige Maßnahmen gegen die Leaky Pipeline an der TU Wien: „Die Ergebnisse aus dem Leaky Pipeline Projekt sind schockierend und bedeuten einen klaren Arbeitsauftrag sowohl für die TU Wien als Organisation als auch für mich als Vizerektorin.“

color: #1f497d;">www.imw.tuwien.ac.at/aw/research/leaky_pipeline/



Bianka Ullmann studiert Technische Physik und war im Zeitraum vom Juli 2009 bis Juni 2011 Vorsitzende der HochschülerInnenschaft an der Technischen Universität Wien

Bericht in folgenden Kategorien:
Frauen in der Technik, UNI

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