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Turck im steilen Wachstum

07.11.2011: Turck


Mit dem höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte will der Mülheimer Automatisierungsspezialist Turck das Geschäftsjahr 2011 abschließen. Nach einer 30 %igen Umsatzsteigerung im Vorjahr kann Turck 2011 erneut um rund 25 % wachsen. Analog zum Umsatz ist auch die Zahl der Mitarbeiter gestiegen: Aktuell beschäftigt Turck weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter, darunter 1.530 an den deutschen Standorten in Beierfeld, Halver und Mülheim an der Ruhr.

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Rekord: In diesem Geschäftsjahr erwartet Turck-Geschäftsführer Christian Wolf (l.i.B.) mehr als EUR 430 Mio. Gesamtumsatz. R.i.B. Stephan Auerböck, Vertriebsleiter und Prokurist von Turck Österreich.

Rekord: In diesem Geschäftsjahr erwartet Turck-Geschäftsführer Christian...

Im Zuge der Pressekonferenz sprach Susanna Welebny, x-technik, mit Christian Wolf, Geschäftsführer der Turck GmbH & Co. KG und Stephan Auerböck, Vertriebsleiter und Prokurist von Turck Österreich.

Turck wächst in rasantem Tempo. Mittels welcher Aktivitäten wollen Sie dieses Wachstum auch in Zukunft halten?

Christian Wolf:

Vom Einkauf über Distribution, Logistik, Vertrieb, F&E, Service bis zu den Finanzen haben wir zahlreiche Stellschrauben, mit denen wir die Unternehmensperformance noch weiter optimieren können. Vor allem anderen aber steht das Thema Employer Branding. Qualifizierte und zufriedene Mitarbeiter sowie eine attraktive Arbeitgebermarke werden in der heutigen Zeit immer entscheidender für einen Unternehmenserfolg. In diesem Bereich werden wir unsere Aktivitäten deutlich verstärken.”

Turck ist ein Familienunternehmen und bedient sich moderner Mechanismen innerhalb des Unternehmens – z. B. ein Beirat als übergeordnetes Überwachungsorgan …
Erfolgt die Rekrutierung von Spitzenjobs als Konsequenz des rotatorischen Netzwerks?

Christian Wolf:
Die Unternehmungsleitung muss Infrastrukturen bzw. Ressourcen schaffen. Unter Ressourcen fällt auch die Unternehmenskultur – die Art, wie wir miteinander umgehen und arbeiten. Und bei passenden Strukturen im Unternehmen fördern wir gerne geeignete eigene Mitarbeiter, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht. Natürlich schließt das nicht aus, dass wir bei Bedarf auch externe Kandidaten in Betracht ziehen. International tätig zu sein – so wie wir – bedingt in diesen Positionen aber auch global zu denken und bereit zu sein, in anderen Kulturen leben zu wollen. Denn nur so funktioniert internationales Geschäft. Das ist es, was wir fördern: interkulturelle Aktion.

Kosteneinsparung, Fertigungsflexibilität, kürzere Lieferwege – all diese Faktoren sprechen für eine Überdenkung eines Produktionsstandortes. Könnten Sie sich z. B. einen Produktionsstandort in Österreich vorstellen?

Christian Wolf:
Ich würde keinen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich machen, ebenso nicht zwischen Deutschland und der Schweiz. Wir produzieren und entwickeln nahezu alle Elektronikkomponenten unserer Produkte in Hochlohnländern, weil wir dort qualifizierte Mitarbeiter haben. Der Fokus liegt hier historisch gesehen natürlich auf Deutschland, wo wir aktuell unsere Fertigungskapazitäten deutlich erweitern. Grundsätzlich käme auch Österreich als Standort in Betracht, aber letztlich gilt die Frage, welchen Mehrwert hätten wir, wenn wir ein neues Werk in Österreich bauen würden?

Thema Firmenzukäufe – wie wird dieses Thema in Ihrem Unternehmen behandelt, werden übernommene Betriebe z. B. vollständig bei Turck integriert, oder …

Christian Wolf:
Zunächst einmal sind Zukäufe passender Firmen nie ausgeschlossen – die Frage ist immer „was passt?“ und wann steht eine Firma zum Verkauf. Und, es ist immer eine Frage der Integration – wie kann man eine fremdes Unternehmen in das eigene einbinden, wie weit muss man es integrieren bzw. wie weit kann man es eigenständig lassen. Das hängt im Einzelfall stets von den Umständen ab und dementsprechend geht Turck in diesen Belangen auch vor.

RFID-Einsatz – welche Konsequenzen bringt der Einsatz dieser Technologien den Anwendern und auch in Folge der Gesellschaft?

Christian Wolf:
Turck ist im Bereich der Fabrikautomation tätig – speziell beim Einsatz der RFID-Technik geht es darum, Sicherheit zu schaffen – Sicherheit in der Nachverfolgbarkeit und Identifikation von Teilen. Weiterhin werden durch den Einsatz von RFID zahlreiche Produktions- und Logistikprozesse vom Wareneingang über die Produktion bis zur Endkontrolle beschleunigt und vereinfacht: aufwendiges Suchen entfällt, Dokumentationen werden papierlos und bisherige fehleranfällige manuelle Schritte werden automatisiert.

Wenn Sie heute durch ein Automobilwerk gehen, dann sehen Sie schon einen sehr hohen Automatisierungsgrad. Die Auswirkungen machen sich allerdings für die Gesellschaft nicht so sehr in der Form bemerkbar, dass hier Arbeitskräfte eingespart wurden, sondern dass die eingesetzte RFID-Technologie zu einer wesentlich effizienteren Produktion, einer besseren Rückverfolgbarkeit von Teilen sowie letztlich einem „Mehr“ an Sicherheit für die Gesellschaft führt.

Welche mittelfristige Entwicklung erwartet man im Unternehmen speziell am österreichischen Markt?

Stephan Auerböck:
Die Wahrnehmung von Turck in Österreich als kompetenter Partner und Anbieter für Lösungen in der Industrieautomatisierung – das ist unser Anspruch. Mit unserem umfangreichen Portfolio von Sensor- über Feldbus- und Interfacetechnik bis zu RFID- und HMI-Lösungen, können wir unseren Kunden Lösungen mit Mehrwert bieten. Wichtig dabei ist neben den ausgereiften Produkten vor allem, dass wir am Markt für gute, kompetente Beratung stehen. Ich denke, wir sind unserem Ziel im letzten Jahr ein schönes Stück näher gekommen und arbeiten weiter daran.

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