Effizienz zum Quadrat
Mit dem neu vorgestellten Linearmotorsystem LMS E² hat KML Linear Motion Technology wohl einen Volltreffer gelandet. Denn durch dieses System kann der Anwender die Vorteile der Linearmotortechnologie zu Preisen von konventionellen Systemen nutzen. Anlass genug, um mit KML Sales Manager Reinhard Mauerschitz das neue System zu durchleuchten.

Reinhard Mauerschitz, Sales Manager KML
Reinhard Mauerschitz, Sales Manager KML
Ing. Robert Fraunberger im Gespräch mit Reinhard Mauerschitz, Sales Manager KML
Herr Mauerschitz. Anlässlich des B&R-Usermeetings Mitte Juni in Eggelsberg stellten Sie Ihr neues Linearmotorsystem LMS E² zahlreichen Technikern vor. Wie war die Resonanz?
Riesig. Wir hätten nicht mit so großem Interesse seitens der Teilnehmer gerechnet. Im Fall des B&R-Usermeetings war der große Vorteil, dass es sich bei den Interessenten großteils um Techniker handelte, die über die Vorteile der Linearmotortechnologie Bescheid wissen und somit das große Potenzial unserer Lösung einschätzen konnten.
Sie behaupten, dass LMS E² das gleiche Preisniveau wie konventionelle Achsen erreicht. Können Sie das belegen?
Gerne. Mit unserer neuen Ein-Achs-Lösung wollten wir allen Anwendern einen günstigen Zugang zur Linearmotortechnologie ermöglichen. Auch bei geringen Stückzahlen und in den verschiedensten Anwendungsbereichen. Der einfache aber robuste Aufbau und konstruktive Eigenheiten ermöglichen dieses ausgezeichnete Preisniveau. Ich möchte noch festhalten, dass sämtliche unserer Systemreihen in Österreich gebaut werden und wir dadurch auch eine hervorragende Qualität erreichen. Ein Vergleich mit einem konventionellen Kugelgewindetrieb ergab bei bestimmten Vorgaben* sogar einen geringeren Anschaffungspreis für unser LMS E². Zusätzlich kommen noch Einsparungen bei den Betriebskosten und die Wartungsfreiheit hinzu.
Das hört sich ja nahezu perfekt an. Wo ist der Haken?
Es gibt keinen Haken. Wenn die Vorgaben – Gewicht, Hublänge etc. – der Anwendung zu unseren Leistungsdaten passen, ist unser System perfekt geeignet. Außerdem bieten wir noch ein umfangreiches Optionenpaket (verschiedene Feedback-Möglichkeiten des integrierten Positioniersystems, unterschiedliche Motorvarianten und Hublängen, Endschalteroptionen, unterschiedliche Anschläge etc.) an. Neben den Standardmodellen sind auch Ausführungen in Schutzartklasse IP65 sowie eine Reinraumvariante möglich.
Wo sehen Sie die Einsatzgebiete des LMS E²?
Das Einsatzgebiet umfasst viele Branchen und Anwendungen. Überall dort wo hohe Taktzeiten und Beschleunigungen eine Rolle spielen und die Massen nicht zu groß sind, kommen die Vorteile optimal zum Tragen. Etwa in der Automatisierungstechnik für Positionieraufgaben oder bei Bestückungsmaschinen. Die ersten Systeme laufen bereits unter anderem in der Uhren- und Verpackungsindustrie.
Welche Stückzahlen peilen Sie an?
Im ersten Jahr wollen wir eine hohe dreistellige Stückzahl erreichen, die aufgrund der zahlreichen Anfragen realistisch ist. In den weiteren Jahren wollen wir dann LMS E² in vierstelliger Stückzahl produzieren.
Danke für das Gespräch!