Systemlösungen im Bereich „Mobile Automation“
Systemlösungen im Bereich der Steuer- und Regelungstechnik erfuhren besonders in letzter Zeit einen starken Wandel: Aufgrund der steigenden Nachfrage im Kommunalbereich, im landwirtschaftlichen Fahrzeugbau sowie im Bereich des Schienenfahrzeugsbaus, stieg im selben Maße die Nachfrage nach einer elektro- und steuerungstechnischen Komplettlösungen, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des Kunden zugeschnitten sind.

Ing. Martin Brutar, Produkt Manager Jetter / Applikationsingenieur.
Ing. Martin Brutar, Produkt Manager Jetter / Applikationsingenieur.
Wir nahmen dieses Thema zum Anlass, um diese Entwicklung beim zuständigen Spezialisten für mobile Automation von Spörk Antriebssysteme, Herr Ing. Martin Brutar, Produkt Manager Jetter / Applikationsingenieur, genauer zu hinterfragen.
Inwieweit ist Ihrer Meinung nach die Entwicklung einer steigenden Nachfrage im mobilen Steuerungsbereich fortgeschritten, sodass eine „mobile Automation“ notwendig wird?
Steuer- und regeltechnische Komplettlösungen in diesem Bereich bedürfen der individuellen Anpassung an neue Systeme, wie aber auch vor allem der Integration an bereits vorhandene Systeme. Insofern sollten derart konvergente Integrationen nicht nur eine Kostenersparnis auf lange Sicht gesehen bringen, sondern vor allem auch eine vereinfachte und problemlose Anwendung bzw. Handhabung. All dies ist mit den Produkten für die mobile Automation der Firma Jetter AG möglich geworden.
Grundsätzlich ist schon alles auf irgendeine Art und Weise miteinander vernetzt. Inwieweit wird sich diese Vernetzung bei mobiler Automation noch wandeln?
Ganz klar bei der Vernetzung ist die CAN-Schnittstelle in der mobilen Steuerungstechnik etabliert. Auf den Geräten der Fa. Jetter befinden sich meistens mehrere, unabhängige CAN-Schnittstellen – somit sind Terminals, Controller und Peripheriemodule untereinander vernetzbar. Hierbei bedient 
Mobile Automation mit Produkten der Jetter AG.
Mobile Automation mit Produkten der Jetter AG.
man sich lediglich erprobter Protokolle wie z. B. standardgemäß CANopen und SAE J1939. Durch die Möglichkeit, eine zusätzliche Ethernet-Schnittstelle auf dem Terminal zu integrieren, ist eine Anbindung in ein vorhandenes Netzwerk denkbar, um aktive Daten über WLAN direkt mit Server/PC eines Betriebshofes abzugleichen.
Nachträgliches Aufrüsten von Betriebsgeräten jeglicher Art stellte bis dato immer eine große Herausforderung in punkto Einbau, Robustheit, Bedienbarkeit und Wartbarkeit dar. Inwieweit hat sich hierbei etwas verbessert?
Erst der modulare Aufbau ermöglicht es, unseren Kunden eine technisch einwandfreie und wirtschaftlich sinnvolle Lösung anzubieten. Robustheit, Bedienkomfort und Wartungsfreundlichkeit stellen hier schon lange kein Problem mehr dar.
Womit wir bei den Bediengeräten sind. Plug & Play betreffend Anwendung und laufender Anpassung sind hierbei inwiefern möglich?
Die Übersicht der Systeme sowie der modulare Aufbau der Bediengeräte ermöglichen es, nichts aus dem Auge zu verlieren – zumal sich auf Software-Ebene der ISO-Designer intuitiv bedienen lässt. Mit wenigen Mausklicks generiert der Kunde selber Masken für seinen Terminal. Vordefinierte ISO-Objekte im Objektpool vereinfachen es somit, gewünschte Funktionen in die Maske zu integrieren.
Mit der Programmier-Software JetSym gibt es somit keine Programmierbarrieren mehr?
Das Geheimnis liegt in der auf „strukturierter Text“ (IEC 61131-3) basierenden Sprache. Da alle Systeme darauf abgestimmt sind, wird nur noch eine Software für alle Aufgaben benötigt.
Mindestens drei Hardwarekomponenten sind im Wesentlichen notwendig – das Bediengerät, der Controller und I/O-Knoten. Wie findet man die richtigen Komponenten?
Aufgrund unserer bereits 25jährigen Erfahrung im Antriebs-, Automatisierungs- und Steuerungsbereich haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, aus einzelnen Komponenten die maßgeschneiderte Komplettlösung für unsere Kunden zu finden. Die individuelle Aufgabenstellung und der Bedarf des Kunden bestimmen letztlich die einzelnen Komponenten. Die Einbindung und Optimierung vorhandener Systeme ist äußerst wichtig, da die Kompatibilität getestet werden muss. Am Ende des Tages zählt für uns nur eines – die Zufriedenheit des Kunden.
Wie sind die Komponenten unterteilt?
Die einzelnen Komponenten sind unterteilt nach Display-Art, Bedienoberfläche, Anwendungs- und Einsatzbereiche. Zu den Bediengeräten mit hochauflösenden Farbdisplay zählen JVM-407, BTM0007 und BTM009. Das BTM012 TFT Display verfügt zusätzlich über dimmbare, beschriftbare Tasten.
Der JCM-350 Controller wurde als Besonderheit in ein IP67-taugliches Aluminium-Gehäuse verbaut. Mit der JXM-CCN ist eine Platine zum Einbau in die Armlehne vorhanden, um diverse Funktionen (Tasten und Joysticks) anzubinden. Weiters sind Module zur Sensoren- und Aktoreneinbindung in das System vorhanden.
Zum Abschluss – was bedeutet es für Sie, Ihren Kunden mobile Automation anzubieten?
Wir stehen für kreative, maßgeschneiderte Komplettlösungen im Antrieb-, Automatisierungs- und Steuerungsbereich und legen höchsten Wert darauf, unseren Kunden durch unser technisches Know-how, die wirtschaftlichste, flexibelste und beste Lösung anbieten zu können.
Danke für das informative Gespräch.

Ing. Martin Brutar, Produkt Manager Jetter / Applikationsingenieur.

Mobile Automation mit Produkten der Jetter AG.
Special Lebensmittelindustrie
Der Lebensmittelbereich weißt noch einen relativ geringen Automatisierungsgrad auf. Naturgewachsene Produkte haben eine große Sortenvielfalt und unterliegen hohen Toleranzen, Produktionen zu automatisieren ist somit eine Herausforderung. Raue Umgebungsbedingungen und höchste Ansprüche an Reinigung und Hygiene erschweren die Anforderungen.
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