Rapid Link am Flughafen
Rapid Link heißt das einfache und AS-Interface-fähige Schaltgeräte- und Installationssystem von Moeller. Überall, wo elektrische Antriebe installiert oder gesteuert werden müssen, erleichtern Rapid Link Komponenten die Arbeit. Auch bei den neuesten Förderbandanlagen am Flughafen Wien schaffen sie eine neue Wirtschaftlichkeit.

Eine der neuesten Förderbandanlagen am Flughafen Wien-Schwechat. Gut zu sehen sind die einzelnen Motoren mit den dazugehörigen Motorstartern.
Eine der neuesten Förderbandanlagen am Flughafen Wien-Schwechat. Gut zu sehen...
Vier Fünftel aller aus Österreich abfliegenden bzw. in Österreich ankommenden Fluggäste fliegen ab bzw. nach Wien. Somit ist der Flughafen Wien Österreichs wichtigster An- und Abreiseflughafen für Touristen und Geschäftsreisende. In Betrachtung der ersten neun Monate 2007 stieg die Zahl der abgefertigten Passagiere im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 14.043.370 Passagiere und mindestens ebenso viele Gepäckstücke abgefertigt. Das Höchstabfluggewicht stieg um 6,6 Prozent. Bei diesen Zahlen wird klar, wie wichtig optimal funktionierende Förderbandanlagen für diese Drehscheibe sind.
Motorstarter sorgen für reibungslose Beförderung
Am Flughafen Wien sorgen unter anderem Motorstarter (Motor Control Unit) von Moeller für eine reibungslose Beförderung des täglich anfallenden Gepäcks. Diese Motorstarter, die die Antriebe der Förderbandanlagen steuern, sind Komponenten des neuen Rapid Link Systems von Moeller.
Das System Rapid Link findet seinen Einsatz in kleinen und großen Anlagen der Fördertechnik, insbesondere in der Distributions- und Produktionslogistik sowie in Gepäckförderanlagen von Flughäfen. Rapid Link bietet alle erforderlichen Funktionen in der Schutzart IP65, um räumlich verteilte Antriebe dezentral über PROFIBUS-DP und AS-Interface zu steuern, zu schalten und zu schützen.
Klare Trennung zwischen Installations- und Bedienbereich
Zum modular aufgebauten Rapid-Link-System gehören verschiedene, anschlussfertige Einheiten wie die Motor Control Unit , die Disconnect Control Unit, die Interface Control Unit, die Speed Control Unit, die Operation Control Unit und die Logic Control Unit (siehe Box: Rapid-Link Komponenten). Schnelle und fehlerfreie Installation in der hohen Schutzart IP 65 zeichnet das neue System aus ;- Die Systemdurchgängigkeit in Hard- und Software spart Geld, Zeit und Aufwand bei der Projektierung, Inbetriebnahme und beim Austausch im Servicefall.
Eine offene Kommunikation durch standardisierte Busse ermöglicht dezentrale Anlagenformen. Diese können aufgrund der klaren Trennung zwischen Installations- und Bedienbereich zudem noch übersichtlicher gestaltet werden. „Bei einem Störungsfall können Komponenten bei laufendem Betrieb ohne Unterbrechung ausgetauscht werden“, ist Michael Zemsauer, Systemtechniker der Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH, von dem dezentralen Konzept von Rapid Link überzeugt.
Zudem ist für den Anschluss von Moeller-Kästen kein Klemmen mehr notwendig. Es müssen nur noch die richtigen Verbindungen gesteckt werden. „Der hohe Verdrahtungsaufwand fällt bei den neuen Komponenten weg. Das ganze ist in 3 Minuten erledigt, bei anderen Kästen benötigt man ca. 30 min. “, so Zemsauer.
Der Motorstarter fungiert als Direkt- oder Wendestarter
Bei der Verdrehung zweier Phasen, die nur durch die Umschaltung eines DIP-Schalters erfolgt, bewegt sich der Motor und somit das Förderband in die andere Richtung. Dies ist ein großer Vorteil bei Wartung und Inbetriebnahme. „Bei älteren Modellen müssen normalerweise die Kästen auf- und umgeschraubt werden“, weist Zemsauer auf den großen Zeitgewinn durch die Motorstarter von Moeller hin.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Verfügbarkeit der Anwendung durch übersichtliche Diagnose und komfortable Serviceschnittstellen. Es kann über eine Schnittstelle ein PC angeschlossen werden und mit Hilfe der Software von Moeller sehr einfach neue Parameter aufgespielt oder alte rausgenommen werden.
Schnelle Installation
Die Komponenten des Rapid Link werden über eine flexible Stromschiene (7 x 2,5 mm2) mit 400 V bzw.24 V versorgt. An beliebigen Stellen der flexiblen Stromschiene können durch Steck- oder Schraubabzweige die Units gesetzt werden. Die gelbe Flachleitung des AS-Interface verläuft parallel zur Stromschiene. Mit der Durchdringungstechnik der flexiblen Stromschiene und des AS-i läuft die Kontaktierung ohne Abisolierung.
Special Lebensmittelindustrie
Der Lebensmittelbereich weißt noch einen relativ geringen Automatisierungsgrad auf. Naturgewachsene Produkte haben eine große Sortenvielfalt und unterliegen hohen Toleranzen, Produktionen zu automatisieren ist somit eine Herausforderung. Raue Umgebungsbedingungen und höchste Ansprüche an Reinigung und Hygiene erschweren die Anforderungen.
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