Trotzt Säuren und Wasserstoffperoxid
In der Getränkeabfüllung, der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie, aber auch in der Medizintechnik werden immer extremere Reinigungszyklen gefahren. Aggressivere bzw. max. konzentrierte Chemikalien kommen zum Einsatz, um die hohen Anforderungen bezüglich Hygiene und Sauberkeit zu erfüllen und Stillstandzeiten zu reduzieren. Dazu arbeitet Polymerforscher und Gleitlagerspezialist igus aktuell an der Entwicklung gleich mehrerer maßgeschneiderter Materialien.

Kunststoff-Gleitlager aus dem neuen Werkstoff „iglidur C210“ von igus.
Kunststoff-Gleitlager aus dem neuen Werkstoff „iglidur C210“ von igus.
Ein neues Lowcost-Chemielager hat das Unternehmen jetzt als erstes Resultat dieser Entwicklungsarbeit auf der Hannover-Industriemesse vorgestellt. Der neue Tribokunststoff „iglidur C210“ ist, wie alle „iglidur“-Werkstoffe, für den schmier- und wartungsfreien Einsatz ausgelegt. Das verschleißfeste Material ist deutlich beständiger gegen eine Vielzahl von Säuren, Lösungsmitteln sowie Wasserstoffperoxid als die meisten anderen der 29 Katalogwerkstoffe von igus. Die Dauergebrauchstemperatur liegt bei 100° C. Ein Standard-Abmessungsprogramm ist ab Lager lieferbar.
Schmierfrei und verschleißfest
Erneut hat igus ein Material vorgelegt, das konsequent auf die Belange der Gleitlagertribologie gepaart mit spezifischen Anforderungen ausgerichtet ist – in diesem Fall Medienbeständigkeit. Das neue Kunststoff-Gleitlager „iglidur C210“ bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, weil es extrem niedrige Reibwerte, mit einer sehr hohen Lebensdauer und einer sehr hohen Chemikalienbeständigkeit verbindet.
Das prädestiniert das Lager für Anwendungen wie Waschketten von Flaschenreinigungsmaschinen, als nur ein typisches Beispiel. Hier wie andernorts in der Getränke-, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie kommt es auf Schmierfreiheit an, kombiniert mit Verschleißfestigkeit und Beständigkeit auch gegenüber neuen, noch höher konzentrierten Chemikalien.
Special Lebensmittelindustrie
Der Lebensmittelbereich weißt noch einen relativ geringen Automatisierungsgrad auf. Naturgewachsene Produkte haben eine große Sortenvielfalt und unterliegen hohen Toleranzen, Produktionen zu automatisieren ist somit eine Herausforderung. Raue Umgebungsbedingungen und höchste Ansprüche an Reinigung und Hygiene erschweren die Anforderungen.
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