Dreitausend Grad drehen
Um Leitungen auf engstem Bauraum 3.000° zu drehen, hat die igus GmbH jetzt ein neuartiges, kompakt gebautes Energiekettensystem entwickelt. Das „TwisterBand TB30“ führt Energie, Daten und Medien verschleißarm und nach Herstellerangaben sehr kostengünstig. Bei hohen Drehgeschwindigkeiten werden alle Leitungen stets schlank auf Achse gehalten.

Bei hohen Drehgeschwindigkeiten bis 720°/s werden alle Leitungen stets schlank auf Achse gehalten.
Bei hohen Drehgeschwindigkeiten bis 720°/s werden alle Leitungen stets schlank...
Bei anspruchsvollen Drehbewegungen mit sehr hohen Lasten verwenden Anwender zumeist igus-Energieketten mit rückwärtigen Biegeradien (RBR). Hier sind Kreisbewegungen bis ca. 540° möglich. Dabei handelt es sich freilich um breite, flächige Einbauräume. Als Medium-Größe im Kreisketten-Sortiment igus bietet sich – als zweite Möglichkeit – das Energiekettensystem „TwisterChain“ an. Auch diese stabile, laufruhige Energieführung wurde für eineinhalb Umdrehungen entwickelt – bei hoher Dynamik. Das System baut im Durchmesser nicht so breit, dafür aber wesentlich höher und kommt näher an die Drehachse ran.
Neu: Schnelle leichte Mikrolösung
Stark beschränkte Einbauräume dagegen erfordern eine andere, kompakte und sehr leicht zu befüllende Mikro-Lösung. Diese haben die igus-Konstrukteure, nach monatelanger Entwicklung, jetzt vorgelegt. Das neue „TwisterBand TB30“ ermöglicht rasante Drehbewegungen bis 3.000° Grad mehr, abhängig von Bandlänge bzw. Bauhöhe der Drehachse. Aufgrund der massebedingt wesentlich geringeren Fliehkräfte sind Drehgeschwindigkeiten bis 720°/s möglich. Dank der geringen Einbaugröße und Kompaktheit ist das Energiekettensystem dabei in allen Einbaulagen sicher einsetzbar (horizontal, vertikal, „kopfüber“).
Kompakt und einfach
Die Kunststoff-Energiekette ist von sehr leichtem Gewicht und einfach in der Anwendung. Das einteilig gespritzte Band hat aufgesetzte 
Last, Daten und Medien in einem kompakten, einfachen System. Ohne Öffnen und Schließen der Kettenglieder können Anwender die Leitungen von außen per Hand in die Kette hinein drücken.
Last, Daten und Medien in einem kompakten, einfachen System. Ohne Öffnen und...
Kammern, die ähnlich dem patentierten „Easy“-Prinzip befüllt werden. Ohne Öffnen und Schließen der Kettenglieder können Anwender die Leitungen einfach von außen per Hand in die Kette hinein drücken. Konstrukteuren steht dazu ein 950 „Chainflex“-Leitungen umfassendes Programm für alle Anwendungsbereiche zur Verfügung – einzeln oder gleich konfektioniert.
Last, Daten und Medien in einem System
Das neue System besteht aus unterbrechungsfrei geführten Leitungen – diese können elektrische sein, pneumatische und sogar Medienschläuche. Es bietet Platz z. B. für eine Servo/Motorleitung, eine Steuer-, Bus- oder auch LWL-Leitung und führt daneben Luft oder Gas. Es handelt sich um ein modular aufgebautes, sehr flexibles Komplettpaket „das nicht teuer nach Kundenvorgaben gefertigt werden muss“, so igus. Ein Typ ist bereits ab Lager lieferbar, weitere – größere und kleinere – sind geplant.
Von Sondermaschinenbau bis Windkraft
Anwendungen liegen vor allem bei Robotern (Versorgung der Achsen 1 und 6) sowie im Sondermaschinenbau, von z. B. Radar- und Teleskopanlagen über medizinische Apparate bis hin zu Freizeitfahrgeschäften. Auch kommen Drehbewegungen auf engstem Raum ständig vor – sowohl bei Handling-, Hebe- und Montagevorrichtungen jeder Art als auch in Prüf- und Versuchsständen. Ein weiteres Einsatzgebiet bilden Windkraftanlagen, wo innerhalb der Rotorbewegungen die Flügel verschleißarm verstellt werden müssen.

Bei hohen Drehgeschwindigkeiten bis 720°/s werden alle Leitungen stets schlank auf Achse gehalten.

Last, Daten und Medien in einem kompakten, einfachen System. Ohne Öffnen und Schließen der Kettenglieder können Anwender die Leitungen von außen per Hand in die Kette hinein drücken.
Special Lebensmittelindustrie
Der Lebensmittelbereich weißt noch einen relativ geringen Automatisierungsgrad auf. Naturgewachsene Produkte haben eine große Sortenvielfalt und unterliegen hohen Toleranzen, Produktionen zu automatisieren ist somit eine Herausforderung. Raue Umgebungsbedingungen und höchste Ansprüche an Reinigung und Hygiene erschweren die Anforderungen.
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