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Smarter Revoluzzer für Verpackungskreative

: SICK


Der neue Druckmarkensensor Markless ML20 aus dem Hause SICK wird in den nächsten Monaten eine kleine Revolution für die Druck- und Verpackungsindustrie initiieren. Denn SICK hat sich bei der Entwicklung des Sensors dazu Gedanken gemacht, wie man die Verpackungstechnik als solches verbessern und dem Kunden es einfacher machen kann, die Produktion und auch das Produktdesign flexibler gestalten zu können.

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Die bisher angebotene klassische Sensor-Lösung basiert auf Kontrasttastern, die Druckmarken als solche erkennen, welche für die Positionierung von Druck-, Schneide- und Schweißprozessen beispielsweise auf Verpackungsfolien platziert sind. Seitens der Produktdesigner besteht allerdings der Wunsch, dass das Label als solches möglichst störfrei von Markierungen, Codes etc. gestaltet ist. SICK stellte sich nun der Aufgabe gänzlich auf diese Markierungen verzichten zu können. Mit der Entwicklung des Markless ML20-Sensors hat SICK nun ein Produkt entwickelt, das ohne Druckmarke auskommt.

Herr Rene Pfaller, Product Manager bei SICK Österreich, hat sich über den neuen innovativen Sensor im Rahmen der Messe SMART Automation mit x-technik eingehend unterhalten.

Luzia Haunschmidt, x-technik im Gespräch mit
Rene Pfaller, Produktmanager Advanced Industrial Sensors & Motion Control Sensors bei SICK Österreich.

Herr Pfaller, auf welchem technischen Hintergrund beruht der Sensor?

Das technologische Konzept des Markless Sensor ML20 beruht auf dem optischen System eines Kamerasensors mit integrierter Beleuchtung für die Kontrastmustererkennung, welche speziell für den Einsatz in der Verpackungstechnik von SICK adaptiert wurde. Hierfür wird dem Sensor ein bis zu 1.000 mm langer Musterverlauf eingelernt, der im Prozess mit einer Abtastgeschwindigkeit von 7 m/s erkannt
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Mit der Entwicklung des Markless ML20-Sensors hat SICK ein Produkt entwickelt, das ohne Druckmarke auskommt.

Mit der Entwicklung des Markless ML20-Sensors hat SICK ein Produkt entwickelt,...

wird und zur Ausgabe eines Schaltsignals führt. Selbst bei komplexen Designs oder Toleranzen im Spurverlauf des Endlosmaterials – wie bei Verpackungsfolien – und hohen Maschinengeschwindigkeiten überzeugt der ML20 durch eine Reproduzierbarkeit von 0,6 mm und einer äußerst präzisen und stabilen Erkennung von nahezu jedem gewünschten Muster.

Nun ist im Verpackungsprozess doch mit ständig wechselnden Verpackungskonzepten zu rechnen. Das erfordert doch dann häufige Änderungen in der Steuerungsprogrammierung – ist dies nicht sehr zeitaufwändig?

Keineswegs, denn die Programmierung kann nicht nur einfach und komfortabel vom Schreibtisch aus, sondern auch direkt im Verpackungsprozess über ein Bedienfeld am Sensor selbst oder sogar über Ethernet eingelernt, abgespeichert und – natürlich auch wiederholt – aufgerufen werden. Und das ohne großartige Programmierkenntnisse. Das ermöglicht es Verpackungsmaschinen sehr flexibel und schnell auf wechselnde Etikette und Formate umzustellen.

Welche prozessrelevanten Vorteile ergeben sich dadurch?

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Schnitt-, Stanz- oder Schweißmarkierungen nicht extra im Design einer Verpackung mitgedruckt werden müssen. Kreative Verpackungsdesigner profitieren davon, sie können sich ganz auf die ansprechende Gestaltung und die effiziente
Platzverwendung ihrer Produktinformationen konzentrieren.

Ganz nebenbei dezimiert der Markless ML20 die Druckkosten – einerseits durch den Verzicht auf Farbe für die Schnittmarkierungen und den damit verbundenen Umrüstzeiten. Andererseits reduziert sich auch der Materialausschuss beispielsweise an Verpackungsfolie, da keine optisch unerwünschten Markierungen – wie bisher durch Überlappung des Materials – verdeckt werden müssen und der Teil der Marke nun komplett eingespart wird. Über mehrere Monate oder Jahre gesehen spart dies viel Geld.

Die Umrüstzeiten beim Wechsel eine Verpackungsformates bleiben aber doch weiterhin …

Das schon, allerdings reduzieren sich diese enorm. Selbst wenn komplexe Bildmuster vom Sensor zu erkennen sind, schafft der Markless ML20 diese rasch und zuverlässig und gewährleistet so eine hohe Verfügbarkeit und senkt die Stillstandzeiten. Und bei einem Etiketten- oder Folienwechsel ist die Erkennung sofort aktiv.

Nun, das spricht doch für einen raschen Einsatz des neuen Sensors in der Verpackungsindustrie – apropos Einsatz – wie sieht es mit der Montage des Markless ML20 aus …

Auch diesem Aspekt hat SICK Rechnung getragen: Mittels des um 90° drehbaren Steckers kann der Kabelabgang am Installationsort optimal ausgeführt werden. Und bei der Inbetriebnahme sorgen ein sichtbarer Lichtfleck sowie Richtungskerben am robusten Metallgehäuse für eine schnelle und präzise Ausrichtung des ML20.

Tja, solch einer Innovation braucht man nicht mehr viel Glück für die Markteinführung wünschen – ich denke, darauf haben die Verpackungskreativen sicherlich schon lange gewartet. Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Pfaller!
Mit der Entwicklung des Markless ML20-Sensors hat SICK ein Produkt entwickelt, das ohne Druckmarke auskommt.

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  • A-2355 Wr. Neudorf
  • Tel. +43 2236-62288-0
  • www.sick.at


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Drucksensoren, Funktionsintegration

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