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Sicherheit und Komfort in Synergie

: technosert


Biometrische Verfahren sorgen in der Zutritts- und Berechtigungskontrolle dafür, dass unberechtigte Personen abgewiesen werden, auch wenn sie im Besitz eines Schlüssels oder einer gültigen Berechtigungskarte sind. Das Linzer Unternehmen ekey biometric systems GmbH ist Pionier und führender Anbieter von Geräten und Systemen auf Basis der Fingerabdruckerkennung. Viel zum Erfolg beigetragen hat die konsequente Umsetzung von Risikomanagement mit Entwicklungs- und Fertigungspartner technosert electronic GmbH.

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Die inzwischen sehr breite Produktpalette ist eine Gemeinschaftsentwicklung von ekey (GF Dr. Leopold Gallner, links) und technosert (GF Johannes Gschwandtner, rechts).

Die inzwischen sehr breite Produktpalette ist eine Gemeinschaftsentwicklung...

Schlüssel oder Zutrittskarten kann man vergessen oder verlieren, und dann steht man vor verschlossenen Türen. Meist noch schlimmer: Ein unehrlicher Finder hat Zutritt zu Bereichen, die ihm verschlossen bleiben sollten. Die Lösung für das Problem der Zuordnung von Berechtigung und Inhaber – d.h. zu wissen, dass tatsächlich die berechtigte Person vor der Tür steht und nicht nur die Berechtigung, unter Umständen in Händen einer anderen Person – heißt Biometrie.

Das Wort Biometrie kommt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa „Vermessung des Lebens“. In der Sicherheitstechnik versteht man darunter das Erfassen von einzigartigen körperlichen Merkmalen, die jeden Menschen eindeutig erkennen lassen. Zu solchen Merkmalen gehören die Stimme, die Iris, der Handflächenabdruck und – wohl am bekanntesten – der Fingerabdruck. Dabei ist es für eine zweifelsfreie Erkennung nicht erforderlich, jede Kurve jeder Falte mit dem Originalabdruck zu vergleichen. Wie beim Geldscheinprüfer im Selbstbedienungsautomaten genügt eine überschaubare Anzahl an Merkmalen.

Erfasst und in elektrische Signale umgewandelt werden die Fingerlinien von einem Sensor, der thermisch die Bereiche unterscheidet, in denen die Haut an seiner Oberfläche anliegt oder durch die Einkerbung ein Luftspalt besteht.

100.000 Scanner in 5 Jahren

Ein führender Hersteller von Geräten und Systemen für die Zutritts- und Zugriffskontrolle mittels Finger-Scan ist die ekey biometric systems GmbH mit Sitz in Linz. Mit dem Ziel, Systeme
zur Absicherung des Zugriffs auf heikle Internet-Daten 1999 als Abteilung der Voestalpine gegründet, wurde ekey 2002 von führenden Mitarbeitern übernommen und in ein eigenständiges Unternehmen umgewandelt. Bis 2004 dauerte die Entwicklungsphase, seitdem konnte ekey bereits mehr als 100.000 Fingerscanner der unterschiedlichsten Ausführungen im Markt unterbringen.

„Dieser Erfolg in verhältnismäßig kurzer Zeit ist nur möglich, weil es uns gelang, die Geräte und Systeme so zu gestalten, dass Programmierung und Montage keine besonderen Kenntnisse erfordern und der Preis überzeugend günstig ist“, sagt Dr. Leopold Gallner, Geschäftsführer von ekey biometric systems GmbH. „Dazu kommt eine steigende Akzeptanz, die durch zunehmend mehr Biometrie-Anwendungen im täglichen Leben, etwa bei Laptops oder Grenzkontrollen, gefördert wird.“ Mittlerweile entwickeln, produzieren und vermarkten bei ekey bereits 70 Mitarbeiter Fingerscan-Systeme, die in mehr als 60 Länder weltweit exportiert werden.

Die Produktpalette beginnt bei kompakten Stand-alone Geräten, die ohne Anschluss an ein externes Computersystem auf bestimmte Personen „eingelernt“ werden können und bei Erkennung eines gültigen Fingerabdrucks Wohnungs- oder Haustüren, Garagentore oder Tresore öffnen. Für die Absicherung sensibler Bereiche in Unternehmen stehen netzwerkbasierende Variantenmit dahinter liegender Online-Zutrittsverwaltung zur Verfügung, über die beispielsweise auch bereichsweise zusammengefasste oder zeitlich unterschiedliche Berechtigungen abgewickelt werden können, ebenso wie die Datenerfassung für Zeiterfassungssysteme. In solchen Anwendungen wird der physische Zutritt häufig auch mit dem Schutz von Computersystemen, Kopierern oder Maschinen vor unbefugter Inbetriebnahme kombiniert. „Passwörter werden häufig vergessen, den Finger hat man stets bei sich“, begründet Dr. Gallner das Wachstum gerade in diesem Bereich.

Partner in der Evolution

Seit der ersten Stunde besteht eine Kooperation zwischen ekey und technosert electronic GmbH. Der Entwicklungs- und Fertigungsdienstleiter für Embedded Electronics
aus Wartberg ob der Aist unterstützt seine Partner und Kunden von der ersten Idee bis zur Serienreife des Produktes mit allen erforderlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, sorgt für die Serienproduktion und betreut die im Auftrag produzierten Geräte und Module auch im Feldeinsatz. „Wir suchten einen Partner für unser erstes Produkt, einen Aufputz-Fingerscanner“, berichtet Dr. Gallner. „Unsere Wahl fiel recht rasch auf technosert, da dieses Unternehmen als einziges uns bekanntes die volle Bandbreite der benötigten Leistungen abdeckt und einen sehr guten Ruf in Bezug auf Verlässlichkeit und Qualität genießt.“

Für technosert sprach, dass es sich bei dem Mühlviertler Unternehmen um einen reinen Dienstleister handelt, was Konflikte mit etwaigen eigenen Produkten von vorn herein ausschließt und eine volle Konzentration auf das Kundenprojekt gewährleistet. „Das stellt eine High-Tech Leistung ohne Verlust an Präzision sicher“, weiß Dr. Gallner. Dazu kommt der Anspruch von technosert auf Führerschaft im eigenen Bereich, der auch bei ekey vorhanden ist. „Insofern sind unsere beiden Unternehmen so etwas wie das ideale Paar“, findet technosert-Geschäftsführer Johannes Gschwandtner. Auch die Flexibilität von technosert ist für das junge Unternehmen ekey eine wesentliche Hilfe, und letztlich bewährte sich die Zusammenarbeit auch außerhalb des Faktischen. Anders ausgedrückt: Auch die Chemie stimmt in dieser fairen, offenen Partnerschaft mit Handschlagqualität. „Das ist wesentlich, denn unser Geschäft ist eine Pionierleistung“, sagt Dr. Gallner. „Es gibt keine Vorbilder oder Erfahrungswerte, und so muss häufig auch kurzfristig auf neue Erkenntnisse reagiert werden. Das kann nur mit einem Entwicklungs- und Fertigungspartner geschehen, der in engster Bindung unsere eigene Forschung mit vollzieht.“

„Einer der Schlüssel zu dieser flexiblen und zugleich ergebnissicheren Vorgehensweise ist die permanente Anwendung von Risikomanagementprozessen“, berichtet Johannes Gschwandtner. „Damit werden technische wie kaufmännische Einflussgrößen ständig überwacht und das Entwicklungs- bzw. Fertigungsziel zeitnah angepasst.“ Dr. Gallner ergänzt: „Dieses Selbstverständnis von technosert als Partner in der Evolution von ekey sorgt dafür, dass es uns gelingt, mit unseren
Produkten unseren noch sehr jungen Markt auf Anhieb zu treffen.“

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Bericht in folgenden Kategorien:
Scanner-messend, Sicherheitstechnik

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