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Rüstzeiten einsparen in der Automobil-Elektronik

: Festo


Hohe Variantenvielfalt und kurze Rüstzeiten – diese beiden Marktanforderungen gehen auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen, wenn es nicht den ifc-flexfeeder gäbe. Das flexible Zuführsystem mit integriertem Tripod und Vision-System von Festo drückt die Rüstzeiten gegen null.

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Typenwechsel per Knopfdruck: mit dem flexiblen Zuführsystem ifc-flexfeeder geht’s schnell zur Sache.

Typenwechsel per Knopfdruck: mit dem flexiblen Zuführsystem ifc-flexfeeder...

Heute 500 Stück von Steuereinheit A, morgen 200 Stück von Steuereinheit B und übermorgen 500 Stück von Steuereinheit C – unterschiedliche Sensoren für eine Vielzahl von Fahrzeug- und Motorvarianten verlangen Flexibilität bei kleinen Losgrößen. Da kann das Umrüsten der Anlagen aufwändig und teuer werden. Den Spagat zwischen Variantenvielfalt und kurzen Rüstzeiten meistert der ifc-flexfeeder, den ifc intelligent feeding components für Tyco Electronics gebaut hat. Das Zuführsystem macht den Typenwechsel auf Knopfdruck möglich.

Fördertöpfe einsparen

Der ifc-flexfeeder führt flexibel mindestens sechs unterschiedliche Kunststoff-Abdeckungen für Steuereinheiten korrekt der nächsten Montagestation zu. Die Montagestation verschweißt per Laser die Abdeckungen der Steuereinheiten mit den Kunststoffgehäusen. Ein dem Handling vorgelagertes Zuführsystem vereinzelt die Kunststoffabdeckungen und führt sie über ein Förderband mit integrierter Beleuchtung dem ifc-flexfeeder zu. Für Heinrich Halling, Leiter Betriebsmittelkonstruktion von Tyco Electronics am Standort Speyer war die Lösung ifc-flexfeeder genau das Richtige: „Für die sechs unterschiedlichen Typen von Kunststoffdeckeln hätten wir mindestens vier Fördertöpfe benötigt und damit bei weitem mehr bezahlt als für das komplette ifc-flexfeeder-System. Außerdem sind wir damit offen für neue Varianten.“

Rüstzeiten gleich beinahe null

Richtig
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Alternative zu Fördertöpfen: Die richtig orientierten Teile greift das Robotersystem Tripod von Festo per Sauggreifer vom Prüfband und legt diese in einer Zentrierstation ab.

Alternative zu Fördertöpfen: Die richtig orientierten Teile greift das Robotersystem...

viel spart Tyco im laufenden Betrieb. Schließlich muss die Anlage an manchen Tagen bis zu fünfmal umgerüstet werden. „Mit einer herkömmlichen Fördertopflösung hätten wir Rüstzeiten von drei bis fünf Stunden durch mechanische Anpassungen und Justage für jeden Typen von Kunststoffdeckel. Mit dem ifc-flexfeeder sind es nur 10 Minuten. Damit haben wir den Typenwechsel auf Knopfdruck“, ergänzt Halling. Außerdem benötigten die Wechseltöpfe und Wechselteile unnötig Lagerplatz. Dazu passt auch das Steuerungskonzept: Kinderleicht lassen sich neue Typen parametrieren und konfigurieren. „Positionen, Abläufe und Einstellungen werden nur noch über das Front-End-Display FED von Festo eingegeben“, erklärt ifc-Geschäftsführer Andreas Schirmer.

Kamera integriert

Ein wichtiger Baustein des Zuführsystems ist auch das Kamerasystem SBO-Q von Festo. Es ermittelt Position und Drehlage der Teile und sendet diese an die Robotersteuerung CMXR. Falsch orientierte Abdeckungen werden über eine Rutsche gleich aussortiert und zum Wendelförderer zurückgeführt.
Lagerichtige Teile dagegen greift der Festo Tripod per Sauggreifer vom Prüfband und legt diese in der Zentrierstation ab. Eine Schlitteneinheit fährt den Zentriergreifer aus dem Handlingbereich des Tripods. Dort entnimmt die Laserschweiß-Station die exakt positionierten Kunststoffabdeckungen, um diese präzise für
den nachfolgenden Schweißprozess auf dem Gehäuse zu positionieren.

Einbaufertiger an die Maschine

Der Tripod ist wegen seiner geringen bewegten Masse dynamisch und dank seines pyramidenförmigen, geschlossenen Aufbaus steif. Drei Doppelstäbe sorgen für die permanent waagrechte Position der Flanschplatte. Achsen und Servomotoren sind ortsfest.
„Die Positionserfassung mit der Kamera SBO-Q in Verbindung mit dem Tripod-Handling als einbaufertige Lösung schafft die notwendigen Freiheitsgrade für schnelles, sicheres und zielgenaues Umsetzen der Kunststoffabdeckungen“, erläutert Schirmer. Mit der Tripod-Kinematik bekommen Konstrukteure von Montagezellen sowie Systemintegratoren wie ifc eine schnelle und effiziente Alternative zu konventionellen kartesischen Portallösungen oder SCARA-Robotern.

Der Tripod greift auf Standardkomponenten aus dem modularen Baukasten von Festo zurück. Bedingt durch den konstruktiven Aufbau ist der Tripod im Arbeitsraum leichter zugänglich als kartesische oder SCARA-Roboter. Zudem ist er einfacher zu teachen und preislich zu allen Robotersystemen wettbewerbsfähig. Im ifc-flexfeeder ist dieses Handling die Idealbesetzung – der ifc-flexfeeder selbst ist es für Tyco Electronics. Dort erwartet man, dass sich die Anlage nach sechs bis zwölf Monaten amortisiert.
Typenwechsel per Knopfdruck: mit dem flexiblen Zuführsystem ifc-flexfeeder geht’s schnell zur Sache.
Alternative zu Fördertöpfen: Die richtig orientierten Teile greift das Robotersystem Tripod von Festo per Sauggreifer vom Prüfband und legt diese in einer Zentrierstation ab.
Ein Zuführsystem, vereinzelt, dem Handling vorgelagert, die Kunststoffabdeckungen und führt sie dem ifc-flexfeeder zu. Das Kamerasystem SBO-Q von Festo ermittelt Position und Drehlage der Teile.



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