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Optris setzt markante Zeichen in Österreich

: Optris


In Europa hat sich ein starker Mittelstand im Bereich der Automatisierung und der Sensorik entwickelt. Eines dieser Technikunternehmen ist die in Berlin ansässige Optris GmbH, Hersteller von berührungsloser Temperaturmesstechnik. Seit Mitte 2015 verantwortet Ing. Christian Linhart den Vertrieb in Österreich, Slowenien, Kroatien, Tschechien, Slowakei und Ungarn und hat im Gespräch mit x-technik seinen neuen Wirkungskreis wie auch neueste Produkte von Optris unter die Lupe genommen.

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Die Glaskamera optris PI 450 G7.

Die Glaskamera optris PI 450 G7.

Herr Linhart, Optris ist seit 12 Jahren mit berührungsloser Temperaturmesstechnik auf dem Markt . Was genau steckt in Ihrem Portfolio?

Kurz und prägnant: Wärmebildkameras, Infrarotthermometer, Laser-Handthermometer sowie das nötige Zubehör. Dahinter steckt natürlich eine große Produktvielfalt. Alleine im Bereich der Pyrometer, also IR-Thermometer, stehen über 250 Varianten zur Verfügung. Auch die Wärmebildkameras haben sich mittlerweile zu einer ganzen Serie entwickelt, bei der auf unterschiedlichste Anwendungen eingegangen werden kann.

Welche Anwendungen stehen bei Optris im Fokus?

Grundsätzlich sind wir ein B2B-Unternehmen, d. h. wir produzieren für die Industrie Sensoren zur Bestimmung von exakten Temperaturwerten. Diese können fast überall – von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Qualitätssicherung – zum Einsatz kommen. Es gibt auch keine spezielle Branche. Überall, wo Temperaturen im Prozess gesteuert werden müssen, können unsere Thermometer und Infrarotkameras eingesetzt werden.

Sie sind nun seit einigen Monaten in Österreich für den Vertrieb verantwortlich. Können Sie ein, zwei Beispiel aus der Praxis nennen?

Die Eisen-Stahl-Industrie ist gerade in Österreich sehr dominant. Egal ob im Walzbereich, Schmieden, Härten oder
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Optris Metallkamera mit IR.

Optris Metallkamera mit IR.

Gießen, sind kurzwellige Pyrometer oder Wärmebildkameras nicht mehr weg zu denken. Im konkreten Fall geht es um die Hotspot-Detektion an bewegten Schmiedeteilen, die für die Flugzeugindustrie bestimmt sind. Hier ist es von großer Bedeutung die Temperatur exakt zu detektieren, um gleichbleibende Qualität zu liefern. Das wir hier mit der neuen kurzwelligen Wärmebildkamera optris PI 1M gegenüber eines Pyrometers in Vorteil waren, liegt auf der Hand.

Ein weiteres Beispiel ist die Detektion von Flachglas beim Spannungsfreiglühen. Meist ist zwischen Heiz- und Kühlzone nur ein kleiner Spalt von einigen wenigen Zentimetern verfügbar, um die Temperatur der sich bewegenden Glasscheibe zu messen. Auch hier konnte eine unserer Neuentwicklungen, die „Glaskamera“ optris PI 450 G7, den Kunden überzeugen. Die Zeilenkamera-Funktion der dazugehörigen PI Connect Software stellt die Scheibe komplett dar und ermöglicht eine exakte Messung der Temperaturverteilung über die gesamte Scheibe. Für die Produktion ein erheblicher Vorteil, da so die Intensität der Heiz- und Kühlquellen In-Line gesteuert werden kann.

Optris setzt mit Ihnen nun einen großen Fokus auf Österreich. Welche Ziele werden damit verknüpft?

Optris war schon vorher mit einem Distributor und einem Applikations-Ingenieur in Österreich vertreten, wobei mein Vorgänger einen starken Fokus auf Bayern hatte. Dies wurde nun getrennt, damit ich mich intensiver um Österreich
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Optis Videopyrometer mit Software auf Tablet.

Optis Videopyrometer mit Software auf Tablet.

und die angrenzenden Länder wie Slowakei und Ungarn kümmern kann. Weiterhin wird unser Partner in Graz, die Firma PMR Handelsgmbh, eine wichtige Rolle bei der professionellen Beratung und Betreuung wahrnehmen.

Optris bringt regelmäßig neue Produkte auf den Markt. Was sind die aktuellen Highlights?

Während bei den klassischen Pyrometern die Innovationsgeschwindigkeit deutlich beruhigt ist, befindet sich der Markt der Wärmebildkameras noch richtig in Bewegung. Alleine in den letzten zwei Jahren hat Optris drei neue IR-Kameras auf den Markt gebracht. Zuletzt die Spezialkamera optris PI 1M für Metallanwendungen. Sie hat einen durchgehenden Temperaturmessbereich von 450° C bis 1.800° C, eine Bildfrequenz bis zu 1 kHz und verschiedene Modi der Auflösung und Bildfrequenz.

Weitere Highlights sind die neu entwickelten Videopyrometer. Die digitalen Infrarot-Thermometer mit Video-Modul können hervorragend im Bereich der Qualitätssicherung eingesetzt werden, da die eingebaute Triggerfunktion das automatische Generieren von Schnappschüssen in einem zu bestimmenden Intervall oder beim Erreichen definierter Grenzwerte ermöglicht . Das individualisierte Abspeichern wird zur einzelstückbasierten QS auch im Rahmen von Massenproduktionen und dient dem Nachweis gegenüber Kunden.

Was haben Sie sich für die nächsten 12 Monate vorgenommen?

Ein Schwerpunkt liegt sicherlich darin, die Marke Optris in den benannten Ländern noch
populärer zu machen und dies in unterschiedlichen IR-Workshops wie Infrarot-Grundlagen Seminare, Software-Schulungen oder Produkttrainings darzustellen. Die Kundennähe ist mir sehr wichtig, also werde ich versuchen in Österreich sowie in den von mir betreuten Ländern auch vor Ort zu sein, um unsere Produkte bei Testmessungen oder bei einem Verkaufsgespräch zu präsentieren. Optris wird auch auf speziellen Messen wie die kommende SMART Automation in Wien gemeinsam mit unserem österreichischen Distributor PMR teilnehmen und dort die neuesten Innovationen vorstellen.

Herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, Herr Linhart.


Die Glaskamera optris PI 450 G7.
Optris Metallkamera mit IR.
Optis Videopyrometer mit Software auf Tablet.


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Bericht in folgenden Kategorien:
Sensorik, Messende Sensorik

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