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Mit Turbo Entwicklungszeit gekürzt - mit System Zeit und Geld lukriert

: Siemens PLM


Die Firma Schinko, mit Sitz in Neumarkt / OÖ, baut seit 1990 Gehäuse. Das machen viele Unternehmen. Schinko legt jedoch bei der Entwicklung der Gehäuse größten Wert auf innovatives Design. Dadurch ist nicht nur die Konstruktionsabteilung entsprechend gefordert, es entsteht auch permanent massiver Datenanfall. Mit dem Einsatz von Solid Edge und Teamcenter Express von Siemens PLM Software hat das Ingenieursteam von Schinko diese Anforderungen in den Griff bekommen und auch jede Menge Zeit und Geld gewonnen.

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Das Gehäuse des MEDISTER Abfalldesinfektionsgerätes stammt vom Unternehmen Schinko.

Das Gehäuse des MEDISTER Abfalldesinfektionsgerätes stammt vom Unternehmen...

Schinko baut nicht einfach Gehäuse für die Bankautomation, Lebensmitteltechnik, Labor- und Medizinausstattung, Steuerstände, den Maschinenbau und für die Halbleiterindustrie. Schinko verleiht der Technik und Technologie seiner Kunden Charakter und sichtbare Kompetenz. In der Umsetzung lässt das designstarke Unternehmen Kabel, Drähte, Schläuche, Dioden, Sicherungen, Schaltungen, Prozessoren, Platinen, Software und Hardware in einem ästhetisch anspruchsvollen und funktionellen Gehäuse „verschwinden“. Einerseits, um die Funktion des Gerätes zu schützen. Und andererseits, um den wahren Wert des gesamten Produktes für jeden Menschen sichtbar zu machen.

Unter diesen Ansprüchen entwickelte sich Schinko zu einem herausragenden, rasch wachsenden Unternehmen das heute 100 Mitarbeiter zählt. Bei seinen Kunden gilt das Unternehmen als der verlässliche Partner, der es versteht der jeweiligen technologischen Kompetenz individuellen Ausdruck zu verleihen.

Optimierung des Workflows

So spannend und anspruchsvoll die Entwicklung innovativer Gehäuse auch ist, so sehr ist auch das Schinko-Entwicklungsteam rund um den Leiter der Konstruktion und Entwicklung, Manfred Freudenthaler, gefordert. Gilt es doch, gerade bei aller Liebe zum Detail, flexibel und rasch auf die jeweiligen Kundenanforderungen in der Konstruktion reagieren zu können. „Diese Problematik hatten wir schnell im Griff, indem wir die Konstruktionssoftware Solid Edge mit 3D-Ansichten von Siemens PLM Software einsetzten. Solid Edge ermöglicht uns den gedanklichen Aufbau eines Gehäuseteils in sämtlichen Variationen schnellstens zu entwerfen, die beste Variante zu verfeinern und auf evt. nachträgliche Kundenwünsche rasch zu reagieren“, bringt Manfred Freudenthaler
den Softwareentscheid für Solid Edge auf den Punkt. „Zusätzlich wurde das Programm für unsere speziellen Bedürfnisse noch um zwei Tools von der betreuenden Firma Acam (ehemals PBU CAD Systeme) erweitert. Nämlich um eine mehrstufige Rohmaterialauswahl für die bei uns gängigen Werkstoffe wie Blech, Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff sowie um ein Oberflächensortiment für das Assembling – beide Erweiterungen erleichtern uns die tägliche Arbeit entscheidend“, zeigt sich Freudenthaler begeistert und blickt schon dem nächsten Entwicklungssprung entgegen: „Demnächst steigen wir auf die neueste Version von Solid Edge um. Mit Hilfe der Synchronous Technology V2 werden wir die Konstruktionszeiten noch um ein vielfaches beschleunigen können – die ersten Tests haben uns vor allem wegen der Blechfeatures absolut überzeugt!“

Bewältigung explodierenden Datenanfalls

Der rasch wachsenden Auftragsstand Schinkos entfachte allerdings auch einen massiv erhöhten Datenanfall, den es zu koordinieren galt. „Im Laufe der Zeit wurde das Suchen nach bestimmten Teilen, die oft mehrfach mit gleicher Artikelnummer gespeichert wurden, zum Problem. Manche Artikel wurden auch gelöscht oder beim kopieren zerstört. Bestehende Konstruktionen wurden geändert, aber leider nicht kopiert. Der Verwendungsnachweis beim Ändern war mühsam und die Fehler in den Stücklisten, die im ERP erstellt wurden, häuften sich. Summa summarum kostete uns das Fehlen eines echten Produktdatenmanagements (PDM) nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld“, resümiert Manfred Freudenthaler. „Schließlich entschlossen wir uns, diesem Missstand ein Ende zu bereiten, klärten unsere Anforderungen für eine PDM-Software und ließen uns Angebote verschiedenster Spezialisten für dieses Problem vorlegen. Der Entscheid für die Siemens PLM Software Teamcenter Express V3 war letzten Endes darin begründet, dass zum einen der Schnittstellenaufwand von Teamcenter Express an unser bestehendes ERP-System P2plus nur im geringen Ausmaß anfallen würde. Zum anderen kam uns die Struktur des Editors zum Kopieren und Erstellen neuer Revisionen sehr entgegen. Einen weiteren Vorteil sahen wir darin, dass unser verwendetes Konstruktionsprogramm Solid Edge und Teamcenter Express aus einem
Haus kommen und somit die Betreuung von ein und demselben Team, nämlich durch die Acam Systemautomation GmbH, erfolgt. Last but not least bot Teamcenter Express uns den bestmöglichsten Kosten- und Nutzenfaktor“, hinterlegt Freudenthaler die PDM-Entscheidung.

Datenübersicht und –zugriff im Blick

Seit Ende 2008 verwaltet nun das Ingenieursteam von Schinko seine Daten unter Teamcenter Express und generiert zahlreiche Vorteile: Wie die mehrstufige Rohmaterialauswahl über das Materialtool, welches auch gleichzeitig die Verfügbarkeit der im Unternehmen vorhandenen Werkstoffe sicher stellt und eine eindeutige Zuweisung mittels Artikelnummer zu Rohmaterial herstellt. Oder die einfache Vergabe der Artikelnummern, die z. B. die Anzahl der Kantungen ausweist, Schnittlängen und -zeiten errechnet und auch Rohmateriallängen ausgibt.

Diese Daten dienen in späterer Folge zur automatischen Anlage der Arbeitspläne im ERP. Stücklisten werden nun endlich automatisch erstellt, so wie auch die Gewicht- und Oberflächenberechnung automatisch erfolgt. Das frühere aufwändige Suchprozedere nach Teilen hat sich auch erübrigt und der Freigabestatus lässt sofort ungültige und gültige Daten sowie die Anzahl der Revisionen erkennen. Hilfreich ist auch, dass nun Kundenzeichnungen, Datenblätter, Montageanleitungen direkt an ein Bauteil angehängt werden können und PDFs automatisch generiert werden. Die Artikelnummern werden auch im TCX vergeben und anschliessend an das ERP System übergeben.

Somit braucht der Konstrukteur auch nur mehr eine Software bedienen, weil die Stammdatenpflege im TCX erfolgt.

„Die Liste der Teamcenter Express Dienste ist sicherlich hier nicht vollständig aufgezählt“, erklärt Manfred Freudenthaler und resümiert überzeugt: „Das Zusammenspiel von Teamcenter, Solid Edge und ERP ist eine synchrone Sache, die Hand in Hand läuft und alle Mitarbeiter im gesamten Unternehmen effizient und rasch zusammenarbeiten lässt.
Wenn ich heute Solid Edge kaufen würde, würde ich Teamcenter sofort mit einführen!“

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