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Kollaborative Robotik: Ernüchternde Analyse eines Integrators

: Schmachtl


Nach den ersten erfolgreich umgesetzten Integrationen von sensitiven Robotern durch Schmachtl in den letzten Jahren ist es Zeit für ein Zwischenresümee.

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Günther Probst, Geschäftsführer Schmachtl: „Gemeinsam mit unserem wissenschaftlichem Forschungspartner Profactor und ausgewählten Innovationsleadern der produzierenden Industrie arbeiten wir bei Schmachtl bereits an Lösungen für relevante Schlüsseltechnologien zum Erschließen neuer Anwendungen.“

Günther Probst, Geschäftsführer Schmachtl: „Gemeinsam mit unserem wissenschaftlichem...

Die gute Nachricht: Bestimme Arbeitsgänge in Produktionsabläufen lassen sich bereits jetzt ausgezeichnet mit den Robotern der neuen Generation zum Nutzen der Kunden automatisieren. Einmal eingesetzt, bekommen die Kunden schnell Lust auf mehr. Die schlechte Nachricht: Die Mehrzahl der derzeit von Menschen erledigten Produktionsarbeiten kann durch die „Cobots“ noch nicht gelöst werden. Der Weg zu einem breitbandig einsetzbaren flexiblen Roboter in Koexistenz oder gar Kollaboration mit Menschen scheint noch lange und steinig.

Das liegt an mangelnden Weiterentwicklungen z. B. der Greiftechnik. Die Sensitivität und Fingerfertigkeit einer menschlichen Hand nur annähernd zu erreichen, stellt uns vor immense technologische Herausforderungen. Das ist auch bei der oft propagierten Kollaboration zwischen Mensch und Roboter der Fall. Diese scheitert bisher häufig an der mangelhaften Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zur sicheren und produktiven Zusammenarbeit. Dem Roboter fehlt die dem Menschen innewohnende intuitive Wahrnehmung, etwaige Kollisionen bereits im Vorfeld zu erkennen und dadurch zu vermeiden. Ebenso fehlt die Möglichkeit einer einfachen und zuverlässigen Verständigung zwischen Mensch und Maschine über z. B. Sprache oder Gestik. Auch mangelt es dem Roboter an der Fähigkeit zum kognitiven Lernen. Einprogrammierte Arbeitsabläufe werden dauerhaft exakt durchgeführt, aber das einfache Erlernen neuer Aufgaben in kurzer Zeit scheint noch in weiter Ferne. Zudem bewegt sich der Roboter heute im Vergleich zur Mobilität eines Menschen nur sehr eingeschränkt auf Rädern, und das meist sehr langsam. Viele Applikationen sind bei prozessnotwendiger Geschwindigkeit und Kraft nicht sicher ausführbar.

An der Lösung all dieser Themen wird intensiv geforscht und entwickelt. Dieser Fortschritt
wird sich vermutlich erst im Zeitraster der nächsten Jahrzehnte – und nicht Jahre – für universelle Anwendungen erschließen. Gemeinsam mit unserem wissenschaftlichem Forschungspartner Profactor und ausgewählten Innovationsleadern der produzierenden Industrie arbeiten wir bei Schmachtl bereits an Lösungen für relevante Schlüsseltechnologien zum Erschließen neuer Anwendungen. Bis dahin konzentrieren wir uns – beflügelt durch bereits erfolgreich umgesetzte MRK-Lösungen – auf heute schon machbare attraktive Produktionsapplikationen.




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Robotik

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