Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Entwicklungszeit um 50 % reduziert

:


Schnell, wendig und robust – das sind die wichtigsten Attribute eines Skis, um die Kurven, Wellen und Sprünge der neuen olympischen Disziplin Ski Cross zu meistern. Um in der Entwicklung der Ski möglichst rasch voran zu kommen, werden die Produkte von Kneissl mithilfe der Softwareprodukte von SolidWorks entwickelt. Seit dem Umstieg auf die SolidWorks CAD Software konnte das Unternehmen die Entwicklungszeit seiner Skier um fast 50 % reduzieren.

Solidworks-Kneissl4 - Skiquerschnitt Kneissl 25.03.2010.jpg
Der Skiquerschnitt eines Kneissl-Skis – konstruiert und simuliert in SolidWorks.

Der Skiquerschnitt eines Kneissl-Skis – konstruiert und simuliert in SolidWorks.

Die Entwicklung und der Bau von Skiern hat bei Kneissl eine lange Tradition. Bereits 1919 produzierte der Firmengründer Franz Kneissl den ersten Ski in Serie. Heute liefert das Unternehmen Skier, die Mensch, Natur und höchsten Qualitätsanspruch hinsichtlich Technik und Produktleistung verbinden. Daher verwendet das Tiroler Unternehmen hauptsächlich natürliche Materialien in der Verarbeitung der verschiedenen Produktgruppen. So werden die Skier ausschließlich mit Holzkern im Sandwichverfahren hergestellt.

Spezialentwicklungen für spezielle Kunden

Kneissl ist seit 2008 offizieller Sponsor von Sarah Sauvey. Die Australierin Sarah Sauvey ging auf einem speziell gefertigten Renn-Ski bei den olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver für das britische Ski Cross-Team an den Start. (Anm. d. Red.: Sie belegte den 34. Platz) Dieser Renn-Ski wurde eigens für die Sportlerin entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Herstellern bietet Kneissl diese Spezialentwicklungen, die aus bis zu 20 Bauteilen bestehen können und nicht in die Serienfertigung gehen, später als Sonderanfertigung an.

„Aufgrund der immer komplexer werdenden Anforderungen war unsere 2D-Software nicht mehr ausreichend. Vor allem die Datenübergabe an externe Dienstleister, die wir für die 5-Achs-Bearbeitung beschäftigen, wurde immer kritischer“, erklärt Max Eppensteiner, Produktentwicklung bei der Kneissl Tirol GmbH. „Die Schnittstellenvielfalt von SolidWorks hat die Zusammenarbeit mit Zulieferern und unseren Produktdesignern seit dem Umstieg deutlich erleichtert.“ Für die Implementierung, Schulung und Wartung bei Kneissl zeichnet sich übrigens der autorisierte SolidWorks Vertriebspartner
Solidworks-Kneissl1.jpg
Sarah Sauvey beim Worldcup in St. Johann/Tirol.

Sarah Sauvey beim Worldcup in St. Johann/Tirol.

planetsoftware verantwortlich. „SolidWorks beinhaltet den kompletten Industriestandard an Schnittstellen, inklusive direkter Schnittstellen zu anderen CAD Systemen. So kann Kneissl Daten mit seinen Partnerunternehmen schnellstmöglich und ohne zusätzlichen Aufwand austauschen, Schwierigkeiten und Fehler bei der Datenübergabe minimieren und Kosten einsparen“, erklärt Alexander Triendl, Account Manager bei planetsoftware.

Kneissl profitiert heute von einer schnelleren Durchlaufzeit in der Entwicklung, die mehr Raum für Kreativität lässt, sowie von qualitativ besseren Konstruktionen. „SolidWorks bietet uns alle Funktionen, die wir für unsere tägliche Arbeit benötigen“, führt Max Eppensteiner weiter aus. Zusätzlich nutzen wir auch SolidWorks Simulation und können so die Qualität unserer Produkte noch effizienter verbessern.“

Mit Simulation effektiver

Mit SolidWorks Simulation kann man reale Betriebsbedingungen simulieren und auf diese Weise die mit dem Bau und Test von Prototypen verbundene Zeit und verbundenen Kosten reduzieren. „SolidWorks Simulation ist vollständig in die SolidWorks CAD-Software integriert und hilft dem Anwender sicherzustellen, dass die Konstruktionen fehlerfrei sind und kostengünstig gefertigt werden können. Konstruktionsfehler lassen sich bereits auf dem Bildschirm entdecken, anstatt erst während der Fertigung“, nennt Uwe Burk, Country Manager Central Europe bei DS SolidWorks die entscheidenden Vorteile. „Da SolidWorks CAD und SolidWorks Simulation in einer Oberfläche zu bedienen sind und es somit zu keinen Schnittstellen zwischen den beiden Softwarelösungen kommt, konnten
die Aufgabenstellungen von Herrn Eppensteiner sehr einfach umgesetzt werden. Fehler können so früh im Konstruktionsprozess erkannt werden, die Konstruktionen optimiert und unnötige Kosten beim Prototypenbau vermieden werden. Die Integration der beiden Lösungen ermöglicht eine sehr steile Lernkurve und einen raschen produktiven Einsatz von SolidWorks Simulation für die Konstruktionsprüfung“, ergänzt Alexander Triendl.

Das bestätigt auch Max Eppensteiner seitens Kneissl: „Der Einsatz von SolidWorks führte unter anderem zu einer Reduktion des Prototypenbaus und zu innovativeren Produkten. Auch kleine Maschinen und Vorrichtungen entstehen bei uns mit SolidWorks.“

Für eine erfolgreiche Zukunft gewappnet

„Kneissl ist ein gutes Beispiel, wie integrierte Softwarelösungen Unternehmen dabei unterstützen können Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Kosten und Schnittstellenschwierigkeiten werden verringert, da die Konstruktionsprüfung im eigenen Haus durchgeführt werden kann und nicht an externe Dienstleister vergeben werden muss. Wir freuen uns, dass Kneissl seine sehr interessanten Aufgabenstellungen im Sportartikelbereich so erfolgreich mit SolidWorks umsetzen kann“, fasst DI Oswald Fessler, Geschäftsführer bei planetsoftware zum Abschluss zusammen.
Der Skiquerschnitt eines Kneissl-Skis – konstruiert und simuliert in SolidWorks.
Sarah Sauvey beim Worldcup in St. Johann/Tirol.
Bauteilkonstruktion eines Kneissl Skis in SolidWorks.
Der Vibra-Stop von Kneissl für die Produktgruppe Tennisschläger.

  • flag of at


Bericht in folgenden Kategorien:
Tools und Software, Produktionsstrategien

Special Automation aus der Cloud

cloud.JPG Immer mehr Teile der industriellen Automatisierung sollen in die Cloud verlegt werden. Nicht nur die in rapide steigenden Mengen generierten Daten, sondern neben Auswerte-, Überwachungs- und Kontrollmechanismen auch Steuerungs-, Regelungs- und sogar Safety-Algorithmen. Wozu eigentlich? Was lässt sich vernünftig in die Cloud verlegen? Was sollte man dabei beachten? Und was ist das überhaupt, die Cloud?
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2019/Automation/Ausgabe273/19544/web/app-4.jpgEine E-CAD-Plattform für alle
Egal von welcher Engineering-Disziplin man kommt – mit der E-CAD-Lösung von Wscad arbeiten Anwender immer Gewerke übergreifend. Ohne Datenbrüche, Missverständnisse und Umständlichkeiten. In kleinen Projekten genauso wie in großen, mit ausgeklügelten Benutzerrechten und in verschiedenen Sprachen gleichzeitig auch in internationalen Projektteams. Wie es mit Benutzerfreundlichkeit, Service, Implementierungsunterstützung und neuen Projekten aussieht, verrät Patrick Kaufmann, Geschäftsführer Wscad Software GmbH Österreich, im Gespräch mit x-technik.
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren