Fachverlag x-technik
search
 

Schließen


Effiziente CE-Kennzeichnung – heute und morgen

: IBF


Die neue Maschinenrichtlinie ist in aller Munde. Das harmonisierte europäische Normenwesen ist im Umbruch.... ... Viele stöhnen über diese Entwicklungen. Sie vermuten neuerliche bürokratische Hürden mit hohem Anpassungsaufwand.

4720
CE-Kennzeichnung nach MRL 98/37/EG: Voraussetzung für das Inverkehrbringen und den Betrieb von Maschinen und Anlagen

CE-Kennzeichnung nach MRL 98/37/EG: Voraussetzung für das Inverkehrbringen...

„Alles nicht so kompliziert wie es scheint“, beruhigt Ing. Helmut Frick, CE-Berater seit 1994.

Die Sorgen über die Änderungen der neuen Maschinenrichtlinie (MRL) sind für jene Unternehmen in weiten Bereichen unbegründet, die heute in der Lage sind, Maschinen und Anlagen nach der derzeit gültigen MRL 98/37/EG zu entwickeln und zu bauen. In Bild 1 ist ersichtlich, dass das CE-Zeichen sozusagen die Brücke zwischen dem Hersteller und dem Betreiber darstellt. Das ist heute so und daran wird sich auch mit der neuen MRL nichts ändern. Die Neuerungen sind grundsätzlich nicht substanziell. Vieles bleibt beim Alten: Maschinen und Anlagen müssen ausreichend sicher sein. Anstatt der „Gefahrenanalyse“ wird eine „Risikobeurteilung“ durchzuführen sein. Eine technische Dokumentation muss erstellt und eine Betriebsanleitung mitgeliefert werden. Eine Konformitätserklärung ist auszustellen und rechtsverbindlich zu unterschreiben. Auch die wichtige Rolle der Normung bleibt erhalten.

Künftig neu

Natürlich enthält die neue MRL Änderungen und Klarstellungen, z. B.
dass Anwendungsbereich und Definitionen konkretisiert werden, das Verfahren für Teilmaschinen geregelt, eine interne Fertigungskontrolle gefordert und die Marktaufsicht massiv gestärkt wird.

Besonders beachtenswert ist, dass es keine Übergangsfrist geben wird.
Bis zum 28.12.2009 gilt noch die MRL 98/37/EG und ab dem 29.12.2009 ist die neue MRL 2006/42/EG anzuwenden. Der Zeitpunkt des Inverkehrbringens entscheidet darüber, nach welcher Richtlinie man vorzugehen hat. Für Langzeitprojekte kann also bereits heute die Anwendung der neuen MRL sinnvoll sein. Je näher dieses Datum rückt, desto wichtiger wird es sein, die alte und die neue Richtlinie parallel zu erfüllen. Die Firma IBF empfiehlt in seinen CE-Praxisseminaren, die Unternehmensprozesse dahingehend zu gestalten und zeigt praktische Lösungswege dazu auf.

Zuständigkeiten unternehmensweit verteilt

Um maximale Effizienz zu erzielen, ist es derzeit wie in Zukunft besonders wichtig, dass alle Beteiligten ihren Verpflichtungen zeitnah nachkommen. In der heutigen arbeitsteiligen Praxis benötigen die jeweiligen Zuständigkeitsbereiche gezielte Informationen. Planer und Konstrukteure sind am intensivsten von der MRL betroffen. Aber gerade fehlendes Fachwissen im Ein- bzw. Verkauf führt in der Praxis auf beiden Seiten häufig zu bösem Erwachen. Die Rolle der QS auf der Seite der Hersteller und die des Arbeitsschutzes auf der Seite des Käufers werden häufig unzureichend ernst genommen. Und auch der haftungsrechtlichen Rolle durch verletzte Organisations- oder Überwachungspflichten der Geschäftsleitung wird immer wieder zu wenig Achtung geschenkt. Oft könnten geringe Anpassungen der Unternehmensprozesse zu höherer Effizienz und gleichzeitig zu mehr Sicherheit führen, ganz abgesehen von den Wettbewerbsvorteilen, die sich Unternehmen aus der Thematik herausarbeiten können. Eine Checkliste zur Ermittlung von möglichen
Rationalisierungspotenzialen ist im Rahmen des CE-InfoService von IBF kostenlos downloadbar (www.ibf.at/ce_infoservice.html).

CE-Praxissoftware Safexpert

Im Idealfall bildet die projektbegleitende Gefahrenanalyse die zentrale Plattform für die sicherheitstechnische Konzeption von Maschinen und Anlagen.
Safexpert wurde genau dafür entwickelt. Alle Projektbeteiligten können frühzeitig geplante sicherheitstechnische Lösungen dokumentieren. Projektleiter können diese einsehen und regulierend eingreifen. In dieser Phase entstehen durch Änderungen keine Kosten. Im Gegenteil, durch die Wahl anderer Lösungen lassen sich die sicherheitstechnischen Equipmentkosten sogar häufig reduzieren.

Gerade für die Durchführung der Gefahrenanalyse bietet Safexpert zahlreiche Features. Der CE-Leitfaden führt Schritt für Schritt durch die Konformitätsbewertung. Statusauswertungen informieren auf Knopfdruck über alle offenen Punkte. Querverweise zu wichtigen Normen und Richtlinien sowie die speziellen Normenpakete „Sicherheit von Maschinen“ unterstützen bei der Wahl der geeigneten sicherheitstechnischen Lösungen. Die variable Piktogrammbibliothek und der Betriebsanleitungs-Assistent helfen bei der Verwaltung von Hinweisen auf Restgefährdungen.
Wie die Gefahrenanalyse mit Safexpert effizient durchgeführt wird, zeigt die neue Videopräsentation in deutscher oder englischer Sprache in weniger als zehn Minuten auf der Homepage von IBF.

Zum Firmenprofil >>


Special Automation aus der Cloud

cloud.JPG Immer mehr Teile der industriellen Automatisierung sollen in die Cloud verlegt werden. Nicht nur die in rapide steigenden Mengen generierten Daten, sondern neben Auswerte-, Überwachungs- und Kontrollmechanismen auch Steuerungs-, Regelungs- und sogar Safety-Algorithmen. Wozu eigentlich? Was lässt sich vernünftig in die Cloud verlegen? Was sollte man dabei beachten? Und was ist das überhaupt, die Cloud?
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2018/Automation/Ausgabe225/16682/web/SCHUNK_Glueck_2.jpgRoboter beißen nicht
Außerhalb der Automatisierungswelt ist ihr Image nicht immer nur das Beste: Vielfach werden Roboter als „Job-Killer“ diffamiert. Zu Unrecht wie Professor Dr.-Ing. Markus Glück, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung (CINO) der Schunk GmbH & Co. KG Spanntechnik und Greifsysteme in Lauffen am Neckar, findet. Denn vor allem bei MRK-Anwendungen gehe es nicht darum, den Menschen zu ersetzen, sondern darum, diesen dahingehend zu unterstützen, dass er sich auf seine wahren Stärken konzentrieren kann. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren