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Edelhülle in rauer Umgebung

: Schinko


Als Kompetenzzentrum für Biegetechnologie der Firmengruppe produziert Trumpf Maschinen Austria im oberösterreichischen Pasching die TruBend Abkantpressen, den Trumpf BendMaster und lasergehärtete Abkantwerkzeuge. Jährlich verlassen etwa 850 TruBend Abkantpressen das Werk. Bei der Automatisierungslösung BendMaster und sämtlichen Abkantpressen liefert der Gehäuse- und Schaltschrankspezialist Schinko die ergonomisch designte „Edelhülle“ für den sicheren Schutz der Steuerung.

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Abkantpresse TruBend mit der Automatisierungslösung BendMaster – Schaltschrank und Gehäuse (für die Maschinen-Steuerung) genügen einem ergonomischen und funktionellen Design.

Abkantpresse TruBend mit der Automatisierungslösung BendMaster – Schaltschrank...

Als Kompetenzzentrum für Biegetechnologie der Firmengruppe produziert Trumpf Maschinen Austria im oberösterreichischen Pasching jährlich rund 850 TruBend Abkantpressen, viele davon sind mit dem BendMaster ausgestattet, der ebenfalls seitens Trumpf entwickelt wurde „weil das Angebot am Markt an Handling- und Robotersystemen für die Automatisierung unserer Abkantpressen nicht passt“, sagt DI (FH) Simon Hiebl, Produktmanager automatisches Biegen. Derzeit werken „im Feld“ insgesamt etwa 200 BendMaster. 850 Pressen hat man 2007 weltweit ausgeliefert – davon arbeiten 50 mit dem BendMaster.

Robuste Hülle für heikle Elektronik

Um die TruBend in flottem Tempo zu bewegen, bedarf es auch einer Steuerung, die seitens Keba entwickelt wurde und die an allen Abkantpressen zum Einsatz kommt. Um diese Steuerung vor den oft rauen Umgebungsbedingungen sicher zu schützen, wurde sie in eine robuste „Edelhülle“ gesteckt. Das Gehäuse ist eine Sonderanfertigung der oberösterreichischen Schinko GmbH, konstruiert und gebaut nach den Vorgaben von Trumpf. Ebenso baute Schinko einen funktionell und ergonomisch gestalteten Schaltschrank, der mit der Automatisierungslösung BendMaster „mitfährt“. Auffallend ist: Das Gehäuse sowie der Schaltschrank sind nicht eckig, sondern an den Seiten ergonomisch abgerundet. Ein ansprechendes Design war den Schinko-Konstrukteuren sehr wichtig, da neben der Funktion auch die Gestaltung den Wert eines Produktes ausdrückt.

Bei Schinko setzte man von Beginn an auf ästhetisch anspruchsvolle Schaltschränke. Stark ist man vor allem in der Konstruktion und Fertigung von Sondergehäusen. Für
das Design arbeitet man seit knapp 15 Jahren mit einem Industriedesigner zusammen, für die Käufer von Schinko-Schaltschränken ist die Form ein weiteres ausschlaggebendes Argument. „Trotz der Sonderanfertigung bietet uns Schinko ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, daher werden wir auch die neuen BendMaster ebenfalls mit diesen Gehäusen ausrüsten“, sagt Simon Hiebl.

Edelstahl-Gehäuse liegen im Trend

Neben Trumpf kann man bei Schinko auf viele Referenzen in der Industrie verweisen, die an den edlen Gehäusen Gefallen finden. Und wo geht der Trend bei den Spezial-Gehäusen hin? Geschäftsführer Michael Schinko: „Edelstahl boomt derzeit sehr stark. In den letzten vier Jahren stieg der Anteil Edelstahl von 25 auf 40 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden beinahe 300 Tonnen Niro verarbeitet.“ Die Vorteile dieses Werkstoffes überzeugen: Korrossionsbeständigkeit, eine hochwertige Optik und leichte Pflege. Vor allem im Reinraum-Bereich setzt man auf gebürstete Oberflächen (2r, Spiegelblech), die wie poliert aussehen, aus Designgründen oftmals kombiniert mit einer Pulverbeschichtung.

Am Markt der Gehäuse- und Schaltschrankbauer hat Schinko mit seinen „Spezialitäten“ eine lukrative Nische gesucht und gefunden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 11,1 Millionen Euro – und die aktuelle Entwicklung zeigt weiterhin positive Signale.

Neue Schinko-Schutzgehäuse für PC´s

Für Computer, die in der Industrie zum Einsatz kommen, wurde ein spezielles Schutzgehäuse entwickelt, das auf Fachmessen in Wien (vienna-tec) und Nürnberg (SPS) erstmals gezeigt wird. "PC-Ausfälle im Industriebereich sind nicht nur unangenehm sondern durch den Produktionsausfall auch sehr kostenintensiv. Wir haben uns daher zur Entwicklung von Schutzgehäusen mit Klimatisierung,
von Filterlüftern bis hin zur aktiven Kühlung, entschlossen und diese nun erfolgreich abgeschlossen", berichtet Michael Schinko.
Die PC-Protection Box (kurz PCP genannt) erfüllt die Dichtheitsnormen für Staub und Feuchtigkeit (IP 55). Nicht zu kurz kommt auch der von Schinko bereits traditionelle hohe Anspruch an das Design der Gehäuse: PCP wurde in bewährter Zusammenarbeit mit dem Designer-Team IDUKK (Industrial Design Union Kittler, Linz) entwickelt.

Bereits 2009 sollen 1000 dieser neuen PC-Protection Box gefertigt werden. Als Abnehmer werden Firmen ins Auge gefasst, die sich mit Maschinenbau, Steuerungstechnik oder Anlagenbau beschäftigen. "Unsere Box ist überall dort der ideale Problemlöser, wo der PC direkt in der Produktion betrieben wird und damit unter erschwerten Bedingungen zum Einsatz kommt", erklärt Michael Schinko.

Gefertigt wird PCB aus pulverbeschichtetem Schwarzblech. Die Box wird jedoch auch in Edelstahl, geschliffen oder gebürstet produziert.

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Gehäusesysteme

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Spezifische Kundenwünsche erfordern flexible Maschinen, die sich an individuelle Bedürfnisse anpassen. Mit neuen Maschinen ist das kein Problem. Sie sind intelligent und können miteinander kommunizieren. Produktionshallen sind jedoch zum Großteil geprägt von älteren Maschinen und Anlagen, die nicht für eine smarte Fabrik geeignet sind. Der Austausch einer Bestandsanlage ist schwierig umzusetzen und bringt außerdem hohe Kosten mit sich. Eine Möglichkeit zur wirtschaftlichen Modernisierung einer Produktion ist das Retrofit. Dieter Burri hat sich vor 20 Jahren mit dem Retrofit von Werkzeugmaschinen selbstständig gemacht. Für die Automatisierung seiner Maschinen greift er auf das skalierbare Hard- und Softwareportfolio von B&R zurück. Im Interview mit x-technik erzählt er, warum diese Entscheidung für ihn goldrichtig war und ist.
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