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Die 60. Jubiläums-MSV meldet ausgebuchte Messehallen

: MSV Brünn


Die Internationale Maschinenbaumesse feiert ihr rundes Jubiläum mit einem neuen Logo, einer Ausstellung mit Legenden der tschechoslowakischen Industrie und vor allem mit 1.650 präsenten Firmen. Vom 1. bis 5. Oktober 2018 erwartet die Besucher auf dem Brünner Messegelände eine Schau modernster Industrietechnologien in komplett ausgebuchten Messehallen.

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„Am diesjährigen Jubiläum der Internationalen Maschinenbaumesse besteht immenses Interesse. Die Firmen möchten sich bestmöglich präsentieren und bestellen größere Flächen. Bereits jetzt sind wir komplett ausgebucht, letzte Flächen gibt es nur noch im Freien, für Hallenflächen haben wir eine Warteliste”, informiert Radmila Svobodová, Direktorin der MSV.

Zusammen mit der 60. Jubiläums-MSV finden fünf weitere Fachmessen statt, die stets in geraden Jahren auf das Brünner Messegelände zurückkehren. Die IMT ist eine Schau der Werkzeug- und Umformmaschinen, die FOND-EX konzentriert sich auf Gießereitechnik, die WELDING wiederum auf Schweißtechnik. Die PROFINTECH stellt Technologien für die Oberflächenbehandlung vor und die PLASTEX ist die Fachmesse für Kunststoffe, Kautschuk und Verbundwerkstoffe. Alle Messen zusammen füllen das ganze Messegelände, die Veranstalter erwarten, dass 1650 Firmen aus 33 Ländern nach Brünn kommen.

So wie in früheren Jahren reist rund die Hälfte der Aussteller aus dem Ausland an, die meisten aus Deutschland. Sehr stark vertreten sind auch die Slowakei, Italien und Österreich. Eine außerordentlich umfangreiche Teilnahme ist dieses Jahr aus Russland angekündigt, das sich auch mittels einzelner Regionen vorstellen wird. Der größte russische Aussteller Rosatom belegt mit seinem Stand ein Viertel der Halle Z. Einen gleich großen Teil der Z beanspruchen dieses Jahr Firmen aus China, und in der Halle A1 werden die Messebesucher gewiss die Industrieproduktion Taiwans nicht übersehen können. Angemeldet sind ferner zahlreiche offizielle nationale Präsentationen,
konkret aus der Slowakei, China, Frankreich, Indien, Italien, Österreich, Korea, Russland und Taiwan. Bereits Tradition sind der Stand Bayerns sowie der Gemeinschaftsstand dreier weiterer Bundesländer – Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts unter der Bezeichnung Mitteldeutschland.

Halle P gehört der Metallbearbeitung, jedoch auch der Formel E

Die größte und modernste Halle des Brünner Messegeländes war sehr schnell ausgebucht. Dieses Jahr finden die Besucher hier auch andere Firmen als im Vorjahr. Einen großen Messestand bereitet der Weltmarktführer im Bereich CNC-Dreh- und Fräsmaschinen DMG MORI vor, und nach mehreren Jahren kehrt die Firma Erwin Junker aus Deutschland zurück. Newtech präsentiert die neu vertretene Marke Tsugami, und eine wichtige Nachricht für den Bereich Werkzeuge ist die erneute Anwesenheit von Iscar und Tungaloy, Mitgliedern der IMC-Gruppe, die regelmäßig alle zwei Jahre ausstellen. Insgesamt stellen sich auf der 11. internationalen Messe für Metallbearbeitung IMT nahezu 500 Aussteller vor, so dass natürlich nicht alle in die Halle P Platz finden. Als Beispiel sei hier der Spitzenhersteller von Zerspanwerkzeugen WNT genannt, der sich mit einem großen Messestand auf dem Freigelände F präsentiert.

In die Halle P zieht neu der Stand von ABB ein, der zu einem der attraktivsten der ganzen Messe zählen dürfte. Im Fokus steht hier E-Mobilität, vorgestellt wird den Messebesuchern die Formel E – eine Serie von Straßenrennen für Elektromobile, deren Namensgeber ab diesem Jahr gerade ABB ist. Der nun ABB FIA Formula E Championship benannte Wettbewerb ist eine Plattform zum Entwickeln und Testen von elektrischen und digitalen Technologien, die für die E-Mobilität von Bedeutung sind. ABB als Marktführer im Bereich Infrastruktur für Elektrofahrzeuge mit dem weltweit größten Netz von Schnellladestationen zeigt in der Halle P die Zukunft
der E-Mobilität und diverser digitaler Technologien für ihre Unterstützung.

Industrie 4.0 – Automation, Roboter, Digitalisierung

Das Hauptthema der Internationalen Maschinenbaumesse bleibt bereits seit mehreren Jahren gleich, die Entwicklung von Technologien für smarte Fabriken und der Einsatz cyber-physikalischer Systeme in der industriellen Praxis schreitet jedoch von Jahr zu Jahr voran. Das Thema Industrie 4.0 steht in engem Zusammenhang mit dem Projekt AUTOMATION – Mess-, Steuer-, Automatisierungs- und Regeltechnik, für das sich dieses Jahr 280 Aussteller angemeldet haben. Im Bereich Elektronik, Automation und Messtechnik sind bereits 130 Firmen aus sieben Ländern angemeldet, traditionelle Marktführer inbegriffen. Industrie 4.0 kennt keine Branchengrenzen, dies belegt zum Beispiel der revolutionäre Stand der Firma KUBOUŠEK auf der PLASTEX.

Die Gruppe KUBOUŠEK Technologies and Instruments ist in Brünn seit 1991 ununterbrochen präsent und hat sich dieses Jahr zu einem revolutionären Schritt entschlossen. Ihr Messestand in der Halle G1 dient als "Fenster" zu ihrem eigenen Technologie- und Fortbildungszentrum, das im Herbst 2017 in der südböhmischen Stadt České Budějovice eröffnet wurde. Die Messebesucher werden mittels Livevorführungen und Online-Übertragungen direkt in das Technologiezentrum versetzt, wo sie automatisierte Arbeitsplätze anschauen und zusammen mit Anwendungsingenieuren innovative Technologien für Spritzgießmaschinen KraussMaffei erkunden können. „Für die KUBOUŠEK-Gruppe ist Industrie 4.0 nicht nur ein Begriff aus modernen Lehrbüchern, sondern realer Bestandteil der alltäglichen Praxis, die sich auch im diesjährigen virtuellen Konzept des Messestandes von KUBOUŠEK widerspiegelt“, so Marketingleiter Ivana Kyselová.

Eine weitere Attraktion in der Halle G1 ist eine automatisierte Fertigungszelle für die Kunststoffindustrie von Stäubli, eine Komplettlösung für schnellen Formentausch. Mittelpunkt des Exponats,
das die Besucher der PLASTEX als fünfte Publikumsgruppe weltweit werden besichtigen können, ist ein mit modernsten Technologien ausgestattetes Modell einer Spritzgießmaschine. Eine Vorwärmstation sorgt für rechtzeitige Vorbereitung der Formen für die Produktion, die anschließend von einem schienengebundenen automatischen Förderwagen zur Maschine gebracht werden. Dank magnetischer Spannung sind selbst verschieden große Formen kein Problem, die Zuführung sämtlicher Energien übernimmt eine ebenfalls vollautomatische Schnittstelle. Handhabung, Einlegen und Entnehmen der Teile übernimmt ein Sechsaschs-Roboter Stäubli TX2, für den ein SCARA-Vierachs-Roboter die Einsätze vorbereitet. „Jede ganze Stunde von 10 bis 16 Uhr gibt es kommentierte Besichtigungen der Fertigungszelle, bei denen die einzelnen Schritte ausführlich erklärt werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch“, lädt Michal Scholze, Marketing & Business Development Manager von Stäubli Systems, alle Interessenten ein.

Die Wirtschaft floriert, das Ausstellerinteresse nimmt in allen Branchen zu

Traditioneller Stützpfeiler der MSV ist weiterhin die Warengruppe Materialien und Komponenten für den Maschinenbau mit rund 210 Ausstellern. Hüttenwerkstoffe werden von bedeutenden Firmen wie Arcelor Mittal, VAN LEEUWEN PIPE AND TUBE, ISD Dunaferr und weiteren präsentiert. Das Interesse an der Messe wächst auch in der Untergruppe Verbindungsmaterial, erstmals kommen zum Beispiel die Firmen TITGEMEYER CZ und SFS Group CZ. Eine traditionell starke Präsenz wird bei Ausstellern von Getrieben, Antrieben, Bremsen, Kupplungen und Lagern erwartet. Neu werden sich hier u.a. die Firmen WITTENSTEIN, KG Technologies Hungary und MP DIMS vorstellen, NORD kehrt mit Antriebstechnik auf die MSV zurück.

Interessante Messeneulinge stellen sich auch in weiteren Bereichen vor, bei Energietechnik zum Beispiel das Firmenkonsortium MICo, MICo robotic und ELEDUS sowie der Gemeinschaftsstand von ČEZ Esco und Škoda Praha. Bei Hydraulik und Pneumatik melden sich
neue Firmen aus der Tschechischen Republik und Deutschland, weitere wichtige Aussteller kehren zurück, u.a. Bosch Rexroth, Festo oder die Charvát Group.

Treffpunkt der Umformbranche ist nach wie vor die Halle B, angemeldet sind traditionelle Marktführer wie Trumpf, Bystronic und weitere. Gegenüber dem Vorjahr erweitern die Firmen ihre Flächen, und es kommen auch jene zurück, die nur in geraden Jahren ausstellen. Zudem sind Premieren aus Korea oder Spanien angekündigt, so dass die Halle bereits voll ist und weitere Firmen warten, ob nicht doch noch etwas frei wird.

Völlig ausgebucht ist auch die G2 mit Schweißtechnik, zu den bedeutendsten Ausstellern gehören hier Fronius, Cloos, Yaskawa, ARC-H, EWM oder Lorch. Auf der Gießereifachmesse FOND-EX haben neue ausländische Firmen Flächen gemietet: FENIX MACHINES aus Polen, Idra und CO.STAMP aus Italien, Quaker Chemical aus den Niederlanden und TERMOLIT aus der Ukraine. Nach vier Jahren Pause kehrt Z-MODEL zurück. Außerdem wird ein Gemeinschaftstand unter der Federführung des Gießereiverbands der Tschechischen Republik vorbereitet, und zu den größten Teilnehmern gehören erneut die Gesellschaften Hüttenes-Albertus CZ und Laempe+Panáčková.

Obwohl die diesjährige Maschinenbaumesse im Oktober stattfindet, bauen zahlreiche Aussteller ihre Messestände im Freien auf, zum Beispiel KNAP INDUSTRIETECHNIK, die erneut Handhabungstechnik für Schwerlasten live vorführen wird. In der Warengruppe Verkehr, Handhabung und Logistik präsentieren sich Linde Material Handling Česká republika mit Hochubwagen, die italienische ROSA CATENE mit Kränen oder Würth mit Werkstattausstattung u.v.a. Die größten Flächen belegen hier traditionell Aussteller wie Interroll CZ, WRH Global CZ, Kasys, Kardex oder DENIOS.

Retro-Ausstellung tschechoslowakischer Industrielegenden und neues grafisches Erscheinungsbild

Im
Jahre der Feiern zum 100. Gründungsjubiläum der Tschechoslowakei fiel die Wahl des Partnerlandes logischerweise auf die Slowakei, die sich auf diese Rolle sorgfältig vorbereitet. Der offizielle slowakische Stand belegt 500 Quadratmeter in der Halle A1, die sich anlässlich der MSV symbolträchtig ganz in tschechoslowakische Farben kleidet. Hauptorganisator des Gemeinschaftsstandes ist SARIO – die Slowakische Agentur für Entwicklung von Investitionen und Handel. Insgesamt werden dieses Jahr 55 slowakische Industriefirmen erwartet. Weitere eintausend Quadratmeter der A1 füllt die rückblickende Ausstellung 100ries – Tschechoslowakische Industrielegenden, die die Geschichten von einhundert ikonischen Produkten, berühmten Marken und bedeutenden, mit der Geschichte der Maschinenbaumesse verbundenen Persönlichkeiten zeigt.

Als Teil des Rahmenprogramms der MSV findet am Dienstag, dem 2. Oktober der Nationale Tag der Slowakei statt, diesmal in einem außergewöhnlich feierlichen Rahmen. Weitere Treffen fokussieren sich dann auf das Markenzeichen Made in Czechoslovakia.

Besondere Erwähnung verdient das neue Erscheinungsbild der Messe, das anlässlich des 60. Jubiläums der MSV vorgestellt wird. Der neue, in seinem Minimalismus selbstbewusste visuelle Stil ging aus einem Grafik-Wettbewerb hervor und knüpft an die ikonischen MSV-Plakate aus den sechziger Jahren an. Zahnrad, blaue und rote Farbe, Pfeile und in der Mitte die Buchstaben MSV – jenes tschechische Kürzel, das jeder gut kennt und das in der ganzen Welt des Maschinenbaus verwendet wird. Laut Fachleuten ist die neue Grafik der Messe modern, zeitlos und auch in Online-Anwendungen interessant.

Prall gefülltes Rahmenprogramm und erweiterte MSV-Touren

Das Kürzel MSV steht nicht nur für Aussteller, alljährlich wird die Messe für fünf Tage auch zum größten auf Industrie ausgerichteten Konferenzzentrum des Landes, und das auch in internationalem Maßstab. Das Rahmenprogramm für dieses Jahr ist noch nicht komplett, bereits heute ist jedoch
klar, dass es einige äußerst interessante Veranstaltungen beinhalten wird. Gleich am Montag beginnen die Jahrestagung des Verbands der Industrie der Tschechischen Republik, der wichtigste Diskussionstreffpunkt für Unternehmer und Regierungsvertreter, sowie das zweitägige B2B-Projekt Kontakt-Kontrakt und das Tschechisch-chinesische Handelsforum. Für Dienstag, den 2. Oktober werden neben dem Nationalen Tag der Slowakei zum Beispiel der Businesstag der Russischen Föderation, der Czech Trade Meeting Point und das Diskussionsforum für Industrie und Hochschulen vorbereitet. Ein weiteres Handelsforum ist der Zusammenarbeit mit Indien gewidmet, die traditionelle Konferenz Energie für die Zukunft konzentriert sich auf Energieeffizienz in der Industriesphäre. Der Mittwoch gehört u.a. der Konferenz Visionen in der Automation, dem Weißrussischen Businesstag sowie Konferenzen über den Handel mit Korea und der Ukraine.

Den Messebesuchern bietet sich außerdem eine einzigartige Möglichkeit, die Messe in Ruhe und ohne große Vorplanung zu genießen und trotzdem das Interessanteste davon sehen zu können. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr werden erneut MSV-Touren vorbereitet – organisierte Besuche bei nach Themen ausgewählten Ausstellern. Die Anzahl der Trassen wurde erhöht, und zu den letztjährigen Themen Industrie 4.0, Roboter und Automation kommen dieses Jahr Sicherheit in Industrie, Wartung und Diagnostik sowie Senkung des Energieverbrauchs hinzu. Die Besichtigungen der Stände ausgewählter Aussteller finden zweimal täglich statt, werden kommentiert und von kurzen Vorträgen zu aktuellen Themen begleitet. Die Rundgänge sind kostenlos, Interessenten können sich beim Organisator, dem Verlag Trade Media International registrieren.

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