Fachverlag x-technik
search
 

Schließen

PDF


Cooles Sprungbrett ins „Berufsglück“

: Lenze


Sie wohnen zusammen, sie lernen zusammen und sie haben „Ja“ gesagt zu einem mehrmonatigen Ausbildungsprogramm, das es in der Form bis dato nicht gab. Insgesamt acht Teilnehmer aus vier Ländern gingen Anfang Oktober beim ersten Durchgang des „Lenze Automation Camps“ an den Start. Darunter zwei junge Österreicher, die dieses neu geschaffene Traineeprogramm nutzen wollen, um sich zu Systemingenieuren von internationalem Format weiterzuentwickeln. Von Sandra Winter, x-technik

/xtredimg/2017/Mechatronik/Ausgabe182/14266/web/20171212-RB7_6549.jpg
Die Teilnehmer am Lenze Automation Camp bekommen nicht nur jede Menge profunder „grauer“ Theorie, sondern vor allem auch ein breites Spektrum an Praxiserfahrung mit auf den Weg.

Die Teilnehmer am Lenze Automation Camp bekommen nicht nur jede Menge profunder...

„Wer die Chance bekommt an diesem Ausbildungsprogramm teilzunehmen, sollte sie definitiv wahrnehmen. Mehr professionelle Unterstützung für den beruflichen Alltag als Applikations- oder Systemingenieur gibt es nicht“, schwärmt Andreas Höchtl. Der 23-jährige Oberösterreicher hat es bis jetzt keine Sekunde lang bereut, dass er sich für dieses Traineeangebot beworben hat. Und das obwohl man als HTL-, FH- oder TU-Absolvent ganz schön gefordert wird bei diesem Camp: Die Unterrichtssprache ist Englisch. Es gilt, sich als Teilnehmer darauf einzustellen, dass man rund ein Jahr lang kaum zu Hause ist, da die einzelnen Ausbildungsphasen größtenteils in der Lenze-Zentrale in Aerzen-Groß Berkel bei Hameln sowie um Praxisluft zu schnuppern auch in verschiedenen Vertriebsgesellschaften erfolgen. Und dieses vom Global Head of Application & Support bei Lenze, Martijn Theunissen, höchstpersönlich ins Leben gerufene Training ist wirklich fordernd und intensiv.

Das wird auch vom zweiten Österreicher, der mit dabei ist, bestätigt. „Ich lerne jeden Tag neu dazu, meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen“, verrät mit Arian Moraveji einer, der jetzt im professionellen, industriellen Umfeld unter fachmännischer Anleitung ausleben kann, was er in den letzten Jahren ohnehin schon als Hobby neben seiner schulischen Ausbildung regelmäßig tat : Eigene Android-Apps und Messanalyse-Programme schreiben, PLCs basteln und in Codesys programmieren und einiges andere mehr. „Das, was wir bei Lenze jetzt im Großen umsetzen, habe ich mit dem Raspberry Pi aus privatem Interesse bereits im Kleinen gemacht“, zeigt sich der 23-Jährige glücklich, dass ihm der weltweit agierende Spezialist für Automations- und Antriebstechnik im Maschinen- und Anlagenbau genau das bieten kann, wonach
/xtredimg/2017/Mechatronik/Ausgabe182/14266/web/20171212-RB7_6668.jpg
Beim ersten Automation Camp von Lenze sind drei Deutsche, zwei Italiener, zwei Österreicher und ein Pole mit an Bord. Die Unterrichtssprache ist Englisch.

Beim ersten Automation Camp von Lenze sind drei Deutsche, zwei Italiener, zwei...

er über eine Recruiting-Firma Ausschau gehalten hatte – nach einem Arbeitgeber, der global aktiv ist und der für seine Mitarbeiter zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten bereithält.

Umfassende Ausbildung für Berufseinsteiger

Erklärtes Ziel des Automation Camps ist es, junge Menschen fit zu machen für den Kundeneinsatz. Geschult wird demnach nicht nur ein entsprechendes Basiswissen in allen Bereichen der Automatisierungstechnik, sondern es geht vor allem auch darum, die verschiedenen Produktionsprozesse bei den Kunden verstehen zu lernen. Dazu wird die Konzepterstellung typischer Automationsprojekte u. a. an fiktiven Maschinen angeschaut und geübt. In Wahrheit ist es nämlich die Anwendung selbst, die den Lösungstakt vorgibt. „Es macht erst dann Sinn, nach einer geeigneten Herangehensweise bzw. Komponente zu suchen, wenn die vorliegende Aufgabenstellung verstanden wurde“, weiß Dietmar Schwaiger, Leiter Products & Trainings bei der Lenze Antriebstechnik in Asten, aus langjähriger Praxis. Er war es auch, der in Österreich die Vorselektion für die Teilnahme am Automation Camp durchführte.

„Mit diesem neu geschaffenen Ausbildungsprogramm wenden wir uns ganz gezielt an Berufseinsteiger unter 30 Jahren. Vorerfahrung ist keine erforderlich, da interessierte HTL-, FH- oder TU-Abgänger im Rahmen dieses Nachwuchsförderungsprojekts von Grund auf ausgebildet werden. Und zwar von den besten und erfahrensten Leuten aus unserem Team“, macht Dietmar Schwaiger mit seinen Ausführungen darauf aufmerksam, von welch hoher Bedeutung eine effiziente, praxisnahe Ausbildung für einen führenden Global Player wie Lenze ist. „Hochqualifizierte Mitarbeiter mit den richtigen Kompetenzen sind für uns essentiell. Unsere Unternehmensgruppe automatisiert
/xtredimg/2017/Mechatronik/Ausgabe182/14266/web/Lenze_HR-Flyer_Trainee.jpg
weltweit mehr als 1.000 Maschinen pro Jahr und die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum. Demzufolge sind wir permanent auf der Suche nach technikbegeisterten Menschen, die gemeinsam mit uns über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausblicken und die Zukunft aktiv mitgestalten wollen“, fügt er ergänzend hinzu. Da die Österreicher guten Gewissens „die richtigen Leute“ ins Automation Camp entsenden wollten, gestalteten sich die technischen Aufgabenstellungen beim Aufnahmeverfahren einigermaßen anspruchsvoll. „Wir wollten sehen, wie jemand ohne viel Vorwissen an ein vorgegebenes Thema herangeht, wie es um die Eigenständigkeit und Auffassungsgabe unserer Bewerber bestellt ist und wer das Zeug zum Systemingenieur hat“, verrät Dietmar Schwaiger. Mit Andreas Höchtl und Arian Moraveji wurden zwei vielversprechende Nachwuchstalente gefunden.

Mehr Praxis als Theorie

Gerade jetzt, wo sich Lenze als Gesamtanbieter für Automatisierungslösungen im Markt etabliert hat, braucht es Mitarbeiter, die mit FAST-Bausteinen, Remote-IOs oder Multitouch Panels sowie mit Begriffen wie Industrie 4.0, Cloud Connectivity oder Controller-based Automation auf Du-und-Du sind. Deshalb ist es wichtig, dass die Teilnehmer am Lenze Automation Camp nicht nur jede Menge profunder „grauer“ Theorie, sondern vor allem auch ein breites Spektrum an Praxiserfahrung mit auf den Weg bekommen. Darüber hinaus gibt’s wertvolle Tipps für den zwischenmenschlichen Umgang. Angefangen von „Wen spreche ich für welche Themen an“ bis hin zu „Wie präsentiere ich eine technische Lösung beim Kunden“ oder „Welche Möglichkeiten habe ich in Konfliktsituationen“ erfahren die jungen Nachwuchstechniker allerlei Nützliches für den späteren Berufsalltag.

„Den
ersten Theorieblock, sprich die Basics, haben wir bereits hinter uns gebracht. Jetzt freue ich mich schon auf den für mich persönlich spannendsten Teil, wo es dann um Roboterapplikationen und IIoT-Anbindungen geht“, plaudert ein sichtlich begeisterter Andreas Höchtl aus der Tasche. Und mit einem Augenzwinkern erzählt er gleich auch noch, was zu seinem eigenen Erstaunen den größten Eindruck hinterlassen hatte in den ersten beiden Ausbildungsmonaten – die Soft-Skill-Trainings: „Ehrlich gesagt hatte ich diese Fertigkeiten bis dato ein wenig unterschätzt“, bekennt der 23-Jährige, der bereits 2009 in näherem Kontakt mit Lenze war. „Als Schüler der Polytechnischen Schule Kirchdorf an der Krems habe ich ein mehrwöchiges Praktikum bei Lenze absolviert. Ich wollte damit die Basis für eine Lehre schaffen“, erinnert er sich schmunzelnd zurück. Heute ist seine Welt eine andere: Andreas Höchtl hat mittlerweile Lehre, Matura, Studium und wie er es ausdrückt „acht Jahre Leben“ intus und ist somit bestens gerüstet, um das Automation Camp als Sprungbrett für eine abwechslungsreiche und spannende, möglicherweise auch internationale, Berufskarriere bei Lenze zu nützen.

Die Teilnehmer am Lenze Automation Camp bekommen nicht nur jede Menge profunder „grauer“ Theorie, sondern vor allem auch ein breites Spektrum an Praxiserfahrung mit auf den Weg.
Beim ersten Automation Camp von Lenze sind drei Deutsche, zwei Italiener, zwei Österreicher und ein Pole mit an Bord. Die Unterrichtssprache ist Englisch.


Zum Firmenprofil >>


Bericht in folgender Kategorie:
Mechatronik in der Praxis

Special Automation aus der Cloud

cloud.JPG Immer mehr Teile der industriellen Automatisierung sollen in die Cloud verlegt werden. Nicht nur die in rapide steigenden Mengen generierten Daten, sondern neben Auswerte-, Überwachungs- und Kontrollmechanismen auch Steuerungs-, Regelungs- und sogar Safety-Algorithmen. Wozu eigentlich? Was lässt sich vernünftig in die Cloud verlegen? Was sollte man dabei beachten? Und was ist das überhaupt, die Cloud?
mehr lesen >>

Im Gespräch

/xtredimg/2018/Automation/Ausgabe225/16682/web/SCHUNK_Glueck_2.jpgRoboter beißen nicht
Außerhalb der Automatisierungswelt ist ihr Image nicht immer nur das Beste: Vielfach werden Roboter als „Job-Killer“ diffamiert. Zu Unrecht wie Professor Dr.-Ing. Markus Glück, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung (CINO) der Schunk GmbH & Co. KG Spanntechnik und Greifsysteme in Lauffen am Neckar, findet. Denn vor allem bei MRK-Anwendungen gehe es nicht darum, den Menschen zu ersetzen, sondern darum, diesen dahingehend zu unterstützen, dass er sich auf seine wahren Stärken konzentrieren kann. Das Gespräch führte Sandra Winter, x-technik
Interview lesen >>

Newsletter abonnieren